Sachsen drängt auf höhere EU-Zölle, um China-Partner für VW-Werk Zwickau anzulocken

Sachsen drängt auf höhere EU-Zölle, um China-Partner für VW-Werk Zwickau anzulocken
Sachsen fordert höhere EU-Zölle

Angesichts der Krise bei Volkswagen und der bedrohten Standortsicherheit in Deutschland drängt Sachsens Wirtschaftsminister auf schärfere EU-Zölle für Elektroautos aus China. Aus seiner Sicht könnte erst ein stärkerer Zollschutz ein Joint Venture in Zwickau für chinesische Hersteller wirtschaftlich attraktiv machen und damit Jobs in der Region absichern.

Höhepunkte

  • Sachsens Regierung fordert höhere EU-Zölle auf chinesische Elektroautos, um chinesische Investoren für das VW-Werk Zwickau zu gewinnen.
  • Panter drängt die Bundesregierung, sich in Brüssel für strengere Bedingungen beim Marktzugang und für faire Wettbewerbsbedingungen einzusetzen.
  • Am VW-Standort Zwickau sind 8.000 Beschäftigte direkt sowie 20.000 weitere bei Zulieferern betroffen, was die industriepolitische Bedeutung der Debatte unterstreicht.

Folgen für Beschäftigung und Wettbewerbsdruck

Laut Bild erhöht Panter mit seinem Vorstoß zugleich den Druck auf die Bundesregierung, sich in Brüssel für einen härteren europäischen Kurs einzusetzen. Er argumentiert, dass Marktzugang in Europa stärker an Verantwortung für Wertschöpfung und Beschäftigung geknüpft werden sollte, ähnlich den Bedingungen, die ausländische Hersteller in China vorfinden.

Panter hatte bereits im Mai einen Einstieg eines chinesischen Unternehmens in Zwickau ins Spiel gebracht und hält diesen Weg weiterhin für sinnvoll. Er betont, chinesische Hersteller ließen sich nicht aus Europa heraushalten, daher müsse es aus seiner Sicht darum gehen, gleiche Wettbewerbsbedingungen durchzusetzen.

Am VW-Standort Zwickau werden Modelle der elektrischen ID-Serie gefertigt. Dort arbeiten 8.000 Menschen, hinzu kommen nach den Angaben im Bericht weitere 20.000 Beschäftigte bei Zulieferern, sodass die Debatte über Zölle und mögliche Industriepartnerschaften erhebliche Bedeutung für die regionale Autoindustrie hat.

In unserem früheren Beitrag zu den möglichen VW-Werksschließungen in Emden haben wir die wachsende Unsicherheit am Standort und die befürchteten Folgen für Ostfriesland beleuchtet. Dabei ging es um die starke Abhängigkeit von Beschäftigung und Kaufkraft in der Region sowie um Kritik an Rahmenbedingungen wie hohen Strompreisen, Bürokratie und langen Genehmigungsverfahren, die den Industriestandort Deutschland belasten.

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