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Binance hat Agent OS gestartet, eine Plattform, die es KI-Agenten erlaubt, auf Marktdaten zuzugreifen, Kontostände zu überwachen und Kryptowährungstransaktionen auszuführen. Nutzer können festlegen, welche Aktionen die Agenten durchführen dürfen, sowie Limits und den maximalen Zugriff auf Gelder bestimmen.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Die Plattform unterstützt KI-Tools wie ChatGPT, Claude Code, Codex und Cursor. Neben dem Handel können Agenten Zahlungen tätigen und mit Wallets sowie anderen Onchain-Diensten von Binance interagieren.
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Kontoinhaber können einem Agenten Zugriff auf Kontoinformationen gewähren und ihn autorisieren, innerhalb vordefinierter Grenzen zu handeln. Der Zugriff kann jederzeit widerrufen werden.
Für eine zusätzliche Trennung der Gelder ermöglicht Binance den Nutzern, einem KI-Agenten ein eigenes Unterkonto zuzuweisen. Dadurch lässt sich die Handelsaktivität und das verfügbare Kapital des Agenten vom Hauptkonto des Nutzers isolieren.
Binance kann die über Agent OS ausgeführten Trades überwachen, hat jedoch keinen Einblick in die externen Informationsquellen eines Agenten oder die Entscheidungslogik. Diese Prozesse finden innerhalb der vom Nutzer gewählten KI-Anwendung statt.
Agent OS bietet zudem Zugang zur Zahlungs- und Onchain-Infrastruktur der Börse. So können Agenten nicht nur handeln, sondern auch eigenständig Dienstleistungen bezahlen und mit Blockchain-Anwendungen interagieren.
Binance ist nicht die erste große Plattform, die ihre Handelsinfrastruktur für KI öffnet.
Im Juni hat Coinbase Coinbase for Agents eingeführt, wodurch Modelle wie ChatGPT und Claude mit Nutzerkonten verbunden werden und eigenständig Handelsstrategien ausführen können. Der Service unterstützt zudem automatisierte Zahlungen über das x402-Protokoll.
Kraken verfolgt einen zurückhaltenderen Ansatz. Der im Juli eingeführte KI-Assistent analysiert Märkte und schlägt auf Basis der Ziele und Risikobereitschaft der Nutzer Trades vor, benötigt jedoch vor der Ausführung eine menschliche Freigabe.
Die Entwicklung solcher Dienste könnte einen bedeutenden neuen Anwendungsfall für Blockchain-Technologie schaffen. Sandy Kaul, Leiterin für digitale Vermögenswerte und Branchenberatung bei Franklin Templeton, ist überzeugt, dass die KI-Agenten-Ökonomie die Nachfrage nach Netzwerken erhöhen wird, die große Mengen kleiner Zahlungen zwischen Softwareanwendungen verarbeiten können.
Die Trump-Regierung sieht sich nach Vorfällen, bei denen autonome Agenten unbefugten Zugriff auf Unternehmenssysteme erlangten, einem wachsenden Druck hinsichtlich der KI-Aufsicht ausgesetzt. Diese Fälle haben die Debatte über Sicherheitsanforderungen für KI-Systeme, die eigenständig über externe Dienste agieren können, verschärft.