TSMC plant größere Arizona-Investition nach Rekordgewinn
TSMC lieferte ein weiteres Rekordquartal ab, da die Nachfrage nach KI-Chips die Halbleiterindustrie weiter umgestaltet. Das taiwanische Unternehmen kündigte zudem eine bedeutende Neuinvestition in Arizona an und stärkt damit seine Rolle im Bestreben der USA, die Produktion fortschrittlicher Chips zu sichern.
Höhepunkte
- TSMC-Gewinn stieg um 77,4 %.
- Umsatz erreichte 1,27 Bio. NT$.
- Investitionen in Arizona werden sich auf 265 Mrd. $ belaufen.
- KI-Nachfrage bleibt der Hauptwachstumstreiber.
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Der weltweit größte Auftragsfertiger von Chips gab bekannt, dass der Nettogewinn im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 77,4 % auf 706,56 Mrd. NT$ gestiegen ist und damit die von Analysten erwarteten 632,64 Mrd. NT$ übertroffen hat, wie CNBC berichtete. Der Umsatz erreichte 1,27 Bio. NT$ oder etwa 39,45 Mrd. $, was leicht über den Prognosen lag.
KI-Nachfrage sorgt für weiteren Rekord
Das Quartal markierte den fünften Rekord in Folge beim Nettoeinkommen für TSMC. Der Gewinn stieg zudem um 23,4 % gegenüber dem Vorquartal, während der Umsatz im Vergleich zu 933,79 Mrd. NT$ im Vorjahr um 36 % kletterte.
TSMC prognostiziert für das dritte Quartal einen Umsatz von 44,6 Mrd. $ bis 45,8 Mrd. $ bei einer operativen Marge von 56 % bis 58 %. Der Vorstandsvorsitzende C.C. Wei erklärte, dass die mit künstlicher Intelligenz verbundene Nachfrage extrem stark bleibe.
Das Unternehmen profitiert von Aufträgen einiger der weltweit größten Technologiekonzerne, darunter Nvidia, Apple und Broadcom. High-Performance Computing machte 66 % des Umsatzes nach Plattformen aus, gefolgt von Smartphones mit 22 % und dem Internet of Things mit 5 %.
Fortschrittliche Chips dominieren weiterhin das Geschäft. Technologien von 7 Nanometern und darunter machten 77 % des gesamten Wafer-Umsatzes aus. Das 5-Nanometer-Verfahren trug 33 % zum Umsatz des zweiten Quartals bei, während 3-Nanometer 30 % beisteuerten.
Expansion in Arizona wird ausgeweitet
TSMC gab bekannt, weitere 100 Mrd. $ in Arizona zu investieren, wodurch sich die geplante Gesamtinvestition in dem Bundesstaat auf 265 Mrd. $ erhöht. Das Unternehmen plant den Bau weiterer Logik-Wafer-Fabs für die 2-Nanometer-Massenproduktion sowie fortschrittliche Packaging-Anlagen, um die Nachfrage großer US-Kunden zu bedienen.
Die Expansion erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Regierungen und Technologieunternehmen versuchen, die Abhängigkeit von konzentrierten Chip-Lieferketten in Asien zu verringern. Für TSMC wird Arizona zu einem zentralen Bestandteil seines langfristigen Plans, US-Kunden direkter zu bedienen.
Das Unternehmen hob zudem sein Budget für Investitionsausgaben für dieses Jahr auf 60 bis 64 Mrd. $ an, was die massiven Investitionen in Kapazitäten und fortschrittliche Fertigung widerspiegelt.
Chip-Dominanz bringt Druck mit sich
Die Ergebnisse von TSMC zeigen die Stärke des KI-Investitionszyklus, aber auch den Druck, den er erzeugt. Das Unternehmen verfügt über eine starke Preismacht, doch Analysten sagen, dass es diese vorsichtig einsetzt, um langfristige Kundenbeziehungen zu schützen.
Der Speicher-Boom wirkt sich auch auf Nicht-KI-Märkte aus, wo höhere Komponentenkosten und ein knappes Angebot auf verbrauchernahen und preissensiblen Segmenten lasten. Dennoch stiegen die TSMC-Aktien am Donnerstag um 1,23 % und haben in diesem Jahr bereits um mehr als 58 % zugelegt, was das Vertrauen der Anleger in seine zentrale Rolle bei der Herstellung fortschrittlicher Chips widerspiegelt.
Zuvor berichteten wir, dass Nvidia Japans Bestrebungen vertieft, da Robotik zur nächsten KI-Front wird.
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