Neue Angriffe in Hormus und Saudi-Arabien verschärfen die Bedrohung für das Ölangebot

Neue Angriffe in Hormus und Saudi-Arabien verschärfen die Bedrohung für das Ölangebot
Der Iran-USA-Krieg verschärft die Risiken für das weltweite Ölangebot

​Der Krieg zwischen Iran und den USA setzt das Energienetz des Nahen Ostens zunehmend unter Druck, während sich die Kämpfe von der Straße von Hormus in Richtung Saudi-Arabien und des Roten Meeres ausbreiten. Neue Angriffe auf die Handelsschifffahrt, Schäden an einer wichtigen saudischen Ölpipeline und Vorstöße der Huthi im Jemen erhöhen das Risiko, dass die Störungen auf mehreren kritischen Exportwegen anhalten.

Das Wichtigste

  • Die Kämpfe zwischen Iran und den USA beeinträchtigen den Schiffsverkehr durch Hormus weiterhin.
  • Neue Angriffe haben die Risiken für Handelsschiffe erhöht.
  • Die alternative saudische East-West-Pipeline wurde getroffen.
  • Vorstöße der Huthi erhöhen den Druck rund um das Rote Meer.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Ein Schiff, das die Straße von Hormus passierte, wurde am Sonntag von einem Geschoss getroffen. Dabei brach ein Feuer aus und die Besatzung musste evakuiert werden. Iran meldete einen separaten Angriff auf ein iranisches Handelsschiff vor seiner Küste, bei dem eine Person getötet und vier verletzt wurden, berichtete Reuters. Die Vorfälle verschärfen die maritime Konfrontation, die sich zu einer der folgenreichsten Fronten des sechsmonatigen Iran-USA-Konflikts entwickelt hat.

Hormus bleibt im Zentrum des Krieges

Der Schiffsverkehr durch Hormus, einen der wichtigsten maritimen Energiekorridore der Welt, wurde durch den Konflikt bereits erheblich gestört. Iranische Angriffe auf Schiffe und US-Militäroperationen gegen Iran haben die Durchfahrt zunehmend gefährlich gemacht und die Zuverlässigkeit dieser für die Energieexporte der Golfregion zentralen Route beeinträchtigt.

Auch die diplomatischen Bemühungen zur Entschärfung der Lage sind ins Stocken geraten. Iran und die arabischen Golfstaaten sollten sich am Montag im Oman treffen, um die Schifffahrtsregelungen für die Durchfahrt durch Hormus zu erörtern. Das Treffen wurde jedoch verschoben, nachdem die Teilnehmer keinen ausreichenden Konsens erzielen konnten.

Teheran hat eine umfassendere Wiederöffnung der Wasserstraße an seine Forderungen im Konflikt mit Washington geknüpft. Da derzeit keine neuen Friedensgespräche zwischen den USA und Iran stattfinden, lässt die jüngste Verschiebung kurzfristig kaum Aussicht auf eine Wiederherstellung des normalen Seeverkehrs.

Der Krieg breitet sich in Richtung Saudi-Arabien und des Roten Meeres aus

Der Konflikt beeinträchtigt zunehmend Infrastrukturen, die die Abhängigkeit von Hormus verringern sollen. Drohnenangriffe setzten am Freitag die 1.200 Kilometer lange saudische East-West-Pipeline außer Betrieb, die Öl über die Arabische Halbinsel zum Roten Meer transportiert.

Wie lange die Pipeline stillgelegt bleibt, ist ungewiss. Händler und saudische Ölkäufer schätzen, dass die in Yanbu gelagerten Rohölbestände die Exporte nur fünf bis sieben Tage aufrechterhalten könnten. Sollte die Pipeline über diesen Zeitraum hinaus nicht verfügbar sein, könnten bis zu 4 % des weltweiten Ölangebots gefährdet sein.

Gleichzeitig haben die mit Iran verbündeten Huthi ihre Aktivitäten im Jemen ausgeweitet und die Insel Perim in der Meerenge Bab al-Mandab eingenommen. Dadurch entsteht eine weitere Risikodimension rund um einen zweiten wichtigen maritimen Korridor.

Ölpreise spiegeln eine umfassendere Angebotsbedrohung wider

Der sich ausweitende Konflikt verknüpft zunehmend drei Risiken: eingeschränkten Schiffsverkehr durch Hormus, Störungen der alternativen saudischen Exportinfrastruktur und Instabilität rund um das Rote Meer. Diese Kombination verringert die Fähigkeit der Region, den Ausfall einer Route zu kompensieren.

Die Ölmärkte spiegeln die Verschlechterung der Lage wider. Brent -Rohöl-Futures notierten laut den jüngsten Marktdaten bei 106,82 $ je Barrel und damit 2,11 % höher, während US-WTI-Futures um 2,14 % auf 102,19 $ stiegen. Auch der US-Einzelhandelspreis für Diesel ist auf über 6,20 $ je Gallone gestiegen. Das verdeutlicht, wie sich der Krieg im Nahen Osten zunehmend auf die weltweiten Energiekosten auswirkt.

Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass Iran und die USA die Angriffe auf die Schifffahrt nahe Hormus verstärken.

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