Öl gibt nach Rallye nach, da Iran-Spannungen die Versorgungsrisiken aufrechterhalten
Die Ölpreise fielen am Donnerstag leicht, da Händler nach einer kräftigen Rallye Gewinne sicherten, auch wenn die jüngste Eskalation zwischen den USA und dem Iran eine geopolitische Prämie am Markt aufrechterhielt. Der Rückgang spiegelte Gewinnmitnahmen und das bisherige Ausbleiben einer bestätigten physischen Unterbrechung der Ölströme am Golf wider, statt einer Entspannung der regionalen Risiken.
Höhepunkte
- WTI notierte bei 79,44 $ pro Barrel, während Brent bei 84,65 $ pro Barrel gehandelt wurde.
- Die Preise gaben nach, da Händler Gewinne sicherten.
- Das Versorgungsrisiko in Hormus bleibt das Hauptaugenmerk.
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WTI-Rohöl-Futures für die Lieferung im August fielen um 0,20 % auf 79,44 $ pro Barrel, während Brent-Rohöl-Futures für die Lieferung im September um 0,35 % auf 84,65 $ nachgaben. Die Preise waren in den letzten Handelssitzungen gestiegen, nachdem eine neue Welle von US-Angriffen auf iranische Militärstandorte die Sorgen über einen breiteren Konflikt und mögliche Versorgungsunterbrechungen nahe der Straße von Hormus wiederbelebt hatte, berichtete Reuters.
Gewinnmitnahmen folgen auf schnelle Rallye
Der Rücksetzer erfolgte, nachdem Rohöl mehrere Tage lang gestiegen war, was den Händlern Anlass gab, Gewinne zu realisieren. An den Ölmärkten steigen die Preise oft schnell aufgrund militärischer Schlagzeilen und pausieren oder fallen dann zurück, wenn Investoren auf Beweise warten, dass Fässer tatsächlich blockiert, verzögert oder vom Markt genommen werden.
Die USA griffen am Mittwoch iranische Küstenverteidigungen und Raketenstellungen an, nachdem sie eine Seeblockade iranischer Häfen wieder eingeführt hatten. Der Iran reagierte mit der Drohung, weitere regionale Energieexporte zu kappen, und bezeichnete die Konfrontation mit Washington als „existenziellen Krieg“.
Diese Drohung bleibt für den Markt ernst. Die Straße von Hormus ist einer der weltweit wichtigsten Energiekorridore, und selbst begrenzte Störungen könnten Fracht-, Versicherungs- und Raffineriekosten erhöhen. Doch ohne bestätigte Lieferverluste entschieden sich einige Händler dafür, Gewinne zu sichern, anstatt den Preisen weiter nach oben zu folgen.
Risikoprämie bei Rohöl bleibt bestehen
Brent nahe 85 $ und WTI nahe 80 $ zeigen, dass der Konflikt weiterhin im Markt eingepreist ist. Der jüngste Rückgang war im Vergleich zur vorangegangenen Rallye gering, was darauf hindeutet, dass die Anleger das Risiko einer Eskalation nicht ignorieren.
Die nächste Bewegung wird davon abhängen, ob die Spannungen beginnen, die physischen Exporte, Schifffahrtswege oder den Tankerverkehr zu beeinträchtigen. Eine direkte Störung um Hormus würde die Käufer wahrscheinlich schnell zurückbringen. Sollten die Ströme anhalten und die Diplomatie an Boden gewinnen, könnte sich die Risikoprämie verringern.
Energiemärkte bleiben anfällig
Der Preisrückgang bedeutet nicht, dass der Ölmarkt ruhig ist. Er zeigt, dass Händler zwischen unmittelbarem militärischem Risiko und bestätigten Versorgungsunterbrechungen unterscheiden.
Für Regierungen, Zentralbanken und Verbraucher ist diese Unterscheidung wichtig. Brent um 85 $ kann den Inflationsdruck weiterhin aufrechterhalten, wenn die Preise erhöht bleiben. Die Gefahr besteht darin, dass ein Markt, der derzeit von der Risikobepreisung getrieben wird, schnell zu einem Angebotsschock führen könnte, falls der Konflikt auf Exportrouten, Häfen oder Tanker übergreift.
Wie wir bereits berichteten, warnt der Iran vor einer Ausweitung der Seeweg-Blockade, während die USA den Druck erneuern.
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