Broadcom-Ausverkauf zieht Nasdaq-Futures nach unten
Die Nasdaq-Futures fielen am Donnerstag deutlich, nachdem der Ergebnisbericht von Broadcom die Anleger nicht zufriedenstellen konnte, die auf ein stärkeres Signal aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz gehofft hatten. Der Rückgang erfolgte zu einem Zeitpunkt, als die Märkte bereits durch erneute Spannungen zwischen den USA und dem Iran, höhere Ölpreise und das Ende der neuntägigen Gewinnserie des S&P 500 unter Druck standen.
Höhepunkte
- Nasdaq 100-Futures fielen um etwa 1,3 %, da Broadcom KI-bezogene Aktien nach unten zog.
- Broadcom meldete starke Ergebnisse, doch die Anleger waren vom KI-Ausblick enttäuscht.
- Der S&P 500 beendete am Mittwoch eine neuntägige Gewinnserie.
- Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie die Ölpreise bleiben zentrale Risiken für Aktien.
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KI-Sektor steht vor hohen Hürden
Die an den Nasdaq 100 gekoppelten Futures fielen um etwa 1,2 % bis 1,3 %, während die S&P 500-Futures um rund 0,5 % nachgaben. Die Dow-Futures stiegen um etwa 0,5 %, was den Markt zwischen der Technologieschwäche und der relativen Stärke von Blue-Chip-Aktien spaltete.
Broadcom war die Hauptbelastung. Die Aktien fielen im vorbörslichen Handel um mehr als 12 %, nachdem Anleger den Ausblick für KI-Chips nach einer starken Kursrallye als unzureichend bewerteten. Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal einen Rekordumsatz von 22,19 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 48 % gegenüber dem Vorjahr, und gab an, dass der Umsatz mit KI-Halbleitern um 143 % auf 10,8 Milliarden US-Dollar stieg. Der Markt konzentrierte sich jedoch darauf, ob das künftige Wachstum die bereits hohen Erwartungen weiterhin übertreffen kann.
Auch CrowdStrike gab nach der Bekanntgabe der Ergebnisse nach und erhöhte den Druck auf hoch bewertete Technologieaktien. Die Aktien des Cybersicherheitsunternehmens fielen um etwa 10 % bis 11 %, obwohl Umsatz und Gewinn die Prognosen übertrafen, was die Vorsicht der Anleger gegenüber teuer bewerteten Softwaretiteln widerspiegelt.
Iran-Risiko kehrt an die Wall Street zurück
Der Ausverkauf im Technologiesektor folgte auf eine schwächere Sitzung am Mittwoch, in der der S&P 500 um 0,7 % fiel, der Nasdaq Composite 0,9 % verlor und der Dow um 1,2 % auf 50.687,07 Punkte sank. Der Rückgang des S&P 500 beendete eine neuntägige Gewinnserie, da die Anleger auf die steigenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie einen Anstieg der Ölpreise reagierten.
Der Konflikt hat sich nach erneuten Angriffen im Golf zu einem größeren Marktrisiko entwickelt. Der Ölpreis stieg Anfang dieser Woche, als US-Streitkräfte auf versuchte iranische Angriffe nahe der Straße von Hormus reagierten und der Iran regionale Ziele angriff, was die Sorge schürte, dass der Krieg die Energiepreise hoch halten könnte.
Auch der politische Druck auf Präsident Donald Trump verschärfte sich. Das Repräsentantenhaus verabschiedete mit 215 zu 208 Stimmen eine Resolution zu Kriegsvollmachten, die darauf abzielt, seine Fähigkeit zur Fortsetzung militärischer Maßnahmen gegen den Iran ohne Zustimmung des Kongresses einzuschränken, wobei sich vier Republikaner den Demokraten anschlossen.
Märkte blicken nun auf Arbeitsmarktdaten
Der Handel am Donnerstag wird auch von Arbeitsmarktberichten vor den Mai-Arbeitsmarktdaten am Freitag geprägt sein. Die Anleger achten auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie auf Daten zur Produktivität und zu den Lohnstückkosten, um Hinweise darauf zu erhalten, ob die Wirtschaft die Gewinne weiter stützen kann, ohne den Inflationsdruck zu erhöhen.
Der nächste Test für den Markt ist, ob die KI-Rallye eine anspruchsvollere Gewinnhürde überstehen kann. Der Ausverkauf bei Broadcom zeigt, dass starke Zahlen möglicherweise nicht mehr ausreichen, wenn die Prognosen die aggressiven Erwartungen nicht übertreffen.
Zusätzlich schrieben wir, dass US-Aktien leicht zulegten, während die KI-Rallye auf das Iran-Risiko trifft.
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