SEC und CFTC bereiten gemeinsamen Ansatz zur Regulierung des US-Kryptomarktes vor

SEC und CFTC bereiten gemeinsamen Ansatz zur Regulierung des US-Kryptomarktes vor
SEC und CFTC planen gemeinsame Aufsicht

Die US-Finanzaufsichtsbehörden planen eine stärkere Koordinierung bei der Regulierung von Kryptowährungen und Derivatemärkten. Der Vorsitzende der US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC), Paul Atkins, sagte, die Behörde wolle enger mit der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zusammenarbeiten, um sich überschneidende Anforderungen zu reduzieren und die Regulierung für die Marktteilnehmer klarer zu gestalten.

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Atkins machte diese Bemerkungen auf der FIA Global Clearing Markets Conference in Boca Raton, Florida. Die Veranstaltung bringt traditionell Vertreter der wichtigsten Börsen, Clearing-Organisationen und Finanzinstitute zusammen, die auf den Derivatemärkten tätig sind. Nach Ansicht des SEC-Vorsitzenden können übermäßige Unterschiede zwischen den Regulierungssystemen die Kosten erhöhen und die Liquidität verringern, während koordinierte Regeln die Widerstandsfähigkeit der Finanzmärkte verbessern können.

SEC und CFTC verstärken Koordination

Eines der Schlüsselelemente des neuen Ansatzes wird eine Absichtserklärung zwischen der SEC und der CFTC sein. In dem Dokument soll dargelegt werden, wie die beiden Behörden bei der Überwachung, Durchsetzung und Auslegung von Vorschriften für Unternehmen, die gleichzeitig auf Wertpapier- und Derivatemärkten tätig sind, zusammenarbeiten werden.

Atkins wies darauf hin, dass Unternehmen in der Vergangenheit häufig mit Situationen konfrontiert waren, in denen ein und derselbe Verstoß parallele Untersuchungen oder Sanktionen von verschiedenen Behörden auslösen konnte. Seiner Ansicht nach verbessert ein solcher Ansatz die Aufsicht nicht und schafft stattdessen zusätzliche Belastungen für die Marktteilnehmer.

In dem vorgeschlagenen Rahmen erörtern die Regulierungsbehörden einen Mechanismus, der als "Ersatzbefolgung" bekannt ist. Das Konzept bedeutet, dass die Einhaltung der Vorschriften der einen Behörde teilweise ähnliche Anforderungen der anderen Behörde erfüllen könnte. Es wird erwartet, dass dieser Ansatz den administrativen Druck auf Firmen, die unter beiden Regulierungssystemen registriert sind, verringern wird.

Die SEC und die CFTC beabsichtigen auch, bei der Klassifizierung neuer Finanzinstrumente, einschließlich Derivatkontrakten und Produkten in Verbindung mit digitalen Vermögenswerten, zusammenzuarbeiten.

Was dies für die Kryptoindustrie bedeuten könnte

Eine engere Abstimmung zwischen der SEC und der CFTC könnte die Betriebsbedingungen für Kryptounternehmen in den Vereinigten Staaten neu gestalten. Die Behörden planen die Einrichtung einer gemeinsamen Konsultationsplattform, über die Marktteilnehmer neue Finanzprodukte mit Vertretern beider Aufsichtsbehörden gleichzeitig diskutieren können.

Darüber hinaus sprach sich Atkins für einen breiteren Einsatz von Cross-Margining-Mechanismen auf den Derivatemärkten aus. Solche Instrumente ermöglichen es den Marktteilnehmern, dieselben Sicherheiten über mehrere Handelsplattformen hinweg zu nutzen und so die Kapitaleffizienz zu verbessern.

Die Diskussion über die regulatorische Koordinierung findet vor dem Hintergrund einer breiteren politischen Agenda in den Vereinigten Staaten statt. Die Regierung von Donald Trump hat bereits ihre Absicht erklärt, das Land zur "Krypto-Hauptstadt des Planeten" zu machen. Gleichzeitig debattiert der Kongress weiterhin über den CLARITY Act, einen Gesetzentwurf, der die Verteilung der Befugnisse zwischen der SEC und der CFTC in Bezug auf digitale Vermögenswerte festlegen soll.

Die Einführung eines neuen Regulierungsmodells könnte die regulatorische Unsicherheit auf dem US-amerikanischen Kryptomarkt verringern. Ein besser koordinierter Ansatz der SEC und der CFTC könnte ein berechenbareres regulatorisches Umfeld schaffen, die Einführung neuer Finanzprodukte vereinfachen und das Interesse institutioneller Anleger am Sektor der digitalen Vermögenswerte steigern.

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