Erdgas stabilisiert sich nach Ausverkauf, da Lagerüberschuss Erholung begrenzt
Erdgas hat sich nach einem starken Rückgang im Juli stabilisiert, aber der fundamentale Hintergrund bleibt für Bullen herausfordernd. Die jüngsten US-Lagerbestandsdaten zeigten einen weiteren überdurchschnittlichen saisonalen Aufbau, wodurch die Arbeitsgasvorräte komfortabel über dem Fünfjahresdurchschnitt liegen.
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Gleichzeitig haben Wartungsarbeiten am Freeport LNG-Exportterminal die Exportnachfrage vorübergehend reduziert, was die verfügbare Gasmenge auf dem Inlandsmarkt erhöht und das Potenzial für eine stärkere Erholung begrenzt.
Wetteraussichten gleichen geopolitische Unterstützung aus
Heiße Sommertemperaturen stützen weiterhin die Stromnachfrage für Klimaanlagen, aber aktualisierte Wettervorhersagen deuten darauf hin, dass die Kühlnachfrage im Laufe dieses Monats in weiten Teilen der USA nachlassen könnte. Unterdessen haben geopolitische Spannungen im Nahen Osten die globalen Energiepreise in die Höhe getrieben und die Volatilität an den europäischen Gasmärkten aufgrund von Sorgen über LNG-Flüsse durch die Straße von Hormus erhöht. Diese Risiken hatten jedoch dank der komfortablen inländischen Versorgungslage nur begrenzte Auswirkungen auf die US-Erdgaspreise.
Technisches Bild bleibt vorsichtig
Der Stundenchart zeigt, dass Erdgas versucht, sich nach einem steilen Ausverkauf in Richtung der 2,85-Dollar-Marke zu stabilisieren. Eine bescheidene Erholung hat eingesetzt, aber die Preise bleiben unter den kurz-, mittel- und langfristigen gleitenden Durchschnitten, was darauf hindeutet, dass das bärische Momentum noch nicht vollständig umgekehrt wurde. Sofern die Käufer die nahegelegene Widerstandszone um 2,95 bis 3,00 Dollar nicht zurückerobern, wird die aktuelle Erholung wahrscheinlich eher ein korrektiver Abprall als der Beginn eines nachhaltigen Aufwärtstrends bleiben.
Lagerbestände und LNG bleiben die wichtigsten Katalysatoren
Mit Blick auf die Zukunft werden Händler den nächsten EIA-Lagerbestandsbericht, Updates zur LNG-Exportaktivität und Änderungen der US-Wettervorhersagen genau beobachten. Während die EIA weiterhin erwartet, dass die Erdgasnachfrage aus dem Stromsektor historisch stark bleibt, wird prognostiziert, dass die überdurchschnittlichen Lagerbestände über einen Großteil der Einspeisesaison bestehen bleiben, was den Aufwärtsdruck auf die Preise begrenzt, sofern sich das Angebot nicht verknappt oder die LNG-Nachfrage nach Abschluss der Wartungsarbeiten anzieht.
Wie ich in dem Artikel Natural gas extends decline as storage surplus offsets geopolitical risk anmerkte, könnte sich NATGAS kurzfristig weiter nach unten bewegen.
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