Konflikt zwischen USA und Iran weitet sich aus, während Schiffsverkehr in Hormus sinkt

Konflikt zwischen USA und Iran weitet sich aus, während Schiffsverkehr in Hormus sinkt
Hormus-Verkehr sinkt bei steigendem Kriegsrisiko

Die Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran ist in eine gefährlichere Phase eingetreten, nachdem Washington seine Marinekampagne ausgeweitet und einen Öltanker in der Nähe des wichtigsten iranischen Exportterminals angegriffen hat. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus geht zurück, was das Risiko erhöht, dass der Konflikt weiter auf die globalen Energiemärkte übergreift.

Höhepunkte

  • Die USA griffen einen Tanker nahe dem iranischen Terminal auf der Insel Charg an.
  • Die Ölströme durch Hormus fielen auf 3,9 Millionen Barrel pro Tag.
  • Der Iran beschoss US-Stützpunkte in Kuwait und Jordanien.
  • Brent blieb nach einem starken Anstieg in dieser Woche nahe 85 $.

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Die USA trafen einen unter der Flagge von Curaçao fahrenden Tanker in der Nähe der Insel Charg, nachdem das Schiff laut Bloomberg Warnungen ignoriert hatte, während es einen iranischen Hafen ansteuerte. Der Angriff war der erste US-Angriff auf ein Schiff seit der Wiederaufnahme der Blockade iranischer Häfen und ergänzt eine Woche voller Angriffe auf iranische Militärstützpunkte und Vergeltungsmaßnahmen Teherans.

Hormus wird zum Zentrum des Konflikts

Die Straße von Hormus hat sich zum zentralen Druckmittel im Krieg entwickelt, da sie eine Schlüsselroute für Öl- und Flüssigerdgastexporte aus Saudi-Arabien, dem Irak, Katar und dem Iran ist. Die USA werfen dem Iran vor, Schiffe zu bedrohen, die die Wasserstraße passieren. Teheran wiederum erklärt, Schiffe müssten sich vor der Durchfahrt an seine Regeln halten.

Der Iran reagierte auf die jüngsten US-Angriffe mit Beschuss auf amerikanische Stützpunkte in Kuwait und Jordanien. Jordanien gab an, acht Raketen abgefangen zu haben. Der Schlagabtausch hat eine ohnehin fragile Absichtserklärung geschwächt, die darauf abzielt, die Meerenge nach einer früheren Phase des Konflikts wieder zu öffnen.

Washington hat zudem die Blockade iranischer Häfen wieder eingeführt und eine Ausnahmeregelung für Ölsanktionen beendet. US-Vizepräsident JD Vance beschrieb die Strategie als eine Mischung aus militärischem Druck, wirtschaftlichen Maßnahmen und Verhandlungen, schloss jedoch einen großen Bodeneinsatz mit dem Ziel eines Regimewechsels aus.

Schiffsvolumen sinkt weiter

Das US-Militär gab an, über Nacht mehr als 10 Schiffe durch die Meerenge geleitet zu haben. Dennoch ist der Verkehr stark zurückgegangen. RBC Capital Markets schätzte, dass der siebentägige Durchschnitt der Ölströme durch Hormus von 4,6 Millionen auf 3,9 Millionen Barrel pro Tag gesunken ist.

Dieser Rückgang verdeutlicht die praktischen Kosten des Konflikts. Selbst wenn Schifffahrtswege nicht vollständig gesperrt sind, können die Bedrohung durch Minen, Raketen, Drohnen und mögliche Gebühren Tanker fernhalten oder die Kosten für Versicherer und Betreiber in die Höhe treiben.

Brent-Rohöl gab am Donnerstag leicht nach, blieb aber nahe der Marke von 85 $ pro Barrel. Auf Wochensicht liegt der Preis immer noch rund 11 % im Plus, was die Sorge widerspiegelt, dass jede weitere Störung das Angebot schnell verknappen könnte.

Energiemärkte stehen vor einem größeren Schock

Das Risiko beschränkt sich nicht mehr nur auf militärische Anlagen. US-Beamte haben gewarnt, dass die Infrastruktur zum Ziel werden könnte, falls der Iran Hormus geschlossen hält, während iranische Beamte als Reaktion mit Angriffen auf die regionale Infrastruktur gedroht haben.

Dies erhöht den Einsatz für globale Energiekäufer. Hormus ist von zentraler Bedeutung für die Exporte am Golf, und eine anhaltende Störung würde Rohöl, LNG, Schifffahrtsversicherungen und die Inflation beeinflussen. Der Konflikt lässt sich zudem diplomatisch immer schwerer eindämmen, da sich beide Seiten gegenseitig vorwerfen, das Interimsabkommen zu verletzen.

Zuvor berichteten wir, dass der Iran vor einer Ausweitung der Seeweg-Blockade warnt, während die USA den Druck erhöhen.

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