Pavlo Kot

Côte d'Ivoire skizziert Agenda für Re-Globalisierung, Handel und industrielles Wachstum

Côte d'Ivoire skizziert Agenda für Re-Globalisierung, Handel und industrielles Wachstum
Côte d'Ivoires globale Neuausrichtung

Côte d'Ivoire positioniert die Re-Globalisierung als Möglichkeit für Entwicklungsländer, sich von Rohstoffexporten hin zu höherwertiger Produktion und Innovation zu entwickeln. Präsident Alassane Ouattara sagt, dieser Wandel setze eine bessere Infrastruktur, den Ausbau von Kompetenzen, Zugang zu Finanzierungen und Technologietransfer voraus.

Das Wichtigste

  • Präsident Ouattara erklärte der WTO am 29. Oktober, Côte d'Ivoire strebe eine Re-Globalisierung an, um Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und industrielle Transformation über den Rohstoffexport hinaus zu fördern.
  • Ouattara verwies auf das durchschnittliche Wirtschaftswachstum Côte d'Ivoires von 7 Prozent zwischen 2012 und 2025, das durch die Ausweitung des Handels, die Diversifizierung der Märkte und eine verbesserte Produktionskapazität getragen wurde.
  • Ouattara hob die regionale Integration Afrikas und die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone als entscheidend dafür hervor, ivorische Unternehmen zu skalieren, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

WTO-Vortrag legt politische Prioritäten dar

Wie die Welthandelsorganisation berichtet, erklärte Ouattara am 29. Oktober im jüngsten Vortrag der Presidential Lecture Series der WTO, dass die Re-Globalisierung Entwicklungsländern helfen könne, eine größere Rolle in der industriellen Produktion, Verarbeitung, Vermarktung und Innovation einzunehmen.

Er sagt, dafür seien kohärente politische Maßnahmen, eine stärkere internationale Zusammenarbeit und Handelsregeln erforderlich, die es den am stärksten gefährdeten Volkswirtschaften ermöglichen, mehr von den Chancen des Welthandels zu nutzen. In seinen Ausführungen verbindet er diesen Ansatz mit dem Ziel Côte d'Ivoires, ein Modell zu überwinden, das hauptsächlich auf Rohstoffexporten beruht, und stattdessen Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und produktive Transformation zu fördern.

Ouattara verweist auch auf die Wirtschaftsentwicklung Côte d'Ivoires als Beleg für diese Strategie. Seinen Angaben zufolge verzeichnete das Land von 2012 bis 2025 ein durchschnittliches Wachstum von 7 Prozent – trotz Erschütterungen wie der COVID-19-Pandemie. Dieser Zeitraum umfasse eine Ausweitung des Handels, eine schrittweise Diversifizierung der Märkte und eine höhere Produktionskapazität, unterstützt durch ein verbessertes Geschäftsklima, eine bessere Regierungsführung, einen soliden makroökonomischen Rahmen und ein nachhaltiges Schuldenmanagement.

Integration des afrikanischen Marktes als Wachstumsmotor

Ouattara zufolge bietet die regionale Integration Afrikas Unternehmen, die größere Märkte benötigen, um Skaleneffekte zu erzielen, Investitionen zu amortisieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, weiterhin große Chancen.

Er bezeichnet die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone als wichtigen Mechanismus, um die Chancen für ivorische Unternehmen zu erweitern, Handelsströme zu erleichtern und die Entstehung regionaler Wertschöpfungsketten zu fördern.

WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala erklärt in ihrer Begrüßungsrede, das globale Handelssystem durchlaufe eine schwierige Phase und afrikanische Volkswirtschaften seien beim Zugang zu externen Märkten mit Unsicherheit und Fragmentierung konfrontiert. Sie fügt hinzu, dass der Handel dem Kontinent weiterhin Wachstum, Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen ermöglichen könne. Um dieses Potenzial in konkrete Ergebnisse umzusetzen, seien jedoch eine entschlossene politische Führung und politische Veränderungen sowie Reformen bei der WTO und anderenorts nötig.

In unserem früheren Artikel zur Einschätzung der WTO zu konfliktbedingten Handelsstörungen haben wir erläutert, wie Kriege und zunehmende geopolitische Risiken Unternehmen dazu veranlassen, Lieferketten und Schifffahrtsrouten neu auszurichten – mit möglichen Folgen, die über die unmittelbaren Krisen hinausreichen. Wir haben auch auf die Einschätzung der WTO hingewiesen, dass der regionale Handel – insbesondere der vertiefte innerafrikanische Handel – zunehmen könnte, da Länder und Unternehmen angesichts von Fragmentierung und Unsicherheit nach widerstandsfähigeren Wachstumschancen in ihrer Nähe suchen.

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