Berlin-Brandenburg: Inflation im Juni schwächt sich dank geringerer Energiepreisdynamik ab

Berlin-Brandenburg: Inflation im Juni schwächt sich dank geringerer Energiepreisdynamik ab
Inflation schwächt sich ab

Die Verbraucherpreise steigen im Juni 2026 in Berlin um 2,2 % und in Brandenburg um 2,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Ausschlaggebend für den Rückgang der Teuerung ist vor allem die deutlich abgeschwächte Preisentwicklung bei Energie, während Dienstleistungen weiter überdurchschnittlich teuer werden.

Höhepunkte

  • Im Juni 2026 beträgt die jährliche Inflation in Berlin und Brandenburg weniger als im Mai, getrieben von schwächer steigenden Energiepreisen.
  • Energiepreise steigen in Berlin um 3,0 % und in Brandenburg um 4,9 % im Jahresvergleich, während Kraftstoffpreisinflation weiter abklingt.
  • Verbraucherpreise sinken gegenüber Mai 2026 um 0,3 % in Berlin und 0,2 % in Brandenburg, hauptsächlich durch niedrigere Heizöl-, Kraftstoff- und Nahrungsmittelpreise.

Vorläufige Inflationsdaten für Juni 2026

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, liegt die Jahresteuerung im Juni 2026 in beiden Ländern unter den Werten des Vormonats. Besonders bei Energie verliert der Preisauftrieb an Tempo, nachdem die Teuerung in Berlin im Mai noch 8,0 % und in Brandenburg 8,1 % erreicht hat.

Im Juni steigen die Energiepreise in Berlin um 3,0 % und in Brandenburg um 4,9 % im Jahresvergleich. Preistreibend bleiben Kraftstoffe, auch wenn sich der Anstieg den zweiten Monat in Folge abschwächt, auf 15,1 % in Berlin nach 25,9 % im Mai und auf 12,1 % in Brandenburg nach 20,2 %.

Bei leichtem Heizöl zeigt sich weiterhin ein kräftiger Zuwachs, mit 22,1 % in Berlin und 41,4 % in Brandenburg. Gleichzeitig ist Haushaltsenergie insgesamt in beiden Ländern günstiger als ein Jahr zuvor.

Dienstleistungen bleiben Preistreiber

Die Preise für Dienstleistungen steigen im Juni 2026 um 3,7 % in Berlin und um 3,2 % in Brandenburg und liegen damit über der allgemeinen Inflationsrate. Besonders stark verteuern sich Dienstleistungen sozialer Einrichtungen und Angebote im Bildungswesen; auch die tatsächlichen Nettokaltmieten bleiben mit plus 4,2 % in Berlin und 1,6 % in Brandenburg ein wichtiger Faktor für die Preisentwicklung.

Bei Nahrungsmitteln sinken die Preise dagegen erstmals seit März 2024 wieder, um 0,3 % in Berlin und 0,6 % in Brandenburg. Deutlich günstiger werden unter anderem Butter, Käse und Quark sowie Kartoffeln.

Gegenüber Mai 2026 gehen die Verbraucherpreise ebenfalls zurück, um 0,3 % in Berlin und 0,2 % in Brandenburg. Ausschlaggebend dafür sind vor allem niedrigere Preise für Heizöl und Kraftstoffe; zugleich verbilligen sich auch Nahrungsmittel, während etwa Pauschalreisen in beiden Ländern um 6,1 % teurer werden.

Die veröffentlichten Angaben sind vorläufig. Endgültige Ergebnisse folgen mit dem Statistischen Bericht M I 2.

In unserem früheren Beitrag zu den sinkenden Ölpreisen haben wir erläutert, dass Brent und WTI unter Druck gerieten, weil Händler auf mögliche diplomatische Signale rund um US‑Iran‑Gespräche und eine Entspannung der Risiken in der Straße von Hormus blickten. Trotz weiterhin fragiler Lage normalisierte sich der Schiffsverkehr teilweise, während zugleich Nachfragesorgen – insbesondere mit Blick auf China – die Erholung der Rohölpreise bremsten.

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