WTI stabilisiert sich nahe der Höchststände, da Nahost-Risiken die Marktstimmung verschärfen

WTI stabilisiert sich nahe der Höchststände, da Nahost-Risiken die Marktstimmung verschärfen
WTI

WTI bleibt in der Nähe der jüngsten Höchststände unterstützt, da geopolitische Risiken erneut die Marktstimmung dominieren. Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass der Iran gedroht hat, seine Huthi-Verbündeten im Jemen einzusetzen, um den Schiffsverkehr durch die Bab-el-Mandeb-Meerenge zu stören, falls die Vereinigten Staaten Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Irans starten. 

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Ein solcher Schritt würde neben der Straße von Hormus einen weiteren kritischen Energiekorridor gefährden und die Besorgnis über die globalen Rohölströme und die Verfügbarkeit von Tankern erhöhen. Auch wenn es bisher zu keiner Unterbrechung gekommen ist, reicht die Drohung allein aus, um eine geopolitische Prämie in den Ölpreisen verankert zu lassen.

OPEC+-Angebotsausweitung konkurriert mit sinkenden Lagerbeständen

Die bullishe Wirkung geopolitischer Entwicklungen wird weiterhin durch die Erwartung einer höheren OPEC+-Produktion ausgeglichen. Die Produzentengruppe bestätigte eine weitere schrittweise Erhöhung der Fördermenge im August und betonte gleichzeitig, dass künftige Anpassungen von den Marktbedingungen abhängig bleiben. Gleichzeitig erwartet die IEA, dass sich die weltweite Ölnachfrage in der zweiten Jahreshälfte erholen wird, während die Lagerbestände nach monatlichen Lieferunterbrechungen weiter sinken, was eine deutliche Korrektur der Rohölpreise verhindert.

Technisches Bild bleibt nach kräftiger Erholung konstruktiv

Der Chart zeigt, dass sich WTI nach einer beeindruckenden Erholung von den Junitiefs um den Bereich von 80 $ konsolidiert. Der Preis notiert weiterhin über seinen kurz-, mittel- und langfristigen gleitenden Durchschnitten, was bestätigt, dass das bullishe Momentum trotz der jüngsten Pause intakt bleibt. Die aktuelle Seitwärtsbewegung scheint eher einer Konsolidierung als einer Trenderschöpfung zu entsprechen, da die Käufer die jüngsten Gewinne weiter verteidigen, während sie auf neue geopolitische oder makroökonomische Katalysatoren warten.

Märkte beobachten Geopolitik und US-Daten für den nächsten Schritt

Der nächste große Katalysator dürfte eher von Entwicklungen im Nahen Osten als von routinemäßigen Wirtschaftsveröffentlichungen kommen. Jede Eskalation im Zusammenhang mit Bab el-Mandeb oder der Straße von Hormus könnte die Erwartungen an das physische Angebot schnell verknappen und die Volatilität in die Höhe treiben. Umgekehrt könnte ein Teil der aktuellen geopolitischen Prämie abgebaut werden, wenn die regionalen Spannungen nachlassen, während die OPEC+-Produktion wie geplant schrittweise steigt. Vorerst bleibt der breitere Ausblick konstruktiv, solange WTI über seiner jüngsten Ausbruchszone bleibt, wie auch in WTI hält Gewinne, da geopolitisches Risiko schwächeren Inflationsausblick ausgleicht beschrieben.

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