Frankfurter Zollfahndung beschlagnahmt 1,3 Millionen Schmuggelzigaretten bei Rodgau
Bei einer Kontrolle auf der Autobahn 3 bei Rodgau ziehen Zollbehörden mehr als 1,3 Millionen unversteuerte Zigaretten aus dem Verkehr. Der Fall verweist auf einen Steuerschaden von über 270.000 Euro und löst weitere Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung aus.
Das Wichtigste
- Frankfurter Zollfahndung beschlagnahmt am 13. Oktober 2026 bei Rodgau rund 1,3 Millionen Schmuggelzigaretten verschiedener Marken auf der A3.
- Die sichergestellten Zigaretten ohne deutsche Steuerzeichen verursachen laut Zoll einen Steuerschaden von über 270.000 Euro.
- Die Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung gegen den 51-jährigen bulgarischen Fahrer laufen, er wurde nach Vernehmung freigelassen.
Kontrolle auf der A3 führt zu großem Sicherstellungsfall
Wie berichtet das Zoll unter Berufung auf eigene Angaben, stellen Ermittlerinnen und Ermittler des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main sowie der Hauptzollämter Darmstadt und Dresden die Tabakwaren am Abend des 13. Oktober 2026 bei Fahrzeugkontrollen auf der Autobahn 3 in Höhe Rodgau sicher. Zuvor kontrollieren Zöllnerinnen und Zöllner aus Darmstadt und Görlitz auf dem Rastplatz Weißkirchen einen aus Bulgarien kommenden Lastkraftwagen mit Auflieger.Mit einer Großröntgenanlage entdecken die Einsatzkräfte Unregelmäßigkeiten im vollgeladenen Fahrzeug. Nach Angaben von Carina Orth, Pressesprecherin des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main, finden die Beamtinnen und Beamten zwischen legal transportierter Ware rund 1,3 Millionen geschmuggelte Zigaretten verschiedener Marken und alarmieren anschließend die Frankfurter Zollfahndung.
Orth erklärt zudem, dass die Zigaretten keine deutschen Steuerzeichen tragen und nicht regelkonform transportiert werden. Dadurch entstehe der Allgemeinheit ein Steuerschaden von mehr als 270.000 Euro.
Ermittlungen laufen gegen den Fahrer weiter
Der Fahrer des Lastkraftwagens wird vorläufig festgenommen, gegen ihn wird ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet. Der 51-jährige bulgarische Staatsangehörige befindet sich nach seiner Vernehmung auf Anordnung der sachleitenden Staatsanwaltschaft Darmstadt wieder auf freiem Fuß.Die sichergestellten Tabakwaren werden mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks, Ortsverbände Offenbach und Neu-Isenburg, an einen sicheren Ort gebracht. Die weiteren Ermittlungen führen die Staatsanwaltschaft Darmstadt und das Zollfahndungsamt Frankfurt.
Unsere frühere Berichterstattung zur geplanten Tabaksteuererhöhung ab 2027 zeigte, dass die Bundesregierung die Abgaben auf Tabakprodukte über mehrere Jahre anheben will, um Mehreinnahmen zu erzielen und gesundheitspolitische Ziele zu unterstützen. Dabei wurde auch thematisiert, dass höhere Steuern Ausweichbewegungen in den Schwarzmarkt begünstigen können und der Zoll deshalb handlungsfähig bleiben muss.
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