Deutschlands Baustoffpreise steigen im Mai 2026 deutlich

Deutschlands Baustoffpreise steigen im Mai 2026 deutlich
Baustoffpreise steigen kräftig

Steigende Materialkosten belasten den Bausektor weiter und tragen dazu bei, dass zuletzt weniger Wohnungen gebaut werden. Besonders stark verteuern sich im Mai 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat erdölbasierte und energieintensiv hergestellte Baustoffe, während das Preisniveau vieler Materialien auch mittelfristig über dem Stand vor der Energiekrise liegt.

Höhepunkte

  • Bitumenpreise steigen im Mai 2026 um 31,2 % gegenüber Vorjahr, Flachglas um 15,4 % und Holzbauträger zwischen 7,5 % und 11,8 %.
  • Metallbaustoffpreise erhöhen sich insgesamt im Mai 2026 um 11,1 %, wobei Rohre/Hohlprofile um 1,6 % und kaltgewalzte Bleche um 9,9 % zulegen.
  • Das Preisniveau der meisten Baumaterialien liegt 2025 deutlich über 2021, z. B. Kalk und gebrannter Gips mit 77,3 % und Zement mit 57,7 % Aufschlag.

Preisschübe bei Bitumen, Glas und Holz

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, steigen die Preise vieler Baumaterialien im Mai 2026 erneut deutlich an. Besonders stark verteuert sich Bitumen, das im Straßenbau sowie zur Abdichtung von Dächern, Gebäuden und Fundamenten eingesetzt wird, mit einem Plus von 31,2 % gegenüber Mai 2025.

Auch energieintensiv hergestellte Baustoffe legen spürbar zu. Flachglas verteuert sich um 15,4 %, während bei Holz Dachlatten um 11,8 %, Bauschnittholz um 11,4 % und Konstruktionsvollholz um 7,5 % teurer werden als ein Jahr zuvor.

Bei Metallen steigen die Preise im Mai 2026 insgesamt um 11,1 %. Kaltgewalzte Bleche verteuern sich um 9,9 %, Betonstahl in Stäben um 5,0 %, Rohre oder Hohlprofile aus Eisen oder Stahl um 1,6 % und Betonstahlmatten um 1,0 %, während Stabstahl um 0,3 % und Weißblech um 1,1 % günstiger werden.

Auch Kunststoff- und Mineralbaustoffe ziehen an. Fenster- und Türverkleidungen aus Kunststoff steigen um 3,5 %, Fensterläden und Jalousien um 3,8 % sowie Sanitärausstattung wie Badewannen und Duschen um 3,2 %; bei mineralischen Baustoffen verteuern sich Kalk und gebrannter Gips um 4,3 %, Bausand um 3,1 %, Frischbeton um 2,5 % und Fliesen sowie Platten um 1,8 %.

Zum Vergleich steigen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte insgesamt im Mai 2026 um 2,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat, ohne Energiepreise um 2,3 %.

Preisniveau bleibt über Vorkrisenstand

Mittelfristig liegt das Preisniveau für nahezu alle Baumaterialien, mit Ausnahme von Holz, im Jahr 2025 über dem Stand vor der Energiekrise 2022. Besonders stark fallen die Aufschläge gegenüber 2021 bei Kalk und gebranntem Gips mit 77,3 %, Zement mit 57,7 %, Bausand mit 42,6 % und Frischbeton mit 35,3 % aus.

Auch keramische Baustoffe bleiben deutlich teurer, darunter Dachziegel mit einem Plus von 42,4 % sowie Wand-, Bodenfliesen und -platten mit 27,0 %. Kunststoffbasierte Baubedarfsartikel steigen im Durchschnitt um 18,9 %, Flachglas um 20,5 %, während im Innenausbau unter anderem Armaturen, Tapeten, Teppiche, Parkettböden und Anstrichfarben deutlich über dem Niveau von 2021 liegen.

Bei Metallen zeigt sich im Jahresdurchschnitt 2025 gegenüber 2021 ein uneinheitliches Bild. Rohre oder Hohlprofile aus Eisen oder Stahl verteuern sich um 31,9 % und Stabstahl um 9,9 %, während kaltgewalzte Bleche, Betonstahl in Stäben und Weißblech teils nachgeben.

Holz bildet die Ausnahme unter den wichtigsten Baustoffgruppen. Dachlatten, Konstruktionsvollholz und Bauschnittholz verbilligen sich im Jahr 2025 gegenüber 2021, während die gewerblichen Erzeugerpreise insgesamt im selben Zeitraum um 26,2 % zulegen, ohne Energiepreise um 19,6 %.

Zur Caterpillar-Aktie (CAT) hatten wir zuvor berichtet, dass das Unternehmen trotz eines Kursrückgangs von einem Rekord-Auftragsbestand von 63 Mrd. US-Dollar profitiert, der vor allem durch die starke Nachfrage nach Stromerzeugungsanlagen für KI-Rechenzentren getrieben wird. In unserem Beitrag ging es zudem um die Dividendenerhöhung sowie die technische Lage mit zentralen Unterstützungs- und Widerstandszonen, die kurzfristig für Volatilität sorgen können. Der Blick auf Caterpillar liefert damit ein Stimmungsbild dafür, wie robust Investitions- und Bauaktivität trotz Kostendruck in verwandten Bereichen bleibt.

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