Mykhailo Ihnatenko

Intel-Aktie vor den Zahlen: Kann INTC einen Abverkauf im IBM-Stil vermeiden?

Intel-Aktie vor den Zahlen: Kann INTC einen Abverkauf im IBM-Stil vermeiden?
Anleger warten auf Intel-Quartalszahlen.

​Intel investiert weiterhin massiv in die Chipfertigung der nächsten Generation, doch die Aufmerksamkeit der Anleger hat sich bereits auf den bevorstehenden Ergebnisbericht des Unternehmens verlagert. Nach dem starken Abverkauf bei IBM ist der Markt gegenüber selbst geringfügigen Gewinnenttäuschungen deutlich weniger nachsichtig geworden.

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Intel baut seine Fertigungskapazitäten weiter aus. Das Unternehmen gab kürzlich eine zusätzliche Investition von 5 Milliarden Euro in seinen irischen Fertigungskomplex bekannt, wo die Produktionskapazitäten für Xeon 6-Prozessoren und Chips der nächsten Generation erweitert werden sollen. Gleichzeitig setzte Intel als erster Halbleiterhersteller die High-NA-EUV-Lithographiesysteme von ASML ein – ein wichtiger Meilenstein bei der Weiterentwicklung seiner Intel Foundry-Strategie und dem Ausbau seines Auftragsfertigungsgeschäfts.

Die Vorteile dieser Investitionen werden jedoch erst in Jahren zum Tragen kommen. In der Zwischenzeit wurde ein Großteil dieses Optimismus bereits in die Aktie eingepreist, was die Erwartungen der Anleger vor dem Intel-Bericht am 23. Juli in die Höhe geschraubt hat. Sollten entweder die Ergebnisse oder die Prognosen des Unternehmens enttäuschen, könnte der Markt ähnlich reagieren wie beim jüngsten IBM-Abverkauf nach dessen vorläufigem Update zum zweiten Quartal.

Intel muss die 110-Dollar-Marke zurückerobern, um das bullische Momentum wiederzubeleben

Den Käufern gelang es nicht, die Aktie oberhalb der 110-Dollar-Marke zu etablieren, was zu dem erwarteten Rücksetzer unter 105 Dollar führte.

Nach dem Test der oberen Grenze der Liquiditätszone von 98–102 Dollar ließ der Verkaufsdruck spürbar nach, und die Aktie zeigte erste Anzeichen einer Stabilisierung.

Sollte es Intel gelingen, die Marke von 110 Dollar während der regulären Handelssitzung zurückzuerobern und zu halten, wird die Wahrscheinlichkeit einer Erholung in Richtung des einfachen gleitenden 50-Tage-Durchschnitts (SMA) und des nächsten Widerstands bei etwa 117 Dollar deutlich steigen.

Intel wappnet sich für einen Test der Quartalszahlen bei hoher Volatilität

Der Ergebnisbericht von Intel am 23. Juli dürfte mittelfristig einer der wichtigsten Katalysatoren für das Unternehmen sein. Nach der Marktreaktion auf IBM sind die Anleger erheblich vorsichtiger geworden, was bedeutet, dass selbst eine geringfügige Verfehlung der Gewinne oder Prognosen starke Kursschwankungen auslösen könnte.

Die Volatilität wird in den kommenden Wochen voraussichtlich erhöht bleiben, was ein diszipliniertes Risiko- und Money-Management sowohl für kurz- als auch für mittelfristige Trader besonders wichtig macht.

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