Brandenburgs Agrar- und Lohndaten zeigen 2025 sinkende Schweineschlachtungen und regionale Einkommenslücke
Neue Statistikangaben aus Berlin und Brandenburg zeichnen ein gemischtes Bild für Landwirtschaft, Aquakultur und Arbeitsmarkt im Jahr 2025. Während die gewerblichen Schweineschlachtungen in Brandenburg auf ein Rekordtief seit 1991 fallen, weisen Schaf- und Ziegenfleischproduktion sowie die Fischerzeugung auf einzelne stabile oder wachsende Segmente hin.
Höhepunkte
- Brandenburg erwartet 2025 mit 799.000 Schweineschlachtungen den niedrigsten Wert seit 1991, während Schaf- und Ziegenschlachtungen um 8 Prozent steigen.
- Die Aquakulturproduktion in Brandenburg wird 2025 voraussichtlich rund 735.000 Kilogramm Fisch erreichen, wobei Karpfen weiterhin dominiert.
- Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst im April 2025 beträgt in Berlin 27,42 EUR und in Brandenburg 22,66 EUR, was eine deutliche regionale Lohnlücke zeigt.
Agrarproduktion und Aquakultur im Überblick
Laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg gibt es in Brandenburg 2025 mit 799.000 gewerblichen Schweineschlachtungen so wenige wie nie zuvor seit 1991. Zugleich liegt die Schaf- und Ziegenfleischerzeugung bei 16.000 Schlachtungen und damit 8 Prozent über dem Vorjahr.Besonders die Zahl der Schafe steigt in Brandenburg deutlich an. Steigende Preise und die Nachfrage nach regionalen Produkten könnten nach den vorliegenden Angaben dazu beigetragen haben, dass in der Tierhaltung eine positive Entwicklung wahrnehmbar ist.
Auch die Aquakultur bleibt ein Teil des landwirtschaftlichen Gesamtbilds in Brandenburg. Für 2025 wird eine Erzeugung von rund 735.000 Kilogramm Fisch ausgewiesen, wobei Karpfen im Vergleich zu anderen Fischarten weiter zu den bevorzugten Sorten zählt.
Regionale Löhne und wirtschaftlicher Ausblick
Bei den Einkommen zeigen die Daten weiterhin deutliche regionale Unterschiede zwischen der Hauptstadt und dem Nachbarland. Im Referenzmonat April 2025 liegt der durchschnittliche Bruttostundenverdienst in Berlin bei 27,42 EUR, während in Brandenburg 22,66 EUR erreicht werden.Als wichtiger Faktor für den Sektor gelten zudem die Umwelteinflüsse auf die Landwirtschaft und die damit verbundene wirtschaftliche Lage der Landwirte. Für den kommenden Monat kündigt die Behörde weitere Veröffentlichungen an, die sich unter anderem mit Kindeswohlgefährdungen und Einwohnerzahlen befassen.
Die Schließung der Fischerei Köllnitz am Großen Schauener See in Brandenburg markiert das Ende einer jahrhundertealten Fischereitradition nach Insolvenzanträgen und einer erfolglosen Investorsuche. In unserem früheren Beitrag haben wir erläutert, dass nach einem schwachen Geschäftsjahr und gestiegenem Kostendruck 19 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren und der Fall den anhaltenden wirtschaftlichen Druck in der Lebensmittelbranche verdeutlicht.
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