Dmytro Kharkov

Hacker nutzen Github für Krypto-Kriminalität

Hacker nutzen Github für Krypto-Kriminalität
Der Cyberangriff Gitvenom nutzt Github aus, um Kryptowährungs-Wallets zu stehlen.

Eine ausgeklügelte Cyber-Kampagne mit dem Namen Gitvenom hat Kryptowährungs-Brieftaschen gekapert, indem sie bösartigen Code in scheinbar legitime Open-Source-Projekte auf Github eingebettet hat, berichten Forscher.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Georgy Kucherin und Joao Godinho von Kaspersky Lab haben die Operation aufgespürt, die Hunderte von betrügerischen Repositories umfasst, die echte Software-Tools imitieren, von Instagram-Automatisierungsinstrumenten bis hin zu Telegram-Bots zur Verwaltung von Bitcoin-Wallets und sogar Hacking-Tools für Videospiele wie Valorant, berichtet Bitcoin News.

Täuschende Taktiken und vielfältige Nutzlasten

Die Bedrohungsakteure hinter Gitvenom haben fortschrittliche Methoden eingesetzt, um ihre Repositories authentisch erscheinen zu lassen. Sie verwenden KI-generierte README-Dateien, mehrere Tags und künstlich aufgeblähte Commit-Historien, um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Je nach Programmiersprache verstecken die Angreifer ihre Nutzlast auf unterschiedliche Weise.

In Python-Repositories beispielsweise wird bösartiger Code hinter langen Zeilen mit Leerzeichen versteckt, gefolgt von einem Skript-Entschlüsselungsbefehl. In JavaScript-Projekten ist die Malware in eine Funktion eingebettet, die Base64-kodierte Skripte entschlüsselt und ausführt. In C-, C++- und C#-Projekten werden versteckte Batch-Skripte in Visual Studio-Projektdateien eingefügt, um sicherzustellen, dass die Malware während des Build-Prozesses ausgeführt wird.

Sobald die versteckten Skripte ausgeführt werden, laden sie zusätzliche bösartige Komponenten aus von Angreifern kontrollierten Github-Repositories herunter. Zu diesen Komponenten gehört ein Node.js-basierter Stealer, der sensible Daten wie Anmeldeinformationen, Kryptowährungs-Wallet-Informationen und den Browserverlauf extrahiert und die gestohlenen Daten über Telegram an Angreifer sendet. Darüber hinaus werden Open-Source-Tools für den Fernzugriff wie AsyncRAT und die Quasar-Backdoor eingesetzt sowie Clipboard-Hijacker, die kopierte Kryptowährungs-Wallet-Adressen durch vom Angreifer kontrollierte Adressen ersetzen.

Globale Auswirkungen und der Weg in die Zukunft

Die Gitvenom-Kampagne ist seit mindestens zwei Jahren aktiv und wurde in Regionen wie Russland, Brasilien und der Türkei entdeckt. Kaspersky-Forscher warnen, dass Github eine wichtige Ressource für Millionen von Entwicklern auf der ganzen Welt bleibt und Bedrohungsakteure weiterhin gefälschte Softwareprojekte als Infektionsköder nutzen werden.

"Bevor man versucht, einen solchen Code auszuführen oder ihn in ein bestehendes Projekt zu integrieren, sollte man unbedingt gründlich prüfen, welche Aktionen er ausführt", warnen sie. Da das Open-Source-Ökosystem mit diesen eskalierenden Bedrohungen konfrontiert ist, sind erhöhte Wachsamkeit und verbesserte Verfahren zur Codeüberprüfung unerlässlich, um digitale Werte zu schützen und das Vertrauen in die gemeinschaftliche Softwareentwicklung zu erhalten.

Kürzlich schrieben wir, dass die Stablecoin-Neobank Infini am Montag einen großen Rückschlag erlitt, als Hacker 49,5 Millionen USDC von ihrer Plattform abzogen, wie aus On-Chain-Daten hervorgeht.

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