UNCTAD warnt vor verschärften Investitionsprüfungen, während Länder Kapital in strategische Sektoren lenken
Da geopolitische Spannungen, technologischer Wandel und veränderte Handelsmuster die globalen Wertschöpfungsketten neu gestalten, legen Regierungen zunehmend mehr Wert auf die Qualität der ausländischen Investitionen, die sie anziehen. Im Mittelpunkt steht immer häufiger Kapital, das die Produktionskapazitäten ausbaut, Arbeitsplätze schafft und langfristiges Wachstum fördert – insbesondere in Entwicklungsländern.
Das Wichtigste
- Regierungen verabschiedeten 2025 eine Rekordzahl von 229 investitionspolitischen Maßnahmen, von denen 73% investorenfreundlich waren. Zugleich lag ein starker Fokus auf KI, Halbleitern, kritischen Mineralien und Technologien für die Energiewende.
- Die Zahl der Volkswirtschaften mit Prüfverfahren für Investitionen stieg von 21 im Jahr 2016 auf 52 im Jahr 2025. Dies spiegelt die wachsende Bedeutung von Sicherheitsaspekten bei grenzüberschreitenden Investitionen wider.
- UNCTAD betont, dass Entwicklungsländer Infrastruktur, Energieversorgung und Arbeitskräfte stärken sowie engere Verbindungen zwischen Investoren und lokalen Unternehmen schaffen müssen, um angesichts des verschärften Wettbewerbs und der zunehmenden Konzentration auf bestimmte Sektoren Kapital anzuziehen.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Politische Veränderungen verschieben die Investitionsprioritäten
Wie UN Trade and Development berichtet, zeigt der World Investment Report 2026, dass sich internationale Investitionen in einem zunehmend turbulenten Umfeld bewegen, da Staaten selektivere Maßnahmen ergreifen und Unternehmen ihre Investitionsstandorte überdenken. Regierungen verabschiedeten 2025 eine Rekordzahl von 229 investitionspolitischen Maßnahmen, von denen 73% investorenfreundlich waren. Zugleich lenken sie Kapital zunehmend in die Bereiche künstliche Intelligenz, Halbleiter, kritische Mineralien und Technologien für die Energiewende.Sicherheitsaspekte spielen auch bei grenzüberschreitenden Investitionsentscheidungen eine immer größere Rolle. Die Zahl der Volkswirtschaften mit Prüfverfahren für Investitionen stieg von 21 im Jahr 2016 auf 52 im Jahr 2025. Dies spiegelt die umfassenderen Bemühungen der Regierungen wider, strategische Fähigkeiten zu schützen und zugleich die Offenheit gegenüber internationalen Geschäften zu bewahren.
Auswirkungen auf Entwicklungsländer und Lieferketten
Für Entwicklungsländer geht der Wettbewerb um Investitionen mittlerweile über Anreize allein hinaus. Eine zuverlässige Infrastruktur, bezahlbare Energie, qualifizierte Arbeitskräfte, effiziente öffentliche Dienstleistungen und engere Verbindungen zwischen ausländischen Investoren und lokalen Unternehmen gelten als entscheidend, damit Projekte rentabel sind und dauerhafte Entwicklungsgewinne erzielen.Diese Themen dürften beim World Investment Forum 2026 eine wichtige Rolle spielen. Dort wird eine hochrangige Plenarsitzung am 25. Oktober untersuchen, wie Politik, internationale Zusammenarbeit und Geschäftspartnerschaften globale Wertschöpfungsketten wiederaufbauen und so Wachstum und Resilienz fördern können. UNCTAD zufolge bleibt Zusammenarbeit unerlässlich, da sich Investitionen zunehmend auf strategische Sektoren konzentrieren. Sie trägt dazu bei, vorhersehbare Bedingungen für grenzüberschreitende Kapitalflüsse aufrechtzuerhalten und den Zugang zu neuen Chancen zu erweitern.
In unserem früheren Artikel darüber, wie Kriege und Zölle den Welthandel neu gestalten haben wir untersucht, warum Unternehmen ihre Lieferketten und Schifffahrtsrouten neu ausrichten, um geopolitische Risiken zu verringern – selbst wenn die Alternativen kostspieliger sind. Außerdem haben wir darauf hingewiesen, dass das Streben nach Resilienz regionale Handelsmuster beschleunigt, während die Nachfrage nach KI-bezogenen Produkten trotz anhaltender Störungen das allgemeine Handelswachstum stützt.
Neueste Supply Chain Nachrichten
- Forex
- Crypto