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In Washington kommt Bewegung in die lang erwartete Krypto-Gesetzgebung, die die Regulierung digitaler Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten neu definieren könnte.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, sagte bei Fox Business, dass er eine 90-prozentige Wahrscheinlichkeit sieht, dass ein umfassendes Krypto-Gesetz bis April 2026 verabschiedet wird, und berief sich dabei auf die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Gesetzgebern, Regulierungsbehörden und Branchenführern.
Im Mittelpunkt der Debatte steht das CLARITY-Gesetz für den Markt für digitale Vermögenswerte, ein Vorschlag zur Abgrenzung der Regulierungsbefugnisse zwischen der Securities and Exchange Commission und der Commodity Futures Trading Commission. Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, zu bestimmen, welche Token als Wertpapiere gelten und welche unter die Aufsicht für Rohstoffe fallen, und gleichzeitig klarere Registrierungswege für Börsen, Makler und Verwahrer zu schaffen.
Das Repräsentantenhaus hat die Gesetzgebung bereits vorangetrieben, und der Senat prüft nun entsprechende Bestimmungen. Das Weiße Haus und das Finanzministerium haben ihre Unterstützung signalisiert, während die Koordinierungsbemühungen zwischen der SEC und der CFTC - einschließlich Initiativen wie "Project Crypto" - dazu beigetragen haben, die seit langem bestehenden Zuständigkeitsstreitigkeiten zu lösen.
Garlinghouse hat argumentiert, dass die anhaltende Unsicherheit die Innovation behindert hat. "Die Branche kann nicht in der Schwebe leben", sagte er und betonte die Notwendigkeit von vorhersehbaren Compliance-Standards. Ripple selbst hat 2023 ein Bundesgerichtsurteil erwirkt, das besagt, dass XRP bei Verkäufen auf dem Sekundärmarkt kein Wertpapier ist - eine Entscheidung, die weithin als Meilenstein für die Branche angesehen wird.
Die Wahrscheinlichkeit, dass das Gesetz bis zum Ende des Jahres verabschiedet wird, liegt bei etwa 80 %, was das wachsende Vertrauen des Marktes widerspiegelt, auch wenn die Verhandlungen über das Gesetz noch andauern.

Wahrscheinlichkeit der Verabschiedung des CLARITY-Gesetzes. Quelle: Polymarket
Trotz des Fortschritts gibt es weiterhin Meinungsverschiedenheiten - insbesondere über die Renditemechanismen von Stablecoins. Während einige Gesetzesvorschläge die Emittenten an der Zahlung von Zinsen hindern, haben Banken Bedenken geäußert, dass börsenbasierte Belohnungsprogramme de facto als Renditeprodukte fungieren und möglicherweise Einlagen von traditionellen Institutionen abziehen könnten.
Das Angebot an renditeträchtigen Stablecoins hat seit Ende 2024 stark zugenommen und erreichte 2025 ein Volumen von mehreren Milliarden Dollar. Dieses rasante Wachstum hat die politische Debatte darüber verschärft, wie solche Produkte im Rahmen der Geldwäschebekämpfung, der Verwahrung und des Verbraucherschutzes reguliert werden sollten.
Auch Corporate Treasurer beobachten die Entwicklungen genau. Stablecoins wie USDC und USDT werden zunehmend für grenzüberschreitende Zahlungen und das Liquiditätsmanagement verwendet. Allerdings werden Stablecoins sowohl nach den IFRS- als auch nach den GAAP-Rechnungslegungsstandards im Allgemeinen als immaterielle Vermögenswerte und nicht als Zahlungsmitteläquivalente behandelt, was eine sorgfältige Bewertung und Berichterstattung erfordert.
Ripple hat in den letzten Jahren beträchtliches Kapital für Übernahmen eingesetzt und seine Präsenz in den Bereichen Custody, Prime Brokerage und Treasury-Lösungen erweitert. Garlinghouse signalisierte, dass sich der unmittelbare Fokus des Unternehmens von der Verfolgung neuer, groß angelegter Geschäfte auf die Konsolidierung und Integration der bestehenden Geschäfte verlagern wird.
Im Falle seiner Verabschiedung könnte das CLARITY-Gesetz die aufsichtsrechtlichen Risikoprämien verringern, eine klarere Marktstruktur schaffen und eine breitere institutionelle Beteiligung fördern. Die Umsetzung würde sich jedoch wahrscheinlich in mehreren Phasen vollziehen, von der Verabschiedung durch den Gesetzgeber bis hin zur Aufstellung von Regeln durch die Behörden und deren Durchsetzung.
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