Was treibt den Euro gegenüber dem Dollar heute an?

Was treibt den Euro gegenüber dem Dollar heute an?
Euro gegenüber dollar steigt heute um 0,57 %

Euro gegenüber US-Dollar (EUR/USD) steigt, da sich Händler vor der Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex für Juni positionieren, der zum zentralen Faktor für die Markterwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve geworden ist. Die Erholung erscheint begrenzt, da das Paar weiterhin unter seinem 50- und 200-Tage-Durchschnitt bleibt und Verkäufer den übergeordneten Trend weiter unter Druck setzen.

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Höhepunkte

  • EUR/USD erholte sich von 1,1354, während Händler auf die Veröffentlichung des US-CPI für Juni warten, um Hinweise auf die Fed-Politik zu erhalten.
  • Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1424 fest und verstärkte damit die vorsichtige Positionierung vor den Inflationsdaten.
  • Technische Signale bleiben trotz kurzfristiger Erholung bärisch, mit einer erwarteten 5-Tage-Spanne von 1,1389–1,1511 $ und hoher Abwärtswahrscheinlichkeit.

Vorsichtige Euro-Positionierung, da Inflationsdaten den Fed-Ausblick steuern

Der Euro gegenüber dem Dollar legte zu, nachdem er sich am 24. Juni von einem jüngsten Tief bei 1,1354 erholt hatte, während sich die Marktaktivität auf die bevorstehende Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex für Juni am 14. Juli 2026 konzentriert. Der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank wurde am 13. Juli auf 1,1424 festgelegt. Die vorsichtige Positionierung der Händler spiegelt die Erwartung möglicher Veränderungen in der Fed-Politik aufgrund dieser Inflationsdaten wider.

Anton Kharitonov, Experte bei Traders Union, sieht EUR/USD unter wichtigen technischen Widerständen kämpfen. Er hebt den anhaltenden Verkaufsdruck oberhalb des 50- und 200-Tage-Durchschnitts hervor und verweist auf die weiterhin vorsichtige Stimmung der Händler vor den US-Inflationsdaten. Kharitonov beobachtet, dass bärische Momentum-Signale jede kurzfristige Erholung überwiegen, was darauf hindeutet, dass Käufer wenig Überzeugung zeigen. Er merkt außerdem die Divergenz zwischen Kurs und technischem Momentum als mögliches Warnsignal für weitere Abwärtsbewegungen an. "Trotz der Erholung sehe ich bei EUR/USD das Risiko erneuter Verkäufe, insbesondere wenn die Makrodaten die Markterwartungen enttäuschen", so Kharitonov.

Viktoras Karapetjanc, Experte bei Traders Union, sieht echte Chancen, da EUR/USD wieder über den 20-Tage-Durchschnitt steigt. Er verweist auf konstruktive Stimmung und makroökonomische Treiber, wobei sich die Märkte nach der CPI-Veröffentlichung auf mögliche Veränderungen der Fed-Politik konzentrieren. Karapetjanc betont, dass eine konstruktive Positionierung den Weg für weitere Aufwärtsbewegungen ebnet, wenn die Bullen den Widerstand durchbrechen. "Solange EUR/USD die kurzfristige Unterstützung hält, bleibt die bullische Struktur intakt und weiteres Wachstum in Richtung 1,1511 $ ist möglich", sagt Karapetjanc.

Jainam Mehta, Marktstratege, verfolgt einen taktischen Ansatz bei EUR/USD. Er stellt fest, dass die Divergenz zwischen Kursstärke und schwachem Momentum Chancen für flexible Trades schafft. Mehta sieht die breite Seitwärtsrange als Raum für Ausbruchs- und Mean-Reversion-Strategien. "Wenn EUR/USD die 1,1449 $ klar durchbricht, würde ich auf schnelle Momentum-Trades achten – aber ein Scheitern auf diesem Niveau könnte die Bären wieder an die Kontrolle bringen", schließt Mehta.

Kurzfristiger Kaufdruck bei anhaltendem mittelfristigem Widerstand

EUR/USD notiert über seinem 20-Tage-Durchschnitt bei 1,1411 $, bleibt aber unter dem 50-Tage- (1,1519 $) und 200-Tage-Durchschnitt (1.166 $). Dies signalisiert kurzfristigen Kaufdruck, doch die mittel- und langfristigen Trends zeigen weiterhin Widerstand durch Verkäufer, mit einer bärischen Ausrichtung zwischen dem 50- und 200-Tage-Durchschnitt. Zu beobachtende Niveaus sind kurzfristig der Widerstand am Wochenhoch von 1,1449 $ und die Unterstützung am 20-Tage-Durchschnitt, 1,1411 $. Die Momentum-Indikatoren sind gemischt. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) und der Average Directional Index (ADX) deuten beide auf anhaltenden Verkaufsdruck hin, während der Relative Strength Index (RSI) bei 36,76 liegt und damit leicht überverkaufte Bedingungen signalisiert. Stochastic RSI und Commodity Channel Index (CCI) sind neutral, aber der Bull/Bear Power (BBP) bei 0,0028 signalisiert eine Dominanz der Käufer im Intraday-Handel. Die Tagesbewegung zeigt, dass EUR/USD um 0,00651 $ (0,57 %) gestiegen ist, nachdem das Paar mit einem Aufwärts-Gap von etwa 0,11 % nahe dem Tageshoch gehandelt wurde. Die Intraday-Volatilität liegt bei 0,68 %. Die Tendenz bleibt fest in Richtung Hochs, doch die Momentum-Indikatoren tendieren weiterhin zum Verkauf und zeigen damit eine Divergenz zur Kursstärke.

Früher stellten Analysten fest, dass EUR/USD wahrscheinlich in einer Seitwärtsrange bleibt, da geopolitische Risiken und gemischte Fundamentaldaten sichere Zuflüsse in den US-Dollar begünstigen. Die aktuelle Positionierung und die technischen Signale bestätigen nun eine vorsichtige, seitwärts gerichtete Tendenz, doch Händler sollten auf mögliche Volatilitätsspitzen rund um die Veröffentlichung des US-CPI achten, die einen entscheidenden Ausbruch aus der aktuellen Konsolidierungsphase auslösen könnten.

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