Bundesnetzagentur veröffentlicht Zuschläge für Dachsolar-Ausschreibung unter Ausschreibungsvolumen

Bundesnetzagentur veröffentlicht Zuschläge für Dachsolar-Ausschreibung unter Ausschreibungsvolumen
Dachsolar-Ausschreibung verfehlt Ziel

Die Nachfrage nach Dachsolar-Projekten in Deutschland zieht zum Gebotstermin vom 1. Juni 2026 zwar spürbar an, reicht aber erneut nicht aus, um das ausgeschriebene Volumen vollständig auszuschöpfen. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 296 MW gehen Gebote über 238 MW ein, während der durchschnittliche Zuschlagswert auf 9,72 Cent je Kilowattstunde steigt.

Höhepunkte

  • Die Bundesnetzagentur vergibt in der Ausschreibungsrunde zum 1. Juni 2026 Zuschläge für 108 Gebote mit 209 MW, bleibt aber unter dem Ausschreibungsvolumen.
  • Die zugesprochenen Preise reichen von 8,40 Cent bis 10 Cent je kWh; der mengengewichtete Schnitt steigt auf 9,72 Cent gegenüber 9,56 Cent in der Vorrunde.
  • Nordrhein-Westfalen erhält mit 49 MW den größten Zuschlagsanteil, gefolgt von Niedersachsen (36 MW) und Baden-Württemberg (22 MW), bei insgesamt steigendem Wettbewerbsdruck.

Ausschreibungsergebnis und Preisniveau im Juni 2026

Wie die Bundesnetzagentur mitteilt, veröffentlicht die Behörde die Zuschläge der Ausschreibung für Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden zum Gebotstermin 1. Juni 2026. Von 125 eingereichten Geboten mit einer Gebotsmenge von 238 MW schließt sie 17 Gebote vom Verfahren aus; 108 Gebote mit einem Volumen von 209 MW werden zugelassen und erhalten einen Zuschlag.

Damit bleibt die Runde trotz eines deutlichen Anstiegs gegenüber der Vorrunde im Februar 2026 erneut unterzeichnet. In der vorherigen Ausschreibung lag die Gebotsmenge noch bei 177 MW.

Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte reichen von 8,40 Cent bis 10 Cent je Kilowattstunde. Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert liegt mit 9,72 Cent je Kilowattstunde über dem Wert der Vorrunde von 9,56 Cent und damit nur knapp unter dem Höchstwert.

Regionale Verteilung und Bedeutung für den Solarmarkt

Den größten Anteil der Zuschläge verzeichnet Nordrhein-Westfalen mit 49 MW aus 21 Zuschlägen. Es folgen Niedersachsen mit 36 MW und 19 Zuschlägen, Baden-Württemberg mit 22 MW und 13 Zuschlägen, Bayern mit 21 MW und 11 Zuschlägen sowie Hessen mit 20 MW und 10 Zuschlägen.

Für den deutschen Solarmarkt signalisiert das Ergebnis eine weiter steigende Aktivität im Segment der Aufdach-Anlagen, auch wenn das Ausschreibungsinteresse weiterhin unter dem ausgeschriebenen Volumen bleibt. Der Anstieg der Gebotsmenge bei zugleich höheren durchschnittlichen Zuschlagswerten deutet auf anhaltenden Kostendruck und einen weiterhin selektiven Wettbewerb im geförderten Marktsegment hin.

Zur neuen Methodenfestlegung der Bundesnetzagentur im NEST-Prozess haben wir bereits berichtet, mit der die Qualitätsregulierung für Stromverteilnetzbetreiber um Kennzahlen zur Netzleistungsfähigkeit und Digitalisierung erweitert wird. Im Fokus stehen jährlich veröffentlichte Indikatoren wie Netzanschlussdauern, Umsetzungsquoten und Digitalisierungsindizes, die Transparenz schaffen und zusätzliche Anreize für schnellere Netzmodernisierung setzen sollen.

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