EUR/USD konsolidiert, da schwächere US-Inflation vorsichtigen EZB-Ausblick ausgleicht
EUR/USD handelt weiterhin innerhalb einer klar definierten Konsolidierungsspanne, nachdem der jüngste US-Inflationsbericht die Erwartungen für weitere Straffungen durch die Federal Reserve gedämpft hat. Schwächer als erwartet ausgefallene VPI-Daten drückten die Renditen von US-Staatsanleihen nach unten und belasteten den Dollar, was dem Euro trotz anhaltender globaler Unsicherheit eine Stabilisierung ermöglichte.
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Die Terminmärkte messen einer Fed-Zinserhöhung im Juli nun eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit bei, obwohl die Entscheidungsträger weiterhin betonen, dass ein einzelner günstiger Inflationsbericht nicht ausreicht, um den Sieg über den Preisdruck zu verkünden.
EZB bleibt trotz Inflationsrisiken vorsichtig
Auf europäischer Seite wägen die Anleger weiterhin den relativ restriktiven Kurs der EZB gegen Anzeichen ab, dass die Entscheidungsträger vorsichtiger werden. Bundesbankpräsident Joachim Nagel erklärte, dass die aktuellen Zinssätze angemessen erscheinen, und sprach sich gegen eine weitere unmittelbare Zinserhöhung aus, auch wenn die mit den Spannungen im Nahen Osten verbundenen höheren Ölpreise ein Risiko für die Inflation bleiben. Das Protokoll der EZB-Sitzung vom Juni zeigte zudem, dass die Währungshüter die geopolitischen Entwicklungen und die Energiemärkte weiterhin genau beobachten, bevor sie über weitere geldpolitische Schritte entscheiden.
Technisches Bild deutet auf anhaltenden Range-Handel hin
Der Chart spiegelt einen Markt wider, der weiterhin in einer breiten Konsolidierungszone zwischen etwa 1,1400 und 1,1470 gefangen ist. EUR/USD testete kurzzeitig die obere Begrenzung, scheiterte jedoch erneut daran, einen nachhaltigen Ausbruch zu etablieren, was erneuten Verkaufsdruck auslöste. Gleichzeitig deuten wiederholte Erholungen aus dem Bereich um 1,1400 darauf hin, dass die Käufer die Unterstützung weiterhin verteidigen, während sich der längerfristige gleitende Durchschnitt allmählich abflacht, was das Fehlen eines klaren Richtungstrends untermauert. Sofern nicht eine der beiden Grenzen entscheidend durchbrochen wird, dürfte der kurzfristige Handel eher von Range-Strategien als von Trendfolgen bestimmt bleiben.
Fokus verlagert sich auf kommende Makrodaten
Der nächste wichtige Katalysator für EUR/USD wird wahrscheinlich von weiteren US-Inflationsdaten, der Kommunikation der Federal Reserve und anstehenden Wirtschaftsveröffentlichungen aus der Eurozone kommen. Die Anleger werden zudem die Entwicklungen im Nahen Osten weiter beobachten, da eine erneute Volatilität am Energiemarkt sowohl die Erwartungen an die EZB- als auch an die Fed-Politik beeinflussen könnte. Vorerst begrenzt das schwächere US-Inflationsumfeld das Aufwärtspotenzial für den Dollar, während der vorsichtige Ton der EZB verhindert, dass der Euro ein stärkeres bullisches Momentum entwickelt, wodurch EUR/USD in seiner jüngsten Handelsspanne gefangen bleibt.
Wie ich bereits in EUR/USD konsolidiert, während die Märkte Fed-Risiken und die Unsicherheit im Nahen Osten abwägen anmerkte, bleibt der kurzfristige Ausblick negativ.
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