US-Rohöl korrigiert, da geopolitischer Risikoaufschlag nachlässt

US-Rohöl korrigiert, da geopolitischer Risikoaufschlag nachlässt
USCRUDE

​USCRUDE befindet sich nach der jüngsten impulsiven Rally, die durch Spannungen rund um den Iran und die Straße von Hormus ausgelöst wurde, in einer Phase scharfer Korrektur. In den letzten Sitzungen hat WTI auf Wochenbasis mehr als 12 % verloren, während die Intraday-Rückgänge zeitweise über 17 % betrugen – eine der stärksten Bewegungen des Jahres. 

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Die Preise sind nun auf etwa 90,30 $ pro Barrel gefallen, nachdem Signale auf mögliche Fortschritte in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hindeuteten.

Der Markt baut aktiv den „Angstaufschlag“ ab

Der Hauptgrund für den Rückgang ist die verringerte Sorge vor einer unmittelbaren Schließung der Straße von Hormus und größeren Angebotsunterbrechungen. Zuvor hatte der Markt ein Extremszenario mit einem starken Angebotsdefizit und einem Anstieg über 100 $ pro Barrel eingepreist. Nun nehmen Händler angesichts diplomatischer Signale und nachlassender Panikerwartungen Gewinne mit. FXEmpire-Analysten stellen fest, dass Rohöl-Futures ihren geopolitischen Aufschlag rasch verlieren, während der technische Ausblick für WTI auf eine „starke Verkaufstendenz“ umgeschwenkt ist.

Technischer Verkaufsdruck und schwache Nachfrage belasten zusätzlich

Zusätzlicher Abwärtsdruck auf USCRUDE kommt von technischen Faktoren. Nach der aggressiven Rally war der Markt stark überkauft, und der Bruch unter wichtige Unterstützungszonen löste eine Welle von Long-Liquidationen aus. Gleichzeitig rücken erneut fundamentale Sorgen in den Fokus – ein verlangsamtes globales Wirtschaftswachstum, schwache industrielle Nachfrage aus China und zunehmende Befürchtungen einer geringeren Kraftstoffnachfrage in der zweiten Jahreshälfte. Trotz erhöhter Volatilität entfernt sich der Markt allmählich vom reinen Handel mit geopolitischer Angst hin zu einer pragmatischeren Bewertung der globalen Angebots- und Nachfragesituation.

Ausblick kurzfristig

Kurzfristig bleibt der Markt äußerst nervös, wobei jede Schlagzeile zum Iran die Preise innerhalb einer einzigen Handelssitzung um mehrere Prozentpunkte bewegen kann. Solange USCRUDE über dem Bereich von 90,00 $ bleibt, ist der mittelfristige Aufwärtstrend technisch weiterhin intakt. Ein klarer Bruch unter diese Marke könnte den Rückgang jedoch in Richtung 85 $ beschleunigen. Der frühere Durchbruch unter die Unterstützungszone von 92,50–92,00 $ hat das Risiko eines Unterschreitens der 90,00 $-Marke deutlich erhöht. Gleichzeitig könnten jede erneute Eskalation im Nahen Osten oder Angebotsunterbrechungen die Ölpreise rasch wieder auf einen Aufwärtstrend bringen.

Derzeit befindet sich der Markt in einer Phase der Neubewertung von Risiken, in der die Geopolitik weiterhin das Kursgeschehen dominiert – wie bereits in WTI bleibt volatil, da Iran-Schlagzeilen die Marktstimmung bestimmen erwähnt.

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