Aleksandra Chaikina

Die EIB treibt die Investitionszusammenarbeit mit Kasachstan in den Bereichen Verkehr, Energie und digitale Vernetzung voran

Die EIB treibt die Investitionszusammenarbeit mit Kasachstan in den Bereichen Verkehr, Energie und digitale Vernetzung voran
Investitionsschub für Kasachstan

Zentralasien gewinnt in der europäischen Investitionspolitik an Bedeutung, da die Europäische Investitionsbank ihre Arbeit an grenzüberschreitenden Infrastruktur- und Industrieprojekten in Kasachstan verstärkt. Eine zweitägige Mission nach Astana am 7. und 8. Oktober 2026 bringt die Gespräche über Verkehr, Energie, Wasser, digitale Vernetzung und kritische Rohstoffe voran, während die Projektpipeline der Region sich 3 Milliarden EUR nähert.

Das Wichtigste

  • EIB-Vizepräsident Marek Mora besuchte Astana am 7. und 8. Oktober 2026, um die Projektfinanzierung in den Bereichen Verkehr, Energie, Wasser und Digitalisierung voranzubringen und sie mit der EU-Initiative für den Mittleren Korridor abzustimmen.
  • Die EU will bis 2030 bis zu 12 Milliarden EUR für regionale Verbindungen in Zentralasien mobilisieren. Die Pipeline der EIB nähert sich 3 Milliarden EUR; jüngste Darlehen umfassen 150 Millionen EUR für die Sanierung transkaspischer Straßen und 200 Millionen EUR für nachhaltigen Verkehr und erneuerbare Energien.
  • Die EIB und die Europäische Kommission stellen gemeinsam mit SES fast 60 Millionen EUR bereit, um Satelliten-Breitband auf 1.600 ländliche Dörfer auszuweiten, mit dem Ziel, drei Millionen Menschen in vier zentralasiatischen Ländern digital zu vernetzen.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Gespräche in Astana konzentrieren sich auf die Projektpipeline

Wie die Europäische Investitionsbank berichtet, besucht Vizepräsident Marek Mora Astana am 7. und 8. Oktober 2026, um die Zusammenarbeit mit Kasachstan zu vertiefen und vorrangige Investitionen näher an die Finanzierung zu bringen. Die Treffen befassen sich mit Verkehr, Energie, Wasser, digitaler Vernetzung und nachhaltiger Industrie und umfassen Vertreter der Präsidialverwaltung, der Verkehrs- und Finanzministerien, stellvertretende Minister der jeweiligen Sektoren, QazAvtoZhol, Kazakhstan Temir Zholy, Baiterek, der Entwicklungsbank Kasachstans, DAMU und der Delegation der Europäischen Union.

Das Programm verbindet Politik, Projektumsetzung und Finanzierung; im Mittelpunkt der Gespräche steht die Stärkung der Rolle Kasachstans bei regionalen Verbindungen zwischen Zentralasien und Europa. Die Mission folgt auf die Rede zur Lage der Union 2026 von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, in der eine neue internationale Initiative zur Vernetzung des Mittleren Korridors über Global Gateway angekündigt wird.

Im Rahmen dieses Plans will die Europäische Union bis 2030 bis zu 12 Milliarden EUR an öffentlichen und privaten Investitionen mobilisieren, Verkehrswege diversifizieren, Handelsströme verdreifachen und die Transitzeiten im Güterverkehr deutlich verkürzen. Die EIB erklärt, ihre Pipeline in Zentralasien nähere sich 3 Milliarden EUR, nachdem sie im Juni 2026 eine regionale Vertretung in Taschkent eröffnet hatte, um enger mit Partnern und Projekten in der gesamten Region zusammenzuarbeiten.

Verkehrs-, Energie- und Digitalprojekte erweitern die regionale Wirkung

Kasachstan ist einer der wichtigsten Partner der EIB in Zentralasien. Im Juni 2026 unterzeichnete die Bank mit dem Straßenbetreiber QazAvtoZhol ein Rahmendarlehen über 150 Millionen EUR zur Sanierung strategischer Straßen entlang des Transkaspischen Transportkorridors. Es umfasst rund 1.370 Kilometer in Zentral- und Südkasachstan, einschließlich Verbindungen zu benachbarten zentralasiatischen Ländern.

Die Investition soll die Verkehrssicherheit und Klimaresilienz verbessern, Reisezeiten verkürzen und den Personen- und Güterverkehr unterstützen. Sie folgt auf ein EIB-Global-Rahmendarlehen über 200 Millionen EUR mit der Entwicklungsbank Kasachstans für Investitionen in nachhaltigen Verkehr und erneuerbare Energien.

Die Gespräche in Astana befassen sich auch mit umfassenderen Bedingungen, die den wirtschaftlichen Wert des Korridors beeinflussen, darunter Grenzverfahren, Logistikhubs, Schienen-Straßen-Verbindungen und die Wettbewerbsfähigkeit von Dienstleistungen. Die Bank erklärt, diese Maßnahmen könnten Kasachstan dabei helfen, Logistik-, Produktions- und Handelsdienstleistungen rund um eine stärkere Infrastruktur aufzubauen.

Im Energiebereich umfassen die Gespräche die Modernisierung der Infrastruktur, Energiesicherheit, erneuerbare Energieerzeugung, regionale Zusammenarbeit und mögliche technische Unterstützung durch die EIB. Ein separates Treffen mit dem stellvertretenden Minister für Wasserressourcen und Bewässerung, Arsen Zhakanbayev, untersucht den Wassersektor und potenzielle Kooperationen; die Bank bleibt zudem in regionale Initiativen eingebunden, darunter das Wasserkraftprojekt Kambarata-1, vorbehaltlich der Projektentwicklung, Due Diligence und der notwendigen Vereinbarungen zwischen den teilnehmenden Ländern.

Bei der digitalen Vernetzung stellen EIB Global und die Europäische Kommission gemeinsam mit SES ein Paket von fast 60 Millionen EUR bereit, um Satelliten-Breitband auf etwa 1.600 ländliche Dörfer in Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan auszuweiten. Die Initiative soll rund drei Millionen Menschen mit Bildung, Gesundheitsversorgung und wirtschaftlichen Chancen verbinden.

Die EIB prüft zudem Finanzierungsmöglichkeiten mit kasachischen Bergbau- und Verarbeitungsunternehmen, um verantwortungsvolle Wertschöpfungsketten für kritische Rohstoffe zu unterstützen. Das erklärte Ziel ist, die Widerstandsfähigkeit der Versorgung Europas zu verbessern und zugleich die lokale Verarbeitung, den Zugang zu Technologie und qualifizierte Beschäftigung in Kasachstan zu steigern, wobei alle Maßnahmen weiterhin den Umwelt-, Sozial- und Beschaffungsstandards der Bank unterliegen.

EU-Verhandlungen zur Automobilpolitik zwischen Frankreich und Deutschland nähern sich einem Kompromiss, der Teile des Ausstiegs aus Verbrennungsmotoren im Block abschwächen und zugleich die „Made in Europe“-Bedingungen für Subventionen und Beschaffung verschärfen würde. Unsere frühere Berichterstattung stellte fest, dass diese Anreize für lokale Wertschöpfung von großen Automobilherstellern vorangetrieben werden und Investitionsentscheidungen sowie Handelsströme verändern könnten, insbesondere da die EU auch Maßnahmen prüft, die Fahrzeugimporte aus China betreffen.

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