Nach jahrelangen Sonderzahlungen setzt Porsche die freiwillige Prämie für seine Beschäftigten in Deutschland aus. Betroffen sind mehr als 27.000 Mitarbeiter, nachdem die Boni bereits für 2024 deutlich gekürzt worden waren.
Höhepunkte
- Porsche streicht für das Geschäftsjahr 2025 erstmals seit 1997 die freiwillige Mitarbeiterprämie wegen der angespannten wirtschaftlichen Lage vollständig.
- Porsches Gewinn fiel zuletzt um mehr als 90 Prozent auf 310 Millionen Euro, bedingt durch schwaches China-Geschäft, hohe US-Zölle und Probleme bei Elektro-Modellen.
- Porsche kürzt die Dividende auf weniger als die Hälfte, stoppt den Vorstandbonus sowie Führungskräfte-Gehaltserhöhungen und prüft weitere Sparmaßnahmen inklusive Stellenabbau.
Prämienstopp als Teil des Sparkurses
Wie BILD.de berichtet, bestätigt ein Unternehmenssprecher in Stuttgart, dass es für das Geschäftsjahr 2025 wegen der wirtschaftlichen Lage keine freiwillige Sonderzahlung gibt. Die Belegschaft ist darüber bereits informiert worden.Damit endet bei dem Sportwagenbauer vorerst ein System, das seit 1997 besteht und nach den vorliegenden Angaben seit mindestens 2007 ohne Unterbrechung jährlich ausgezahlt worden ist. Für 2023 erhalten die Beschäftigten nach einer Einigung von Management und Betriebsrat noch bis zu 9.690 Euro pro Mitarbeiter, für 2024 sinkt die Prämie bereits auf maximal 5.250 Euro, nun folgt der vollständige Stopp.
Während Porsche seine Bonuszahlungen aussetzt, zahlen andere deutsche Autobauer weiter Sonderprämien, wenn auch auf niedrigerem Niveau. Bei Mercedes-Benz sollen es bis zu 3.139 Euro sein, bei Volkswagen 1.250 Euro, auch Audi und BMW beteiligen ihre Mitarbeiter weiterhin.
Druck durch Gewinneinbruch und schwaches China-Geschäft
Der Konzern steht nach den im Text beschriebenen Entwicklungen unter erheblichem Ergebnisdruck. Der Gewinn bricht demnach zuletzt um mehr als 90 Prozent auf 310 Millionen Euro ein, belastet durch das schwächere Geschäft in China, hohe Kosten infolge der U.S.-Zollpolitik und Probleme bei Elektro-Modellen.Die finanziellen Belastungen ziehen weitere Einschnitte nach sich. Genannt werden Milliardenkosten für den Strategiewechsel hin zu mehr Verbrennern, Sparprogramme und ein möglicher Stellenabbau; zudem gibt es keinen Jahresbonus für die Vorstände und keine Gehaltserhöhung für die Führungsebene.
Zugleich soll die Dividende für Aktionäre zwar weiter gezahlt werden, aber auf weniger als die Hälfte sinken. Porsche-Chef Michael Leiters spricht von sehr herausfordernden Marktbedingungen, und für 2026 rechnet der Konzern trotz Sparmaßnahmen und neuer Strategie weiterhin mit Druck.
In unserem früheren Beitrag zur BMW-Aktie haben wir die kurzfristige technische Lage und die wichtigsten Kursmarken für Händler eingeordnet. Demnach zeigte der Kurs zwar leichte Stärke über dem MA-20, blieb aber unter MA-50 und MA-200, sodass insgesamt ein seitwärts bis abwärts gerichtetes Bild überwog. Als zentrale Zone nannten wir eine Handelsspanne von 78,50–82,50 € mit 78,50 € als entscheidender Unterstützung und begrenztem Potenzial nach oben ohne klaren Ausbruch.
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