EUR/CHF zeigt Anzeichen einer Umkehr, da sich vor den Schweizer Inflationsdaten ein Keil bildet
EUR/CHF, das sich in einem mehrjährigen Abwärtstrend befindet, zeigt erste Anzeichen einer möglichen Umkehr, da technische Analysten auf eine Keilformation hinweisen, die sich von den Höchstständen von 2023 aus entwickelt.
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Der jüngste Rückgang auf ein neues Tief unter 0,9210 verstärkte die Besorgnis über eine anhaltende Frankenstärke, eine Entwicklung, die die Schweizerische Nationalbank (SNB) genau beobachtet. Die SNB hat in diesem Jahr wiederholt erklärt, dass die Aufwertung des Frankens Risiken für die exportorientierte Wirtschaft birgt, und sie hat sich die Möglichkeit von Interventionen oder sogar die Wiedereinführung von Negativzinsinstrumenten offen gehalten, sollte der Währungsdruck anhalten, berichtet The Globe and Mail.
Trotz des allgemeinen Rückgangs stellen Markttechniker eine bedeutende Verschiebung in der kurzfristigen Struktur fest. Seit den jüngsten Tiefstständen zeigen die Intraday-Charts einen fünfwelligen Anstieg, ein impulsives Muster, das traditionell das Ende eines Abwärtstrends höheren Grades oder den Beginn einer Erholungsphase signalisiert. Solche Formationen gehen häufig ausgedehnten Aufwärtsbewegungen voraus, wenn auch in der Regel nach einer Phase der Konsolidierung.
Händler konzentrieren sich im Vorfeld des Inflationsberichts auf Schlüsselwerte
Die Marktteilnehmer warten nun auf eine Bestätigung in Form des Kursverhaltens um kritische technische Zonen. Analysten zufolge könnte ein Einbruch in den Unterstützungsbereich von 0,9276-0,9305 eine Gelegenheit für Händler bieten, die sich für eine erneute Stärke des Paares positionieren möchten, vorausgesetzt, der Markt hält sich über dem Entwertungsniveau von 0,9180. Diese Dynamik kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt, da in den kommenden Tagen der jüngste Inflationsbericht der Schweiz veröffentlicht wird - eine Veröffentlichung, die die Erwartungen der SNB hinsichtlich ihrer Politik beeinflussen und als Katalysator für einen erneuten Aufwärtstrend dienen könnte, falls der Preisdruck gedämpft bleibt.

Dynamik des Währungspaares EUR/CHF (November 2025 - Dezember 2025). Quelle: TradingView.
Das Zusammenspiel zwischen technischen Signalen und politischen Risiken sorgt für einen nuancierteren Ausblick für EUR/CHF nach Monaten stetiger Rückgänge. Es ist zwar noch zu früh, um von einer entscheidenden Trendwende zu sprechen, doch Händler sind der Ansicht, dass die Kombination aus Keilkompression, impulsiver Intraday-Struktur und sich abzeichnenden Makrodaten die Voraussetzungen für potenzielle kurzfristige Volatilität schafft.
Was als Nächstes passiert, könnte davon abhängen, ob die SNB ihren Ton als Reaktion auf die Inflation ändert oder ob die Märkte die morgigen Daten als Rechtfertigung für eine weitere Schwächung des Frankens interpretieren.
NZD/USD hält sich über den gleitenden Durchschnitten der 20- und 50-Tage-Linie und signalisiert damit ein kurzfristiges zinsbullisches Momentum, obwohl er unter dem langfristigen 200-Tage-Trend bleibt. Die Momentum-Indikatoren sprechen für einen weiteren Aufwärtstrend, aber überkaufte Oszillatoren deuten auf das Risiko eines kurzfristigen Rückschlags oder einer Konsolidierung hin.
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