Ölpreis hält sich nahe Mehrjahreshochs, während die USA dem Iran ein Ultimatum stellen

Ölpreis hält sich nahe Mehrjahreshochs, während die USA dem Iran ein Ultimatum stellen
Öl in der Nähe von Höchstständen aufgrund der Krise um die Straße von Hormuz

Zu Beginn der Woche befindet sich der Ölmarkt nach wie vor in einem prekären Gleichgewicht. Die Preise halten sich in der Nähe der höchsten Schlussstände seit Mitte 2022, da die Anleger das Risiko einer weiteren Eskalation im Zusammenhang mit der Straße von Hormuz abwägen. Auslöser für die erneute Unsicherheit war ein 48-Stunden-Ultimatum des US-Präsidenten Donald Trump an den Iran, in dem er die vollständige Öffnung der Wasserstraße forderte, begleitet von der Androhung von Luftangriffen auf die iranische Energieinfrastruktur. Teheran drohte im Gegenzug mit Vergeltungsschlägen auf wichtige Infrastrukturen im Nahen Osten.

Höhepunkte

  • Brent und WTI halten sich bei 112 $ bzw. 98 $ und damit in der Nähe der Höchststände von 2022.
  • Die wichtigste Triebkraft des Marktes ist das Risiko einer Eskalation in der Straße von Hormuz, über die etwa 20 % der weltweiten Ölversorgung laufen.
  • Das Ultimatum der USA und die Androhung iranischer Vergeltungsmaßnahmen sorgen für eine hohe geopolitische Risikoprämie.

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Die Straße von Hormuz bleibt der wichtigste Faktor für die Ölpreise

Bloomberg zufolge konzentriert sich der Markt auf einen einzigen kritischen Punkt in der globalen Energieversorgung - die Straße von Hormuz, durch die etwa ein Fünftel der weltweiten Öllieferungen fließt. Jede Bedrohung der Schifffahrt in diesem Gebiet wirkt sich sofort auf die Preise aus, und die aktuelle Situation ist da keine Ausnahme. Am 23. März lag der Preis für Rohöl der Sorte Brent stabil bei 112 $ pro Barrel, während sich WTI nach einem kurzen Anstieg über 120 $ für Brent um 98 $ bewegte.

Weiterer Druck auf den Markt entsteht durch die anhaltenden Streiks gegen regionale Einrichtungen und eine effektive Blockade der Meerenge durch den Iran. Analysten warnen, dass das Risiko weiterer Versorgungsunterbrechungen hoch bleibt, selbst wenn der Markt vorübergehend nicht mehr in eine Richtung tendiert.

Geopolitik überwiegt die normalen Marktfaktoren

Die aktuellen Preisschwankungen sind nicht auf die fundamentale Nachfrage oder saisonale Schwankungen zurückzuführen, sondern auf die drohenden physischen Angebotsverringerungen. Seit Beginn des Konflikts ist Brent bereits um 50 % im Vergleich zum Februar gestiegen, und der Anstieg der Energiepreise verschärft die Inflationsrisiken und verringert die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Lockerung der US-Geldpolitik.

Gleichzeitig gibt es auf dem Markt nach wie vor eine Dualität der Erwartungen. Einerseits stützen die Bedrohungen für die Energieinfrastruktur und die Meerenge eine Risikoprämie. Andererseits glauben einige Marktteilnehmer, dass Washington versuchen könnte, den Markt zu stabilisieren, indem es die Sanktionen gegen iranisches Öl lockert oder andere Maßnahmen zur Erhöhung des Angebots ergreift. Dies hält die Preise davon ab, in die Höhe zu schnellen.

Aktuelle Ölpreise auf der Grundlage der bereitgestellten Abbildung

Laut der Abbildung sind die aktuellen Preise wie folgt

  • WTI Crude - 98,98 $ pro Barrel, Veränderung +0,76 %;

  • Brent Crude - 112,76 $ pro Barrel, Veränderung +0,51 %.

Was der Ölmarkt jetzt einpreist

Die Ölpreise spiegeln derzeit nicht nur den unmittelbaren Schaden wider, sondern auch die Erwartung, dass sich die Krise hinziehen könnte. Da die gegenseitigen Ultimaten der USA und des Irans nach wie vor im Mittelpunkt des Konflikts stehen, dürfte der Ölpreis weiterhin sehr empfindlich auf Erklärungen beider Seiten reagieren.

In einem früheren Bericht haben wir festgestellt, dass die Ölpreise fallen, da die USA und ihre Verbündeten versuchen, die Versorgung zu verbessern und die Straße von Hormuz zu sichern.

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