WTI behauptet Gewinne, da geopolitische Risiken schwächeren Inflationsausblick ausgleichen

WTI behauptet Gewinne, da geopolitische Risiken schwächeren Inflationsausblick ausgleichen
WTI

WTI bleibt in der Nähe der jüngsten Höchststände unterstützt, da erneute Spannungen im Nahen Osten weiterhin die geopolitische Risikoprämie aufrechterhalten. Sorgen über potenzielle Störungen regionaler Rohölströme haben die bärischen Auswirkungen schwächerer globaler Nachfrageerwartungen überwogen, sodass die Ölpreise widerstandsfähig bleiben. 

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Gleichzeitig begrüßten die Anleger schwächere US-Inflationsdaten, was die Erwartungen an weitere Straffungen durch die Federal Reserve dämpfte und die allgemeinen Aussichten für Risikoanlagen, einschließlich Rohstoffe, verbesserte.

OPEC+ und Nachfrageausblick sorgen für gemischten fundamentalen Hintergrund

Das längerfristige fundamentale Bild bleibt ausgeglichen. Die OPEC+ bestätigte eine weitere graduelle Produktionssteigerung für August und betonte gleichzeitig, dass künftige Förderanpassungen je nach Marktbedingungen flexibel bleiben. Zur gleichen Zeit senkte die OPEC ihre Prognose für das globale Öl-Nachfragewachstum für 2026 und verwies auf Sorgen über eine langsamere Wirtschaftstätigkeit, während die IEA weiterhin erwartet, dass sich die Lagerbestände im weiteren Jahresverlauf bei einer Erholung des Angebots wieder aufbauen. Diese Faktoren dürften das Aufwärtspotenzial begrenzen, sollten die geopolitischen Risiken nachlassen.

Technische Erholung bleibt intakt

Der Stundenchart zeigt, dass WTI seine Erholung nach dem kräftigen Abprallen von den Tiefstständen nahe 70 $ beibehält. Die Preise notieren weiterhin über den kurz-, mittel- und langfristigen gleitenden Durchschnitten, was bestätigt, dass das bullische Momentum trotz der jüngsten Konsolidierung im Bereich von 80 $ bestehen bleibt. Allerdings hat sich der Aufwärtsfortschritt nach der jüngsten Rallye verlangsamt, was darauf hindeutet, dass Käufer möglicherweise einen neuen fundamentalen Katalysator benötigen, bevor sie einen weiteren Ausbruch nach oben versuchen. Solange WTI über der nahen Unterstützung bleibt, ist der kurzfristige technische Ausblick konstruktiv.

Märkte warten auf neue Lagerbestandsdaten und Makro-Veröffentlichungen

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den kommenden EIA-Lagerbestandsbericht, die US-Einzelhandelsumsätze und weitere Mitteilungen der Federal Reserve. Händler werden zudem die Entwicklungen im Nahen Osten beobachten, da jede Eskalation die Angebotswartungen schnell verknappen und die Ölpreise stützen könnte. Umgekehrt könnten Anzeichen für verbesserte Rohölströme oder schwächere Nachfrageindikatoren Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten Anstieg begünstigen.

Trotz der aktuellen Erholung bleibt der Gesamtausblick für WTI bärisch, wie ich in dem Artikel WTI setzt Rallye fort, da Risiken in der Straße von Hormus die Ölpreise stützen anmerkte.

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