Ölpreis klettert, da Schifffahrtsrisiken in Hormus im Fokus bleiben
Die Ölpreise stiegen am Dienstag, als Händler das Risiko erneuter Störungen nahe der Straße von Hormus gegen Anzeichen einer Erholung des Schiffsverkehrs im Golf abwogen. Der Markt reagierte weiterhin empfindlich auf Rückschläge in den US-Iran-Gesprächen nach den jüngsten Angriffen auf Schiffe nahe einer der weltweit wichtigsten Energierouten.
Höhepunkte
- Brent-Rohöl stieg um 0,89 %, während WTI-Rohöl um 0,80 % zulegte.
- Händler beobachten die US-Iran-Gespräche und die Schifffahrtsrisiken in Hormus.
- Die Erholung des Angebots und die Produktionssteigerungen der OPEC+ begrenzen die Gewinne.
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Brent-Rohöl-Futures stiegen um 0,89 % auf 72,63 $, während US-West-Texas-Intermediate-Rohöl-Futures um 0,80 % auf 69,10 $ kletterten. Die Ölpreise legten zu, nachdem Angriffe auf Schiffe in und um die Straße von Hormus die anhaltende Gefahr für Schiffe in der kritischen Wasserstraße verdeutlichten, berichtete Reuters.
Hormus-Risiko stützt Preise
Die Straße von Hormus bleibt aufgrund ihrer Rolle beim Transport von Rohöl und Flüssigerdgas vom Golf zu den Weltmärkten der Hauptfokus für Ölhändler. Schifffahrtsdaten zeigten, dass Supertanker in japanischem Besitz mit saudi-arabischem Rohöl Kurs auf die Straße von Hormus nahmen, um den Golf zu verlassen, und sich zuvor festsitzenden Schiffen anschlossen. Dennoch sagten Analysten, dass die Erholung des Tankerverkehrs langsam und ungleichmäßig verlaufe und die Schiffspassagen begrenzt blieben.
Irans Außenminister erklärte, dass Gespräche zwischen Teheran und Washington nicht stattfinden würden, falls die US-Drohungen anhalten. Dies hielt eine geopolitische Prämie im Markt, selbst als einige Schiffe die Fahrt durch die Meerenge wieder aufnahmen.
Angebotssignale begrenzen die Rallye
Der Anstieg des Ölpreises wurde durch Anzeichen gebremst, dass der physische Markt weiterhin versorgt ist. Saudi-Arabien hat seine offiziellen Verkaufspreise für August gesenkt, während die OPEC+ die Produktionskürzungen weiter zurücknimmt und sich die Exporte aus dem Golf erholen.
Damit ist Rohöl zwischen zwei Kräften gefangen. Sicherheitsrisiken im Golf halten die Käufer wachsam, aber steigende Produktion und Sorgen über eine geringere Nachfrage begrenzen das Aufwärtspotenzial. Analysten sehen den Markt im Gleichgewicht zwischen der Angst vor Versorgungsunterbrechungen und Anzeichen für ein reichliches Angebot, wobei US-Rohöl bei 70 $ und 75 $ pro Barrel auf Widerstand stößt, sofern sich die Spannungen in Hormus nicht verschärfen.
Saudi-Arabien erwägt zudem, die Kapazität seiner Rohölpipeline zur Küste des Roten Meeres zu erweitern. Ein solcher Schritt würde es dem Königreich und möglicherweise seinen Nachbarn ermöglichen, ihre Kapazitäten für den Öltransport zu erhöhen, ohne auf die Straße von Hormus angewiesen zu sein.
Ein fragiles Gleichgewicht für Rohöl
Der jüngste Anstieg des Ölpreises zeigt, dass das geopolitische Risiko nicht vom Markt verschwunden ist, selbst nachdem die Preise von früheren kriegsbedingten Höchstständen zurückgegangen sind. Die Straße von Hormus bleibt zentral, da jede ernsthafte Störung dort schnell die globalen Rohöl- und LNG-Ströme beeinträchtigen könnte.
Vorerst preist der Markt keinen vollständigen Angebotsschock ein. Brent bleibt nahe 73 $ und WTI nahe 69 $, was darauf hindeutet, dass Händler zwar Risiken sehen, aber keine Panik. Das könnte sich ändern, falls die US-Iran-Gespräche weiter scheitern, der Tankerverkehr zum Erliegen kommt oder weitere Schiffe angegriffen werden. Gleichzeitig könnten sich erholende Golf-Exporte, saudi-arabische Preissenkungen und OPEC+-Angebotssteigerungen die Rallyes begrenzen, sofern sich die Sicherheitslage nicht verschlechtert.
Zuvor berichteten wir, dass Trump sagt, die Straße von Hormus werde offen und gebührenfrei bleiben.
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