Kiew nach neuem russischen Raketenangriff unter Druck, Kämpfe an Fronten dauern an

Kiew nach neuem russischen Raketenangriff unter Druck, Kämpfe an Fronten dauern an
Kiew erneut unter Beschuss

Parallel zum Beginn des Nato-Gipfels in der Türkei gerät die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht erneut unter schweren Beschuss. Mehrere Explosionen treffen die Dreimillionenstadt kurz nach Mitternacht, während Einsatzkräfte von Verletzten und Bränden in mehreren Stadtteilen berichten.

Höhepunkte

  • Russland greift am Mittwochmorgen Kiew mit ballistischen Raketen an, verursacht Brände in Lagerhallen und verletzt mindestens zwei Menschen.
  • Die ukrainischen Streitkräfte melden 219 bewaffnete Zusammenstöße entlang der Frontlinien, mit Schwerpunkt auf über 40 russischen Angriffen bei Pokrowsk im Donbass.
  • Die gleichzeitigen Raketenangriffe auf Kiew und die heftigen Kämpfe im Donbass erhöhen den militärischen Druck auf die Ukraine parallel zum Start des Nato-Gipfels in der Türkei.

Angriffe auf Kiew und Lage in der Nacht

Wie Bild unter Berufung auf Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP aus Kiew berichtet, erschüttert am Mittwochmorgen eine Serie heftiger Explosionen die ukrainische Hauptstadt, teils noch vor dem Ertönen der Luftschutzsirenen.

Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko greift Russland die Hauptstadt mit ballistischen Raketen an. Klitschko schreibt in Onlinemedien, die Menschen sollten in Schutzräumen bleiben; zudem meldet er mehrere Brände in Lagerhallen und in einem weiteren Gebäude in zwei Stadtteilen.

Im Zentrum der Stadt ist nach Berichten vor Ort Brandgeruch wahrnehmbar. Der Luftalarm wird erst mit Verzögerung nach den ersten Explosionen ausgelöst, der Rettungsdienst meldet zwei Verletzte infolge des nächtlichen Angriffs.

Die neue Angriffswelle folgt nur einen Tag nach weiteren schweren Attacken, bei denen nach Behördenangaben in der Ukraine mindestens 30 Menschen getötet worden sind. Russland setzt damit seine Angriffe auf zivile Ziele im Land fort.

Frontverlauf und Bedeutung für die Sicherheitslage

Die Kämpfe entlang der Fronten im Südosten der Ukraine dauern unterdessen mit unveränderter Intensität an. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte spricht in seinem Lagebericht von insgesamt 219 bewaffneten Zusammenstößen an verschiedenen Frontabschnitten.

Ein Schwerpunkt liegt demnach bei Pokrowsk im Industrierevier Donbass. Dort führen russische Streitkräfte nach Darstellung der Generalität in Kiew mehr als 40 Angriffe auf ukrainische Stellungen.

Die zeitliche Überschneidung von Raketenangriffen auf die Hauptstadt und anhaltend schweren Gefechten im Donbass unterstreicht den breiten militärischen Druck auf die Ukraine. Während in der Türkei der Nato-Gipfel begonnen hat, bleibt die Sicherheitslage für Städte und Frontregionen zugleich angespannt.

In unserem früheren Bericht über die Pläne der Bundeswehr für das Aufklärungssystem „Spock 2“ ging es um den möglichen Aufbau einer Satellitenflotte von mindestens 1.000 bis zu 1.200 Einheiten für Kommunikation und Aufklärung. Wir erläuterten, dass dafür bis 2030 Investitionen von mindestens 35 Milliarden Euro im Raum stehen und mehrere Rüstungs- und Raumfahrtunternehmen um den Großauftrag konkurrieren, während zugleich hohe laufende Betriebs- und Ersatzkosten erwartet werden.

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