Snowflake-Aktien steigen nach 6-Milliarden-Dollar-Deal mit Amazon um ein Drittel

Snowflake-Aktien steigen nach 6-Milliarden-Dollar-Deal mit Amazon um ein Drittel
Warum die Snowflake-Aktie gestiegen ist

​Die Aktien von Snowflake Inc. stiegen im nachbörslichen Handel um fast 30 %. Der Anstieg erfolgte, nachdem der Softwareentwickler eine stärker als erwartete Jahresprognose abgegeben und eine mehrjährige Vereinbarung über die Nutzung von Cloud-Diensten und Chips von Amazon.com Inc. im Wert von 6 Milliarden US-Dollar unterzeichnet hatte.

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Am Mittwoch gab Snowflake bekannt, dass der Produktumsatz im Geschäftsjahr bis Januar 2027 um etwa 31 % auf 5,84 Milliarden US-Dollar steigen werde. Das lag über der vorherigen Prognose von 5,66 Milliarden US-Dollar aus dem Februar und übertraf auch die durchschnittliche Analystenschätzung von 5,68 Milliarden US-Dollar. Produktverkäufe machen etwa 95 % des Gesamtumsatzes des Unternehmens aus, berichtete Bloomberg.

Snowflake hat sich verpflichtet, zusätzlich 6 Milliarden US-Dollar für Amazon Web Services auszugeben. Die Vereinbarung umfasst die Nutzung von Amazons universellen Graviton-Prozessoren, die mit den Chips von Intel Corp. konkurrieren. „Unsere Teams arbeiten außergewöhnlich gut zusammen, und wir generieren gemeinsam viel Geschäft“, sagte Snowflake-CEO Sridhar Ramaswamy zum Deal.

Laut Ramaswamy verzeichnet das Unternehmen eine steigende Nachfrage nach seinen Kerndatenprodukten, während die neuen KI-Tools bereits „eigenständige Geschäftsbereiche“ geworden sind. Die Zahl der Kunden, die das KI-gestützte Codierungswerkzeug des Unternehmens nutzen, hat sich gegenüber dem Vorquartal auf 7.100 verdoppelt.

Was Snowflake macht

Snowflake entwickelt Software, die Unternehmen hilft, Firmendaten in der Cloud zu organisieren, zu analysieren und zu speichern. Das Unternehmen integriert nun aktiv künstliche Intelligenz in seine Plattform. Gleichzeitig sorgen sich Investoren zunehmend, dass die neue Technologie das Geschäftsmodell der gesamten Softwarebranche grundlegend verändern könnte.

„In den letzten Wochen sehen wir eine Trennung zwischen Gewinnern und Verlierern im Softwarebereich“, sagte Gil Luria, Analyst bei DA Davidson & Co. „Snowflake gehört zu den Gewinnern.“

Im nachbörslichen Handel stieg der Aktienkurs des Unternehmens auf bis zu 230 US-Dollar, nachdem er die reguläre Sitzung bei 175,26 US-Dollar beendet hatte. Seit Jahresbeginn war die Snowflake-Aktie um rund 20 % gefallen.

Im ersten Geschäftsquartal, das am 30. April endete, stieg der Produktumsatz des Unternehmens um 34 % auf 1,33 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die durchschnittliche Analystenschätzung von 1,27 Milliarden US-Dollar. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen, ein Maß für zukünftige Buchungen, beliefen sich auf 9,21 Milliarden US-Dollar und lagen damit unter der durchschnittlichen Analystenprognose von 9,43 Milliarden US-Dollar.

KI-Hype

Der Markt erlebt derzeit einen anhaltenden Hype rund um alles, was mit künstlicher Intelligenz zu tun hat. Investoren kaufen nicht nur Aktien von KI-Modellentwicklern, sondern auch von Unternehmen, die die technologische Grundlage für den Sektor liefern: Chiphersteller, Anbieter von Cloud-Infrastruktur, Betreiber von Rechenzentren, Netzwerkausrüster und Softwareplattformen für Datenmanagement. Die Logik des Marktes ist einfach: Wenn die Nachfrage nach KI weiter wächst, werden nicht nur die Entwickler von Endprodukten profitieren, sondern die gesamte Kette von Unternehmen, ohne die diese Technologie nicht skalieren kann.

Deshalb werden die starken Ergebnisse von Snowflake von Investoren als Teil eines breiteren Trends gesehen. Unternehmen bereiten Daten zunehmend für die KI-Nutzung vor, verlagern Arbeitslasten in die Cloud und suchen nach Tools, mit denen sie generative Modelle schneller im Geschäft einsetzen können. Vor diesem Hintergrund führen Anzeichen steigender Nachfrage nach Infrastruktur, Cloud-Diensten und KI-Tools zu verstärkten Marktreaktionen, da Investoren versuchen, die künftigen Gewinner der neuen Technologiewelle frühzeitig zu identifizieren.

Zur Erinnerung: Neben Snowflake stehen derzeit auch Salesforce und wichtige Datenveröffentlichungen im Fokus.

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