BMFTR fördert Forschung für Energie, Klima und Nachhaltigkeit in Deutschland
Quelle: BMFTR (Home)
Höhepunkte
- Das BMFTR investiert jährlich über 700 Millionen Euro in Forschungs- und Innovationsprojekte zu Energie, Klima und Nachhaltigkeit mit dem Ziel schneller Praxisumsetzung.
- Forschungsschwerpunkte umfassen unter anderem Industrieumstellung auf erneuerbare Energien, Klimaanpassung, Biodiversitätsschutz, neue Mobilitätskonzepte sowie Zukunftsfelder wie Wasserstoff und Fusion.
- Die Digitalisierungsinitiative „Natürlich.Digital.Nachhaltig.“ und der Förderschwerpunkt digitale Nachhaltigkeitsinnovationen sollen ökologische Effekte durch effizientere Prozesse und Innovationen verstärken.
Mit Blick auf steigenden Energiebedarf, häufigere Wetterextreme und den Umbau der Industrie bündelt die Bundesregierung ihre Forschungsförderung stärker rund um Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) setzt dabei auf Programme, die von erneuerbaren Energien bis zu Digitalisierung reichen. Nach Angaben des Ministeriums sollen Forschungsergebnisse schneller in Anwendungen für Wirtschaft, Kommunen und Gesellschaft überführt werden.
Förderlinien von Energiewende bis Biodiversität
Das BMFTR beschreibt seine Förderung als zentralen Hebel, um Industrie und Gesellschaft nachhaltiger auszurichten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Umstellung der Industrie auf erneuerbare Energien und den Einsatz nicht-fossiler Rohstoffe, um Klima und Ressourcen zu schützen und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Zudem unterstützt das Ministerium Forschung, die die Vorhersage von Wetterextremen wie Hitze und Starkregen verbessert und gemeinsam mit lokalen Akteuren Maßnahmen zur Anpassung und Risikovorsorge entwickelt.Ein weiterer Fokus ist der Erhalt der Biodiversität und die nachhaltige Nutzung von Ökosystemleistungen, damit Praxisakteure Instrumente erhalten, um Artenverlust zu stoppen. Parallel werden neue Mobilitätskonzepte gefördert, die nachhaltige, zuverlässige und bezahlbare Mobilität in Stadt und Land ermöglichen sowie Gesundheit und Sicherheit berücksichtigen. Als zusätzliche Zukunftsfelder nennt das Ministerium Forschung an Wasserstofftechnologien sowie an Fusion, um künftige Energieoptionen auszubauen.
Mehr als 700 Millionen Euro pro Jahr
Finanziell beziffert das BMFTR seine Aktivitäten im Bereich Energie, Klima und Nachhaltigkeit auf ein jährliches Fördervolumen von mehr als 700 Millionen Euro. Das Geld fließt in Forschungs- und Innovationsvorhaben, die von Klimaanpassung über Ressourcen- und Kreislaufwirtschaftsthemen bis zu gesellschaftlichen Innovationen reichen. Ziel ist es, den Transfer in die Praxis zu beschleunigen, damit Maßnahmen etwa in Kommunen, Unternehmen und regionalen Projekten schneller wirken können.Als Dachstrategie nennt das Ministerium die 2020 veröffentlichte Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit“ (FONA), die nach Angaben des BMFTR bis 2025 Orientierung für zentrale Zukunftsthemen wie Wasserstoff, Dekarbonisierung der Industrie, Kreislaufwirtschaft, Bioökonomie, Biodiversitätsschutz, Klimaanpassung und nachhaltige Nutzung der Meere gibt. Die Strategie richtet sich an den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen aus. Außerdem betont das Ministerium die Rolle der Forschung für die Umsetzung der Zukunftsstrategie des Bundes.
Digitalisierung als Hebel für Nachhaltigkeit
Einen wachsenden Stellenwert erhält die Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit, die das BMFTR als „twin transition“ beschreibt. Digitale Anwendungen sollen Prozesse schneller und effizienter machen und damit auch ökologische Effekte unterstützen. Als Grundlage verweist das Ministerium auf den Aktionsplan „Natürlich.Digital.Nachhaltig.“, der Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammenführt.Aufbauend darauf treibt das BMFTR die Initiative „Digitale Nachhaltigkeitsinnovationen“ voran und schafft einen eigenen Förderschwerpunkt zum Konnex Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die Initiative ist laut Ministerium in der Digitalstrategie und in der Zukunftsstrategie Forschung und Innovation verankert. Ziel sei, digitale Nachhaltigkeitsinnovationen mit besonders großem Wirkpotenzial zu identifizieren und zu fördern, damit Digitalisierung nicht nur wirtschaftliche Vorteile bringt, sondern auch Menschen, Gesellschaft und natürliche Lebensgrundlagen unterstützt.
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