USA und China halten Zollwaffenruhe bis zum 10. Januar aufrecht

USA und China halten Zollwaffenruhe bis zum 10. Januar aufrecht
USA und China verlängern Handelswaffenruhe bis zum 10. Januar

​Die USA und China haben vereinbart, ihre Handelswaffenruhe um zwei Monate zu verlängern. Damit entsteht vorübergehend ein Puffer gegen neue Zölle und Exportbeschränkungen, während Präsident Xi Jinping zu einem Staatsbesuch in Washington eintrifft. Die Verlängerung schafft die Grundlage für Gespräche mit Präsident Donald Trump, lässt jedoch die schwierigsten Streitpunkte bei Seltenen Erden, Technologie und Handel ungelöst.

Das Wichtigste

  • Die Handelswaffenruhe zwischen den USA und China wurde bis zum 10. Januar verlängert.
  • Streitigkeiten über Seltene Erden und Technologiebeschränkungen bleiben ungelöst.
  • Die Märkte reagierten vorsichtig auf die begrenzte Verlängerung.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Finanzminister Scott Bessent erklärte, die Vereinbarung verlängere die Waffenruhe bis zum 10. Januar 2027, statt sie am 10. November auslaufen zu lassen, wie Bloomberg berichtete. China hatte die Frist bis zum 10. Januar zum Zeitpunkt der Ankündigung nicht separat bestätigt. Der bestehende Rahmen setzte einige der während des Handelskonflikts von 2025 verhängten hohen Zölle, Beschränkungen für Seltene Erden und Hafengebühren aus.

Kurze Verlängerung lässt größere Streitpunkte offen

Xi traf am Mittwoch mit seiner Ehefrau Peng Liyuan auf der Joint Base Andrews außerhalb von Washington ein und begann damit seinen ersten US-Staatsbesuch seit 11 Jahren. Trump begrüßte den chinesischen Präsidenten persönlich vor den für Donnerstag geplanten offiziellen Gesprächen.

Die zweimonatige Verlängerung verschafft beiden Regierungen mehr Zeit für Verhandlungen, stellt jedoch keine umfassendere Handelsvereinbarung dar. Die Versorgung mit Seltenen Erden bleibt ein zentrales Thema. Chinas Exporte von Magneten aus Seltenen Erden in die USA liegen weiterhin unter dem Niveau vor der Waffenruhe, während Washington den Zugang Chinas zu fortschrittlicher Technologie beschränkt. Chinas Position bei kritischen Mineralien verschafft Peking in den Verhandlungen erheblichen Einfluss.

Künstliche Intelligenz ist ein weiterer Schwerpunkt. Vertreter beider Seiten hatten bereits vor dem Gipfel über KI, Handel und Investitionen gesprochen. Das signalisiert den Versuch, die Wirtschaftsbeziehungen zu stabilisieren, ohne die umfassendere technologische Rivalität beizulegen.

Chinesische Aktien fallen, während Märkte die Vereinbarung bewerten

Die Ankündigung löste in Asien keine breit angelegte Erholungsrally aus. Der CSI 300 in China fiel bis zur Mittagspause am Donnerstag um 1,3 %, während ein MSCI-Index asiatischer Aktien um bis zu 0,7 % nachgab. Auch hohe Ölpreise und US-Anleiherenditen belasteten die Stimmung.

Unternehmen, die an der Entwicklung von Alternativen zu chinesischen Lieferungen Seltener Erden beteiligt sind, gaben ebenfalls nach. Toyo Engineering aus Japan fiel um rund 8 %, während der australische Produzent Lynas Rare Earths um bis zu 5 % nachgab, da die Verlängerung das unmittelbare Risiko einer erneuten Unterbrechung chinesischer Mineralienlieferungen verringerte.

Die Reaktion deutet darauf hin, dass Anleger die Vereinbarung eher als vorübergehende Stabilisierung denn als Beleg für eine umfassende Einigung betrachten.

Handelsstabilität verschafft Zeit, aber keine Lösung

Der unmittelbare wirtschaftliche Wert der Verlängerung liegt in der Planbarkeit. Der Zollkonflikt von 2025 führte auf seinem Höhepunkt zu dreistelligen Abgaben und störte den Handel zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. Die Verlängerung der Waffenruhe verschiebt das Risiko einer erneuten abrupten Eskalation bis Anfang 2027.

Die kurze Laufzeit erhöht jedoch auch den Druck auf die Verhandlungen. Washington und Peking bleiben bei Seltenen Erden, Halbleiterkontrollen, Agrarkäufen, KI und Taiwan uneins.

Für die Märkte wird der 10. Januar nun zur nächsten klaren Frist. Der Gipfel in Washington könnte zeigen, ob beide Seiten eine vorübergehende Pause in eine längerfristige Vereinbarung überführen können oder ihre Streitigkeiten lediglich um weitere zwei Monate vertagen.

Wir berichteten außerdem vor dem Trump-Xi-Besuch über Demokraten im Senat, die eine härtere Haltung gegenüber China fordern.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.