Deutschlands Industriebestand an Aufträgen steigt im Mai, getragen vom Maschinenbau

Deutschlands Industriebestand an Aufträgen steigt im Mai, getragen vom Maschinenbau
Industrieaufträge steigen weiter

Nach mehreren Monaten anhaltender Industriebeobachtung nimmt der preisbereinigte Auftragsbestand im deutschen Verarbeitenden Gewerbe im Mai 2026 gegenüber dem Vormonat zu. Der Zuwachs fällt sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich positiv aus und signalisiert eine etwas längere Auslastung der Betriebe.

Höhepunkte

  • Der reale, kalender- und saisonbereinigte Auftragsbestand im deutschen Verarbeitenden Gewerbe steigt im Mai 2026 gegenüber April 2026 um 1,7 Prozent und gegenüber Mai 2025 um 9,5 Prozent.
  • Der Maschinenbau verzeichnet im Monatsvergleich ein Plus von 3,3 Prozent beim Auftragsbestand, während die Automobilindustrie einen Rückgang von 0,8 Prozent meldet.
  • Die Reichweite des Auftragsbestands im Verarbeitenden Gewerbe erhöht sich im Mai 2026 auf 8,9 Monate nach 8,8 Monaten im April 2026.

Treiber des Anstiegs im Mai 2026

Wie Destatis unter Berufung auf das Statistische Bundesamt berichtet, steigt der reale, kalender- und saisonbereinigte Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe im Mai 2026 gegenüber April 2026 um 1,7 Prozent. Gegenüber Mai 2025 legt der Bestand kalenderbereinigt um 9,5 Prozent zu.

Wesentlich getragen wird die Entwicklung vom Maschinenbau, wo der Auftragsbestand im Monatsvergleich um 3,3 Prozent wächst. Auch die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen stützt das Gesamtergebnis mit einem Plus von 3,0 Prozent, während die Automobilindustrie einen Rückgang von 0,8 Prozent verzeichnet.

Bei der Herkunft der Bestellungen zeigt sich ein stärkerer Impuls aus dem Ausland. Die offenen Inlandsaufträge steigen im Mai 2026 um 0,9 Prozent, der Bestand an Auslandsaufträgen nimmt um 2,0 Prozent zu.

Höhere Reichweite für die Industrieproduktion

Die Reichweite des Auftragsbestands erhöht sich im Mai 2026 auf 8,9 Monate nach 8,8 Monaten im April 2026. Damit verfügen die Betriebe rechnerisch über etwas mehr Produktionsauslastung, sofern Umsatzniveau und Auftragseingänge unverändert bleiben.

Destatis weist darauf hin, dass bei Konjunkturindikatoren die jeweiligen Vergleichszeiträume zu beachten sind. Der Auftragsbestand umfasst die Summe der Auftragseingänge am Ende des Berichtsmonats, die bis dahin noch nicht zu Umsätzen geführt haben und nicht storniert wurden.

In unserem früheren Beitrag zur SAP-Aktie standen die jüngsten Impulse rund um SAPs KI- und Cloud-Strategie im Fokus, darunter die Ernennung von Mani Shekhar zur Stärkung des Partner-Ökosystems in Indien. Zudem haben wir die technische Ausgangslage beschrieben: Der Kurs bewegte sich in einer engen Spanne mit gemischten Signalen und ohne klaren Trend, wobei zentrale Unterstützungs- und Widerstandsmarken als mögliche Wendepunkte galten.

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