Stablecoins wandeln sich von Spekulationsobjekten zu praktischen Instrumenten für grenzüberschreitende Zahlungen

Stablecoins wandeln sich von Spekulationsobjekten zu praktischen Instrumenten für grenzüberschreitende Zahlungen
Krypto-Börsen dominieren weiterhin den Zugang zu Stablecoins, während die Banken sich zurückhalten

Die Ergebnisse spiegeln das Verhalten der aktiven Krypto-Nutzer wider und nicht das der allgemeinen Öffentlichkeit, da die Umfrage große Märkte wie China und Kanada ausschließt.

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Innerhalb dieses Segments wird die Annahme von Stablecoins zunehmend durch praktische finanzielle Anwendungsfälle und nicht durch Spekulationen geprägt, berichtet BVNK.

Freiberufler und Gigworker erhalten mittlerweile 35 % ihres Einkommens in Stablecoins, wobei 73 % der Befragten angaben, dass dies ihre Möglichkeiten, mit internationalen Kunden zu arbeiten, verbessert. In Afrika ist die Stablecoin-Penetration besonders hoch: 79 % der befragten Krypto-Nutzer besitzen Stablecoins und 92 % geben die lokalen wirtschaftlichen Bedingungen als Hauptmotivation an. Die Akzeptanz von Händlern beeinflusst auch das Verbraucherverhalten, denn 52 % der Inhaber geben an, dass sie speziell deshalb einkaufen, weil ein Geschäft Stablecoin-Zahlungen akzeptiert. Diese Muster deuten darauf hin, dass Stablecoins in den alltäglichen wirtschaftlichen Aktivitäten innerhalb der Krypto-Einwohnergemeinschaften verankert werden.

Krypto-Plattformen führen, während das traditionelle Finanzwesen auf der Strecke bleibt

Trotz der zunehmenden Nutzung werden Stablecoin-Aktivitäten nach wie vor von kryptonativen Plattformen dominiert, wobei die meisten Nutzer ihr Vermögen über zentralisierte Börsen verwalten. Banken, Broker und Zahlungsdienstleister sind in diesem Bereich kaum vertreten, so dass die Börsen die wichtigste Dienstleistungsebene darstellen. Die Umfrage zeigt jedoch, dass diese Dominanz nicht unbedingt auf ein größeres Vertrauen in Kryptounternehmen zurückzuführen ist.

Rund 77 % der Befragten gaben an, dass sie wahrscheinlich ein Stablecoin-Wallet eröffnen würden, wenn es direkt über ihre persönliche Bank oder eine Fintech-App angeboten würde. In Volkswirtschaften mit niedrigem und mittlerem Einkommen steigt diese Zahl auf 83 %, was die ungedeckte Nachfrage nach regulierten und vertrauten Vertriebskanälen verdeutlicht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass traditionelle Finanzinstitute möglicherweise eine Gelegenheit verpassen, ein wachsendes Zahlungs- und Sparsegment zu erobern, das bereits unter Kryptonutzern aktiv ist.

Nutzer wollen Einfachheit im Mainstream, nicht Krypto-Komplexität

Selbst unter den regelmäßigen Stablecoin-Nutzern ist die Erfahrung noch lange nicht reibungslos. Als größte Bedenken wurden irreversible Zahlungen (30 %) und komplexe Prozesse (22 %) genannt, was das Unbehagen über den Mangel an Verbraucherschutz bei Kryptowährungen widerspiegelt. Die Befragten wünschen sich, dass sich Stablecoins mehr wie herkömmliche Zahlungssysteme verhalten, mit einfacheren Schnittstellen, breiterer Händlerunterstützung und klareren Schutzmaßnahmen wie Rückerstattungen oder Streitschlichtungsmechanismen.

Für die B2B-Finanzbranche weist die Umfrage auf einen Markt hin, der bereits aktiv ist, aber von den etablierten Anbietern noch nicht ausreichend bedient wird. Die Art und Weise, wie Banken und Fintechs ihre Stablecoin-Angebote strukturieren - und ob sie die Komplexität reduzieren und gleichzeitig mehr Vertrauen und Schutz bieten können - kann darüber entscheiden, wie sich die Akzeptanz über die Krypto-Native hinaus entwickelt.

Kürzlich schrieben wir, dass sich Stablecoins schnell von den Rändern des Kryptohandels in den Kern des regulierten Finanzwesens bewegen, was die Banken dazu veranlasst, lang gehegte Annahmen über digitale Dollar zu überdenken.

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