BMFTR vereinfacht Förderzugang mit KMU-innovativ in Deutschland

BMFTR vereinfacht Förderzugang mit KMU-innovativ in Deutschland
KMU-innovativ vereinfacht Förderung

Quelle: BMFTR (Home)

Höhepunkte

  • Die Förderinitiative KMU-innovativ des BMFTR ermöglicht durch feste Einreichstermine am 15. April und 15. Oktober eine verbesserte Planbarkeit für Unternehmen.
  • Seit Beginn der Initiative wurden bis Juni 2024 rund 15.700 Ideen eingereicht, etwa 2.700 Vorhaben gefördert und über 4.500 KMU waren beteiligt.
  • Über 2 Milliarden Euro Fördermittel wurden bereitgestellt, wobei vereinfachte Bonitätsprüfungen für Unternehmen mit Eigenanteilen unter 100.000 Euro pro Jahr gelten.

Für viele mittelständische Betriebe gilt Forschung als Schlüssel, um neue Produkte schneller in den Markt zu bringen, gleichzeitig schrecken Aufwand und Risiko oft ab. Genau hier setzt die Förderinitiative KMU-innovativ an, die seit 2007 läuft und laut Ministerium einen wesentlichen Anteil der KMU-Förderung des Bundes ausmacht. Mit festen Einreichstichtagen am 15. April und 15. Oktober sollen Unternehmen zudem besser planen können.

Förderinitiative mit schnellen Fristen und Lotsendienst

KMU-innovativ ist eine Förderinitiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), die Beantragung und Bewilligung von Fördermitteln für kleine und mittlere Unternehmen vereinfachen soll. Ein zentraler Lotsendienst unterstützt Unternehmen telefonisch bei Fragen zur Antragstellung und zu den Technologiefeldern. Das Verfahren ist zweistufig angelegt; Auswahlergebnisse werden in der Regel innerhalb von drei Monaten nach Einreichen der Projektskizze mitgeteilt, Entscheidungen zur Bewilligung folgen üblicherweise innerhalb weiterer drei Monate nach vollständiger Vorlage der Unterlagen.

Technologiefelder von Biomedizin bis Quanten

Inhaltlich ist die Initiative in eine Reihe von Technologiefeldern gegliedert, die als besonders zukunftsrelevant beschrieben werden. Dazu zählen unter anderem Biomedizin, Bioökonomie, Elektronik sowie autonomes Fahren und High-Performance-Computing, außerdem IKT und interaktive Technologien. Weitere Schwerpunkte sind Klima und Energie, Materialforschung, Medizintechnik, Photonik und Quanten sowie Ressourcen, Kreislaufwirtschaft und die Zukunft der Wertschöpfung.

Bedeutung für den Innovationsstandort und den Mittelstand

Das Ministerium sieht KMU als Treiber praxisnaher Entwicklungen und betont die Rolle risikoreicher Forschungsprojekte, die ohne Förderung häufig nicht umgesetzt würden. Seit Start der Initiative wurden nach Angaben des BMFTR bis Juni 2024 rund 15.700 Ideen eingereicht, etwa 2.700 Vorhaben gefördert und rund 4.500 KMU an geförderten Projekten beteiligt. Insgesamt seien dafür über 2 Milliarden Euro für risikoreiche Projekte bereitgestellt worden, zudem erleichtern vereinfachte Regeln zur Bonitätsprüfung den Zugang, wenn die Eigenanteile eines Unternehmens pro Jahr unter 100.000 Euro liegen.

Zuletzt haben wir über die Förderprogramme des BMFTR für Energie, Klima und Nachhaltigkeit berichtet. Im Mittelpunkt standen die FONA-Strategie bis 2025 sowie jährliche Investitionen von über 700 Millionen Euro in anwendungsnahe Forschung, etwa zu Wasserstoff, Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft und Klimaanpassung. Außerdem beleuchtete der Beitrag die „twin transition“ und den Förderschwerpunkt „Digitale Nachhaltigkeitsinnovationen“ als Hebel, um Nachhaltigkeit durch Digitalisierung zu beschleunigen.

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