Traders Union Studie: 42 % der Anleger sind bereit, tokenisierte Aktien zu kaufen

Traders Union Studie: 42 % der Anleger sind bereit, tokenisierte Aktien zu kaufen
Wer ist bereit, in tokenisierte Aktien zu investieren?

Privatanleger zeigen Interesse an tokenisierten Aktien, doch Fragen zur Regulierung und zum Eigentumsschutz behindern weiterhin eine breite Akzeptanz. Eine Untersuchung von Traders Union ergab, dass viele Marktteilnehmer solchen Vermögenswerten gegenüber offen sind, sich aber ein klareres Verständnis darüber wünschen, wie diese erworben, verwahrt und rechtlich geschützt werden.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Das Interesse wächst schneller als das Verständnis

In der Studie „Would Retail Investors Buy Tokenized Stocks?“ befragten Analysten von Traders Union 1.500 Anleger aus Nordamerika, Europa, Asien, Lateinamerika, Afrika und Schwellenländern. Die Ergebnisse zeigten, dass 42 % der Befragten bereit sind, tokenisierte Aktien zu kaufen. Weitere 31 % würden dies in Erwägung ziehen, nachdem sie mehr über das neue Anlageinstrument erfahren haben.

Traditionelle Aktien bleiben für 21 % der Befragten die bevorzugte Option, während 6 % noch unentschlossen sind. Insgesamt stehen die meisten Anleger der Tokenisierung positiv gegenüber, obwohl ein erheblicher Anteil noch nicht bereit ist, sofort zu investieren.

Gleichzeitig gaben nur 18 % der Teilnehmer an, vollständig zu verstehen, wie tokenisierte Aktien funktionieren. Weitere 37 % verfügen über ein allgemeines Verständnis, während 24 % den Begriff zwar schon einmal gehört haben, aber nicht wissen, was er bedeutet. Für 21 % der Befragten war das Konzept völlig neu.

Zugang zu teuren Aktien ist der größte Anreiz

Anleger nannten das Teileigentum (Fractional Ownership) als Hauptvorteil von tokenisierten Aktien. Diese Option wurde von 34 % der Teilnehmer gewählt.

Der Handel rund um die Uhr zog 22 % der Befragten an, während schnellere Transaktionen und Abwicklungen für 18 % attraktiv waren. Weitere 16 % hoben den Zugang zu globalen Märkten hervor, während niedrigere Gebühren nur für 10 % der Hauptvorteil waren.

Die Ergebnisse legen nahe, dass Anleger mehr an den praktischen Vorteilen als an der Blockchain-Technologie selbst interessiert sind. Die Tokenisierung ermöglicht es Menschen, kleinere Beträge in teure Aktien zu investieren und außerhalb der Standard-Börsenzeiten zu handeln.

Regulierung bleibt das größte Hindernis

Mangelnde klare Regulierung und fehlender Anlegerschutz wurden von 32 % der Befragten als Hauptsorge genannt. Weitere 24 % waren besorgt über die Unsicherheit bezüglich der Rechte von Eigentümern tokenisierter Vermögenswerte.

Sicherheitsrisiken, einschließlich Hacking, wurden von 21 % der Teilnehmer angeführt. Mangelndes Vertrauen in Plattformen besorgte 15 %, während nur 8 % die Komplexität der Technologie wählten.

Anleger möchten verstehen, was genau der Token repräsentiert, wo die zugrunde liegende Aktie verwahrt wird und ob die Eigentümer Dividenden- und Stimmrechte erhalten. Analysten sind der Meinung, dass das Interesse an dem neuen Format ohne klare Antworten auf diese Fragen kaum zu einer Massenadaption führen wird.

Brokern wird mehr vertraut als Krypto-Börsen

Rund 38 % der Teilnehmer gaben an, dass sie den Kauf von tokenisierten Aktien über einen traditionellen Broker bevorzugen würden. Weitere 27 % entschieden sich für eine Großbank oder ein anderes Finanzinstitut.

Regulierten Kryptowährungsbörsen vertrauten 21 % der Befragten, während nur 7 % dezentrale Plattformen bevorzugten. Der gleiche Anteil hatte keine besondere Präferenz.

Laut den Analysten der Traders Union könnte die Massenadaption von tokenisierten Aktien von deren Integration in die Dienstleistungen bekannter Broker und Banken abhängen. Trotz der Entwicklung der Blockchain-Infrastruktur genießen traditionelle Finanzunternehmen bei Privatanlegern nach wie vor größeres Vertrauen.

Tokenisierte Aktien werden traditionelle Aktien wahrscheinlich nicht ersetzen

Mehr als die Hälfte der Befragten, 54 %, glaubt, dass tokenisierte und traditionelle Aktien in den nächsten fünf Jahren nebeneinander existieren werden. Nur 17 % erwarten, dass tokenisierte Vermögenswerte zum wichtigsten Investmentformat werden.

Weitere 21 % glauben, dass das Instrument ein Nischenprodukt bleiben wird, während 8 % keine Prognose abgeben konnten.

Traders Union kam zu dem Schluss, dass Anleger die Tokenisierung eher als einen zusätzlichen Weg für den Zugang zum Aktienmarkt sehen und nicht als Ersatz für traditionelle Brokerkonten. Die künftige Entwicklung dieses Segments wird in erster Linie von der Regulierung, dem rechtlichen Schutz und dem Vertrauen in die Plattformen abhängen, die diese Vermögenswerte anbieten.

Zuvor veröffentlichte Traders Union eine Studie, die erklärt, warum die meisten Trader an Prop-Firm-Challenges scheitern.

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