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Die Aussichten für Brunei bleiben günstig, da der IWF zu Haushaltskonsolidierung und Diversifizierung mahnt

Die Aussichten für Brunei bleiben günstig, da der IWF zu Haushaltskonsolidierung und Diversifizierung mahnt
IWF fordert Reformen in Brunei

Brunei Darussalam startet mit einer stärkeren außenwirtschaftlichen Position und einer moderaten wirtschaftlichen Erholung in das Jahr 2026, nachdem die Förderung von Kohlenwasserstoffen die Schwäche in einigen Nicht-Öl-Sektoren ausgeglichen hat. Der IWF erklärt, dass die günstigen Aussichten durch hohe Haushaltsdefizite und die Anfälligkeit für Schwankungen der Kohlenwasserstoffpreise gedämpft werden, wodurch Haushaltsdisziplin und Strukturreformen im Fokus bleiben.

Das Wichtigste

  • Bruneis reales BIP wuchs 2025 um 1%, die Inflation sank um 0,3%, und der Leistungsbilanzüberschuss stieg dank der starken Entwicklung im Kohlenwasserstoffsektor auf 18,0% des BIP.
  • Für 2026 prognostiziert der IWF ein reales BIP-Wachstum von 2,3%, eine Inflation von 1,3% und einen Rückgang des Haushaltsdefizits von 18,9% auf ein niedrigeres Niveau, da sich die Einnahmen aus Kohlenwasserstoffen verbessern.
  • Der IWF fordert Brunei auf, eine Haushaltskonsolidierung umzusetzen, Einnahmen außerhalb des Kohlenwasserstoffsektors zu steigern, Investitionen des Privatsektors zu stärken und Schwachstellen durch konzentrierte Unternehmenskredite anzugehen.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

IWF-Überprüfung beleuchtet Wachstum, Inflation und Haushaltstrends

Wie der IWF berichtet, hat sein Exekutivdirektorium am 18. September die Artikel-IV-Konsultation 2026 mit Brunei Darussalam abgeschlossen; die Behörden stimmten der Veröffentlichung des für die Überprüfung erstellten Mitarbeiterberichts zu.

Die Wirtschaftsaktivität erholte sich 2025 moderat, wobei das reale BIP-Wachstum 1% erreichte, da sich die Förderung von Erdöl und Erdgas im Upstream-Bereich erholte und damit die anhaltende Schwäche in einigen Nicht-Kohlenwasserstoffsektoren ausglich. Die Inflation bleibt gedämpft: Die Preise sanken 2025 angesichts niedrigerer globaler Nahrungsmittel- und Rohstoffpreise um 0,3%, während der Leistungsbilanzüberschuss aufgrund günstigerer Terms of Trade und Verbesserungen der Handelsbilanz außerhalb von Öl und Gas auf 18,0% des BIP steigt.

Das Haushaltsdefizit weitet sich im GJ 2025/26 schätzungsweise auf 18,9% des BIP aus, was schwächere Einnahmen aus Kohlenwasserstoffen und weiterhin hohe Ausgaben widerspiegelt. Die Finanzierungsbedingungen lockern sich, und der Bankensektor bleibt solide, gestützt durch starke Kapital- und Liquiditätspuffer, niedrige notleidende Kredite und eine Erholung des Kreditwachstums im Privatsektor.

Für 2026 wird ein reales BIP-Wachstum von 2,3% prognostiziert, das hauptsächlich vom Kohlenwasserstoffsektor getragen wird, während die Inflation voraussichtlich auf 1,3% steigen wird, da höhere globale Nahrungsmittel- und Rohstoffpreise auf die Inlandspreise durchwirken. Der Leistungsbilanzüberschuss dürfte sich weiter auf 19,5% des BIP ausweiten, und das Haushaltsdefizit soll im GJ 2026/27 deutlich sinken, da höhere Einnahmen aus Kohlenwasserstoffen und ein robustes nominales BIP-Wachstum die öffentlichen Finanzen verbessern.

Der politische Druck konzentriert sich auf Haushaltsdisziplin und Ausbau des Privatsektors

Die Exekutivdirektoren begrüßen die günstigen Aussichten für Brunei Darussalam und verweisen auf einen wachsenden Kohlenwasserstoffsektor, eine schrittweise Diversifizierung, umfangreiche Finanz- und Außenpuffer sowie einen stabilen geldpolitischen Rahmen. Gleichzeitig betonen sie, dass anhaltende Haushaltsdefizite und die Anfälligkeit gegenüber der Volatilität der Kohlenwasserstoffpreise eine umsichtige Politik und kontinuierliche Reformen erfordern, um die makroökonomische Stabilität zu wahren und inklusives Wachstum sowie Beschäftigung zu fördern.

Das Direktorium fordert eine sorgfältig austarierte Strategie zur Haushaltskonsolidierung, gestützt durch einen mittelfristigen Haushaltsrahmen und einen fiskalischen Anker außerhalb des Kohlenwasserstoffsektors. Als zentrale Schritte nennt es eine gezieltere Ausrichtung von Subventionen, Zurückhaltung bei öffentlichen Löhnen, den Schutz vorrangiger Entwicklungsausgaben und vulnerabler Haushalte sowie eine stärkere Mobilisierung von Einnahmen außerhalb des Kohlenwasserstoffsektors. Zugleich werden die Behörden aufgefordert, am Haushaltsrahmen für das GJ 2026/27 festzuhalten, selbst wenn unerwartete Zusatzeinnahmen anfallen.

Die Direktoren erklären zudem, dass die Außenposition deutlich stärker sei, als es Fundamentaldaten und wünschenswerte Politikmaßnahmen nahelegen, und ermutigen zu Maßnahmen zur Stärkung der privaten Binnennachfrage, insbesondere durch höhere private Investitionen. Sie fügen hinzu, dass die Verbesserung des Geschäftsklimas, die Straffung von Genehmigungs- und Lizenzverfahren, die Förderung von Handelserleichterungen, die Unterstützung von KMU, die Ausrichtung von Qualifizierungsprogrammen an den Bedürfnissen der Industrie und die Vertiefung der Verbindungen zu Projekten mit ausländischen Direktinvestitionen entscheidend sein werden, um Beschäftigungsmöglichkeiten auszuweiten und die Abhängigkeit von Kohlenwasserstoffen zu verringern.

Zur Finanzstabilität erklären die Direktoren, dass die Currency-Board-Vereinbarung mit Singapur weiterhin die makroökonomische und finanzielle Stabilität verankert. Sie ermutigen die Behörden, die verbleibenden Basel-III-Komponenten schrittweise einzuführen, Schwachstellen im Zusammenhang mit konzentrierten Unternehmenskrediten und Offshore-Exposures anzugehen, den AML/CFT/CPF-Rahmen vor der nächsten gegenseitigen Evaluierung zu stärken und die Wirtschaftsdaten zu Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen, Preisen, Außenwirtschaftsstatistiken und Haushaltsberichterstattung weiter zu verbessern.

In unserem früheren Artikel über den Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen über 5% untersuchten wir, was die 10-jährige Rendite auf Mehrjahreshochs getrieben hat und warum die Märkte 5% zunehmend weniger als Obergrenze und mehr als Zwischenetappe betrachteten. Wir erläuterten zudem, wie dauerhaft höhere Renditen die Finanzierungsbedingungen durch steigende Kreditkosten für Haushalte und kleine Unternehmen verschärfen und zugleich globale Kapitalströme sowie die Risikobereitschaft verändern können.

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