BlackRock übertrifft Gewinnschätzungen, während das Vermögen auf 15 Billionen $ steigt

BlackRock übertrifft Gewinnschätzungen, während das Vermögen auf 15 Billionen $ steigt
BlackRock-Vermögen erreicht Rekordwert

Das verwaltete Vermögen von BlackRock stieg im zweiten Quartal auf einen Rekordwert, begünstigt durch steigende Märkte und eine starke Anlegernachfrage nach seinen ETF-Produkten. Der weltweit größte Vermögensverwalter übertraf zudem die Gewinnwartungen, was seine Aktien im vorbörslichen Handel steigen ließ.

Höhepunkte

  • Das Vermögen von BlackRock erreichte 15,34 Billionen $.
  • Die Nettozuflüsse stiegen auf 192 Milliarden $.
  • Der bereinigte Gewinn übertraf die Schätzungen der Wall Street.
  • ETF-Nachfrage und Marktgewinne trieben den Rekord an.

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Das verwaltete Vermögen (AUM) stieg auf 15,34 Billionen $, verglichen mit 12,53 Billionen $ im Vorjahr und 13,89 Billionen $ im ersten Quartal, wie Reuters berichtete. Die BlackRock-Aktie legte im vorbörslichen Handel um 6 % zu, nachdem das Unternehmen einen bereinigten Gewinn von 13,91 $ pro Aktie gemeldet hatte, was über den Analystenschätzungen von 12,59 $ lag.

Märkte und ETFs treiben das Quartal an

Das zweite Quartal war von einer starken Börsenrallye geprägt. Die wichtigsten US-Aktienindizes beendeten den Juni mit ihren größten Quartalsgewinnen seit 2020, während der S&P 500 im Berichtszeitraum um 15 % stieg.

Auch die Mittelzuflüsse der Kunden beschleunigten sich. BlackRock zog netto 192 Milliarden $ an Neugeldern an, verglichen mit 68 Milliarden $ im Vorjahr und 130 Milliarden $ im ersten Quartal. Das iShares-ETF-Geschäft blieb dabei ein wesentlicher Treiber.

Aktienprodukte brachten 71,6 Milliarden $ ein, während festverzinsliche Produkte 92 Milliarden $ anzogen. Der Flow-Mix zeigte, dass Anleger nicht nur Aktien nachjagten, sondern bei sich stabilisierenden Märkten auch ihr Anleihen-Engagement ausbauten.

CEO Larry Fink erklärte, dass die Marktfundamentaldaten weiterhin stark seien, gestützt durch höhere Margen, Gewinndynamik und neue Technologien. Das Unternehmen erhöhte zudem seine geplanten Aktienrückkäufe für 2026 von 1,8 Milliarden $ auf 2 Milliarden $.

Privatmärkte bleiben eine wichtige Wette

BlackRock drängt zudem tiefer in die Privatmärkte vor, wo die Gebühren höher sind als bei vielen ETF-Produkten. Das Unternehmen hat rund 28 Milliarden $ für Übernahmen von Global Infrastructure Partners, HPS Investment Partners und Preqin ausgegeben.

Die Privatmärkte verzeichneten im Quartal Nettozuflüsse von 15,4 Milliarden $. Auf Private Credit entfielen 6 Milliarden $, während Infrastruktur 5,2 Milliarden $ anzog.

Dennoch steht der Private-Credit-Markt weiterhin unter Beobachtung. BlackRock behielt eine Obergrenze von 5 % für vierteljährliche Rücknahmen beim HPS Corporate Lending Fund bei, nachdem Anleger im zweiten Quartal versucht hatten, 13,3 % der Anteile abzuziehen.

Skaleneffekte werden zum Vorteil

Die Ergebnisse unterstreichen, wie BlackRock profitiert, wenn die Märkte steigen und Anleger in Fonds zurückkehren. Das ETF-Franchise verleiht dem Unternehmen Größe bei kostengünstigen Produkten, während die Privatmärkte einen Weg zu höheren Gebühren bieten.

Die Herausforderung besteht darin, beide Seiten des Geschäfts auszubalancieren. ETFs bleiben der Motor für breite Anlegerströme, aber die langfristige Wachstumsstrategie von BlackRock hängt zunehmend von Private Credit, Infrastruktur und Daten-Assets ab.  

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