EUR/USD bleibt unter 1,1470 gefangen, da die schwächere US-Inflation die Dollarnachfrage begrenzt

EUR/USD bleibt unter 1,1470 gefangen, da die schwächere US-Inflation die Dollarnachfrage begrenzt
EUR/USD

Der EUR/USD notiert nahe 1,1430 nach einem weiteren erfolglosen Versuch, die Widerstandszone zwischen 1,1465 und 1,1470 zu durchbrechen. Der Dollar hat nach einem schwächer als erwartet ausgefallenen US-Inflationsbericht etwas an Dynamik verloren. 

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Der Gesamt-VPI fiel im Juni im Monatsvergleich um 0,4 %, während sich die jährliche Inflation von 4,2 % auf 3,5 % verlangsamte. Die Kerninflation blieb im Monatsvergleich unverändert und sank auf 2,6 % im Jahresvergleich, was die Erwartungen dämpfte, dass die Federal Reserve die Geldpolitik kurzfristig erneut straffen muss.

Robuste US-Aktivität verhindert stärkere Dollarschwäche

Die jüngsten Aktivitätsdaten haben dennoch einen deutlicheren Anstieg des EUR/USD verhindert. Die US-Einzelhandelsumsätze stiegen im Juni um 0,2 %, während die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 208.000 fielen und damit unter den Markterwartungen lagen. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die Verbrauchernachfrage und die Bedingungen am Arbeitsmarkt trotz der schwächeren Inflation relativ stabil bleiben. Auch die Treasury-Renditen bleiben erhöht, wobei die 10-jährige Rendite zuletzt bei rund 4,58 % notierte, was dem Dollar eine gewisse grundlegende Unterstützung bietet.

EZB sieht sich erneut inflationsbedingten Energierisiken gegenüber

Der Euro erhält teilweise Unterstützung durch die Inflation in der Eurozone, die über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank blieb. Die Gesamtinflation erreichte im Juni 2,8 %, während die Kernrate bei 2,4 % lag. Die EZB muss diesen anhaltenden Preisdruck gegen das schwache regionale Wachstum und die erneuten Risiken durch höhere Öl- und Erdgaspreise abwägen. Ihre jüngsten Prognosen deuten auf ein Wachstum in der Eurozone von nur 0,8 % im Jahr 2026 hin, was darauf hindeutet, dass die Entscheidungsträger ohne weitere Beweise für eine anhaltende Inflation wahrscheinlich keine wesentlich restriktivere Haltung einnehmen werden.

Technische Struktur bleibt seitwärts gerichtet

Der Stundenchart zeigt, dass sich der EUR/USD innerhalb einer breiten Spanne von 1,1390 bis 1,1470 konsolidiert. Das Paar hat kürzlich die obere Grenze getestet, konnte sich aber nicht darüber halten, was bestätigt, dass die Verkäufer nahe 1,1465 bis 1,1470 weiterhin aktiv sind. Der Kurs notiert nun nahe den kurz- und mittelfristigen gleitenden Durchschnitten, was den Mangel an klarer Richtungsdynamik unterstreicht. Die erste Unterstützung liegt bei 1,1420, gefolgt von 1,1390. Ein Durchbruch unter die untere Grenze würde den Bereich um 1,1360 freigeben.

Ausbruch über Widerstand bleibt essenziell

Die kurzfristigen Aussichten bleiben neutral, solange der EUR/USD innerhalb der aktuellen Spanne verbleibt. Eine schwächere US-Inflation könnte die Dollarnachfrage weiterhin begrenzen, obwohl robuste Wirtschaftsdaten, erhöhte Treasury-Renditen und geopolitische Unsicherheit eine nachhaltige Euro-Rallye verhindern könnten. Erst ein sicherer Ausbruch über 1,1470 würde die kurzfristigen Aussichten verbessern und den Weg in Richtung 1,1500 und 1,1520 ebnen. Bis dahin bleibt ein weiterer Seitwärtshandel, wie in EUR/USD testet Ausbruchszone, während Märkte Fed-Ausblick neu bewerten beschrieben, das wahrscheinlichste Szenario.

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