PCK Schwedt steht wegen Eigentums- und Lieferfragen im Fokus einer Bundestagsanfrage
Die Versorgungssicherheit für Berlin und Brandenburg rückt erneut in den Mittelpunkt, weil die Zukunft der PCK-Raffinerie in Schwedt politisch und wirtschaftlich ungeklärt bleibt. Eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke richtet sich dabei auf mögliche staatliche Schritte, laufende Verhandlungen zur Pipeline nach Rostock und die Perspektive für den Raffineriebetrieb.
Höhepunkte
- Die Linke fordert von der Bundesregierung Auskunft zu einem möglichen Kauf der Raffinerie PCK Schwedt und zur Eigentümerfrage.
- Verhandlungen mit der Europäischen Kommission über die Genehmigung zur Ertüchtigung der Pipeline Rostock-Schwedt stehen im Fokus der logistischen Versorgung.
- Nach dem Ausfall russischer und transkasachischer Öllieferungen sowie Gesprächen mit Polen ist die Auslastung und Versorgungssicherheit der Raffinerie erneut Thema.
Fragen zu Eigentum, Pipeline und Versorgung
Wie der Deutsche Bundestag mitteilte, ist die Zukunft der Raffinerie PCK im brandenburgischen Schwedt Gegenstand einer Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke. Die Bundesregierung soll den Abgeordneten unter anderem darlegen, ob sie einen Kauf der Raffinerie in Betracht zieht.Zudem verlangt die Fraktion Auskunft über den Stand der Verhandlungen mit der Europäischen Kommission zur Genehmigung der Ertüchtigung der Pipeline von Rostock nach Schwedt. Damit steht neben der Eigentümerfrage auch die künftige logistische Anbindung der Anlage im Mittelpunkt.
Belastung durch Ausfall russischer Lieferungen
Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine stehen die von Rosneft gehaltenen Anteile unter staatlicher Treuhandverwaltung durch die Bundesnetzagentur. Nach Darstellung im Text ist die Raffinerie durch den Ausfall der Öllieferungen aus Russland nicht ausgelastet.Im Mai 2026 stellte Russland den Transit kasachischen Öls komplett ein, seitdem führt die Bundesregierung Gespräche mit Polen über Lieferungen via Danzig. Vor diesem Hintergrund stellt sich nach Ansicht der Fragesteller, ob und wie der Betrieb der PCK-Raffinerie aufrechterhalten werden kann, die Berlin und Brandenburg mit Öl, Diesel und Kerosin versorgt.
In unserem früheren Artikel zur Lage in der Straße von Hormus haben wir beschrieben, wie die Entspannungssignale aus den US-Iran-Gesprächen und ein wieder anziehender Tankerverkehr die Risikoprämie am Ölmarkt drückten und die Preise belasteten. Gleichzeitig blieb die Lage fragil, weil schon kleine Störungen auf dieser Schlüsselroute die globalen Lieferströme und damit die Versorgungserwartungen schnell beeinflussen können.
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