Renditen von US-Staatsanleihen geben nach, während die Märkte auf Arbeitsmarktdaten und Warsh in Jackson Hole warten
Die Renditen von US-Staatsanleihen gaben am Donnerstag leicht nach, während sich Anleger auf neue Arbeitsmarktdaten und den Beginn des jährlichen Symposiums der Federal Reserve in Jackson Hole vorbereiteten. Der Rückgang folgte auf einen höher als erwarteten Inflationswert, der den Dollar stärkte und die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung offenhielt.
Das Wichtigste
- Die Renditen von US-Staatsanleihen gaben leicht nach.
- Arbeitsmarktdaten könnten die Zinserwartungen neu bestimmen.
- Jackson Hole ist der nächste wichtige Katalysator.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihe lag bei etwa 4,65 %, während die Rendite der 30-jährigen Anleihe nahe 5,16 % gehandelt wurde und die zinssensitive zweijährige Rendite bei rund 4,21 % verharrte. Die moderaten Bewegungen spiegelten eher Vorsicht als eine entschiedene Änderung der Zinserwartungen wider, da Händler auf klarere Hinweise zur Beschäftigungslage und zum geldpolitischen Ausblick der Fed warteten, berichtet CNBC.
Arbeitsmarktdaten rücken die Fed-Erwartungen wieder in den Fokus
Die am Donnerstag anstehenden Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe werden den nächsten Test für die Lage am Arbeitsmarkt darstellen. Der Bericht folgt auf die am Mittwoch veröffentlichten Inflationsdaten, die zeigten, dass das von der Fed bevorzugte Preismaß leicht über den Erwartungen lag. Dadurch wird es für die Währungshüter schwieriger, zu erklären, dass der Preisdruck eindeutig unter Kontrolle ist.
An den Zinsmärkten wird einer Zinserhöhung der Fed im September inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von etwa 36 % zugeschrieben, wie Daten von CME FedWatch zeigen. Dadurch reagieren Anleger ungewöhnlich empfindlich auf Konjunkturdaten, die die Erwartungen in die eine oder andere Richtung verschieben können.
Die Arbeitsmarktdaten sind wichtig, weil eine robuste Beschäftigung zusammen mit anhaltender Inflation der Fed mehr Spielraum geben würde, eine restriktive Geldpolitik beizubehalten. Anzeichen für eine Abschwächung der Beschäftigung könnten dagegen die Erwartungen an eine weitere Straffung dämpfen, selbst wenn die Inflation über dem Ziel der Zentralbank bleibt.
Jackson Hole wird zum nächsten Test für den Anleihemarkt
Die Aufmerksamkeit richtet sich außerdem auf den Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh, der am Freitag bei der Veranstaltung in Jackson Hole sprechen soll. Es wird das erste jährliche Symposium unter seiner Leitung sein und den Märkten eine wichtige Gelegenheit geben, zu beurteilen, wie er Inflation, Wachstum und die künftige Ausrichtung der Geldpolitik einordnet.
Da derzeit nur wenige konkrete Hinweise vorliegen, werden Anleger seine Wortwahl genau auf Anzeichen dafür prüfen, ob die Verantwortlichen zu einer weiteren Straffung tendieren oder zunehmend bereit sind, die Zinsen stabil zu halten. Die langfristigen Finanzierungskosten sorgen für eine zusätzliche Komplikation. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen liegt weiterhin über 5 %, wodurch die Finanzierungsbedingungen bei Hypotheken, Unternehmensanleihen und anderen zinssensitiven Bereichen der Wirtschaft restriktiv bleiben.
Warsh könnte auch zu dem Anstieg der Renditen länger laufender Anleihen und zum Plan des US-Finanzministeriums befragt werden, die Rückkäufe von Staatsschulden auszuweiten. Beide Themen sind für die Marktliquidität und die Finanzierungskosten der US-Bundesregierung von Bedeutung.
Für Anleger bedeutet die Kombination aus einer Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen von etwa 4,65 %, einer 30-jährigen Rendite über 5 % und erneut gestiegenen Erwartungen an eine mögliche Straffung durch die Fed, dass der Anleihemarkt weiterhin anfällig für starke Neubewertungen ist. Die Arbeitsmarktdaten am Donnerstag und Warshs Rede in Jackson Hole am Freitag könnten entscheiden, ob sich der jüngste Renditerückgang zu einer breiteren Bewegung entwickelt oder nur vorübergehend ist.
Zuvor berichteten wir, dass ein globaler Ausverkauf bei Anleihen die langfristigen Renditen auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten treibt.
Neueste U.S. Treasury Department Nachrichten
- Forex
- Crypto