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Die Deutsche Bundesbank rechnet für das Jahr 2025 mit einem Bilanzverlust von 27,8 Milliarden Euro, was rund 0,6 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts entspricht. Bereits im Jahr 2024 hatte die Zentralbank einen Verlust von 19,2 Milliarden Euro verzeichnet.
Thorsten Polleit, Chefökonom und renommierter Finanzexperte, hebt die außergewöhnliche Dimension dieses Bilanzverlustes hervor und stellt die Frage, wohin diese enormen Summen geflossen sind. Experten sehen die Ursachen vor allem in gestiegenen Zinsaufwendungen sowie den Auswirkungen der langfristigen Anleihekaufprogramme, die zu hohen Bewertungsverlusten führen. ''Der Bilanzverlust der Bundesbank resultiert insbesondere aus den negativen Effekten der expansiven Geldpolitik der vergangenen Jahre'', so Polleit.
Fachkreise betonen, dass die entstandenen Verluste weder auf fehlerhafte Geldzuweisungen noch auf einzelne Empfänger zurückzuführen sind, sondern aus strukturellen Marktbewegungen und den geldpolitischen Entscheidungen resultieren. Die Bundesbank wird voraussichtlich ihre Rücklagen nutzen müssen, um den entstandenen Fehlbetrag auszugleichen.
Die aktuellen Verluste der Bundesbank fügen sich in ein größeres Bild struktureller Herausforderungen für Deutschlands Wirtschaft ein, wie bereits die Debatte um einen möglichen wirtschaftlichen Abstieg in den Analysen von Thorsten Polleit beleuchtete (Thorsten Polleit warnt vor wirtschaftlichem Abstieg Deutschlands). Zudem stehen hinter den jüngsten Entwicklungen auch die Risiken eines fragilen Geld- und Kreditsystems, vor denen Polleit im Kontext eines möglichen Zusammenbruchs des globalen Finanzsystems mehrfach gewarnt hat (Thorsten Polleit warnt vor Zusammenbruch des globalen Geld- und Kreditsystems).