Fusion Markets: Broker hebt AUD, NZD und JPY als langfristige Value-Plays hervor

Fusion Markets: Broker hebt AUD, NZD und JPY als langfristige Value-Plays hervor
Fusion Markets signalisiert 2026 FX-Verschiebung

Fusion Markets hat ein Devisenbuch für 2026 veröffentlicht, in dem die wichtigsten Währungen als unter- oder überbewertet eingestuft werden, und zwar nicht aufgrund von Wirtschaftsmodellen, sondern aufgrund des langfristigen Kursverhaltens. Der Broker argumentiert, dass die mehrjährigen Chartstrukturen für den australischen Dollar, den neuseeländischen Dollar und den japanischen Yen jetzt auf einen Wert hindeuten, während der US-Dollar und der Schweizer Franken am teureren Ende ihrer historischen Spannen liegen.

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Unterbewertete Kandidaten: AUD, NZD und JPY

Auf den Wochencharts hat AUD/USD trotz schwächerer australischer Daten, eines uneinheitlichen chinesischen Wachstums und volatiler Rohstoffe seit mehr als zehn Jahren wiederholt einen strukturellen Boden im Bereich von 0,62-0,64 gehalten. Jedes Eintauchen in diese Zone hat Käufer angezogen, was Fusion Markets dazu veranlasst hat, den Aussie als "eher billig als schwach" einzustufen.

NZD/USD weist ein ähnliches Muster auf. Seit 2023 hat das Paar höhere Tiefststände gebildet und dabei ein langjähriges Unterstützungsband respektiert, auch wenn die Reserve Bank of New Zealand vorsichtiger geworden ist. Das Kursgeschehen ähnelt einer "Kompressionsspirale", wobei bei jedem Rückzug in Richtung der Basis der Handelsspanne eine Nachfrage entsteht - ein weiteres Kennzeichen einer unterbewerteten Währung, so der Broker.

Der Yen sticht besonders deutlich hervor. USD/JPY befindet sich nach wie vor in der Nähe der Niveaus, die zuletzt Anfang der 1990er Jahre zu beobachten waren, am oberen Ende einer mehrere Jahrzehnte andauernden Spanne, die durch große Renditedifferenzen und die langsame Normalisierung der Politik der Bank of Japan bedingt ist. Auf dem Monatschart ist die Dynamik jedoch ins Stocken geraten, und neue Höchststände sind immer schwieriger zu erreichen, was darauf hindeutet, dass sich das Risiko-Ertrags-Verhältnis mittelfristig zugunsten eines stärkeren Yen verschiebt.

"Reiche" Währungen: USD und CHF am starken Ende ihrer Schwankungsbreite

Im Gegensatz dazu hat der US-Dollar-Index einen Großteil seiner Rallye aus dem Jahr 2022 aufgegeben und wird nun in der Mitte seiner breiteren Spanne gehandelt, wobei der Bereich 107-110 seit fast zwei Jahren als Obergrenze dient. Fusion Markets beschreibt den USD als "gestreckt, aber nicht extrem" - weder eindeutig billig noch teuer, aber nicht mehr auf Schnäppchen-Niveau.

Der Schweizer Franken erscheint fester. Paare wie EUR/CHF verharren wiederholt in der Zone von 0,94-0,95, was den CHF nach einem Jahr anhaltender Safe-Haven-Nachfrage auf der starken Seite seiner historischen Struktur belässt. Dieses Verhalten, so der Broker, macht den Franken zu einem der "reicheren" Majors im Jahr 2026.

Die Einschätzung von Fusion Markets zu den FX-Chancen im Jahr 2026

Fusion Markets sieht AUD, NZD und JPY als die interessantesten langfristigen Value-Plays, während USD und CHF vergleichsweise teuer erscheinen. Der Euro und das Pfund befinden sich im neutralen Bereich und warten auf klarere makroökonomische Katalysatoren.

Der Broker, der für sein kostengünstiges Multi-Asset-Angebot und seinen Fokus auf enge Spreads bekannt ist, sieht die Analyse als praktisches Instrument für Händler, die sich eher auf technische Strukturen als auf komplexe Bewertungsmodelle verlassen. Für das Jahr 2026, so argumentiert der Broker, könnten die überzeugendsten Trades in Währungen auftauchen, die seit Jahren stillschweigend große Unterstützung erfahren haben und bereit sind zu profitieren, wenn sich die globalen Bedingungen endlich ändern.

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