Gold konsolidiert, da schwächer als erwartete US-Arbeitsmarktdaten das Risiko weiterer Zinserhöhungen verringern

Gold konsolidiert, da schwächer als erwartete US-Arbeitsmarktdaten das Risiko weiterer Zinserhöhungen verringern
Gold fällt heute um 0,73 % auf 4.145 $

Gold (XAU) wird bei 4.145 $ gehandelt und verzeichnet damit einen leichten Tagesrückgang. Der Wert liegt aktuell unter seinen kurzfristigen Durchschnitten, bleibt aber über wichtigen langfristigen Durchschnitten, was auf eine Konsolidierungsphase hindeutet.

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Höhepunkte

  • Gold bleibt nach schwachen US-Arbeitsmarktdaten, die die Erwartungen für weitere Fed-Zinserhöhungen senkten, nahe einem Zweiwochenhoch.
  • Die Stärke des US-Dollars begrenzte die anfänglichen Gewinne, während Anleger auf das kommende Fed-Protokoll für geldpolitische Signale warten.
  • Die technischen Indikatoren zeigen eine 60%ige Wahrscheinlichkeit, dass Gold im Bereich von 4.032 $ bis 4.258 $ steigt; gemischte Momentum-Signale deuten auf eine Konsolidierung hin.

Fed-Zinserwartungen ändern sich, da Arbeitsmarktdaten Goldnachfrage ankurbeln

Gold hielt sich nach schwächer als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten in der vergangenen Woche nahe einem Zweiwochenhoch, wodurch die Markterwartungen für weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank laut Cnbc gesenkt wurden. Diese veränderten Zinserwartungen steigerten die Nachfrage nach nicht verzinslichen Anlagen wie Gold. Laut Investing.com kehrten sich die anfänglichen Gewinne jedoch um, als sich der US-Dollar von den Verlusten der Vorwoche erholte und damit den Aufwärtstrend am Goldmarkt begrenzte. Marktteilnehmer warten zudem auf die Veröffentlichung des Protokolls der Fed-Sitzung vom 16.–17. Juni, um weitere Hinweise zur künftigen Geldpolitik zu erhalten.

Gemischte Impulse: Technische Indikatoren testen wichtige Unterstützungen

Aus technischer Sicht handelt XAU/USD im H4-Zeitrahmen unter dem 20-Perioden-Durchschnitt, aber über dem 50-Perioden-Durchschnitt, während der Kurs auf dem Tageschart klar unter dem 200-Perioden-Durchschnitt bleibt. Das Ichimoku-Kijun-Level bei 4.129 $ dient als unmittelbare Unterstützung. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) signalisiert starken Aufwärtsimpuls, und der Average Directional Index (ADX) zeigt einen Vorteil für Käufer. Der Relative Strength Index (RSI) deutet auf ein Kaufniveau hin, während der Stochastic RSI überverkaufte Bedingungen anzeigt und der Commodity Channel Index (CCI) Verkaufssignale liefert – insgesamt also gemischte kurzfristige Signale. Bull/Bear Power signalisiert überkaufte Bedingungen und der Awesome Oscillator bleibt neutral.

Seitwärtsausblick: Ausbruchspotenzial begrenzt Konsolidierung

Kurzfristig wird erwartet, dass XAU/USD in einer Spanne von 4.032 $ bis 4.258 $ handelt. Die Wahrscheinlichkeit einer Aufwärtsbewegung wird auf 60 % geschätzt, während die Wahrscheinlichkeit eines Abwärtstrends bei 40 % liegt. Das Basisszenario sieht eine Seitwärtskonsolidierung innerhalb dieser Spanne vor. Sollte sich der Aufwärtsimpuls verstärken und der Widerstand durchbrochen werden, könnte der Kurs das obere Ende der Bandbreite erreichen. Umgekehrt würde ein Fall unter die unmittelbare Unterstützung das untere Ende der Volatilitätsspanne ins Spiel bringen.

Viktoras Karapetjanc, Experte der Traders Union, stellt fest, dass Gold nach schwachen US-Arbeitsmarktdaten, die das makroökonomische Umfeld zugunsten des Edelmetalls verschoben haben, nahe den jüngsten Hochs konsolidiert. Er sieht die gesunkenen Zinserwartungen und die solide technische Lage als unterstützende Faktoren. Karapetjanc bleibt jedoch angesichts gemischter kurzfristiger Signale und der Widerstandsfähigkeit des US-Dollars vorsichtig. Er erwartet, dass Gold in einer Seitwärtsspanne handelt, sofern keine starke Bewegung einsetzt. "Die zugrunde liegenden makroökonomischen Trends sind konstruktiv, und ich glaube, dass jede positive Dynamik Gold schnell in Richtung 4.258 $ treiben könnte."

Zuvor stellten Analysten fest, dass Gold eine verhaltene Dynamik zeigte und angesichts des sich verändernden institutionellen Interesses gemischte technische Signale aufwies. Mit den jüngsten Veränderungen in den Erwartungen an die US-Notenbank und der anhaltenden technischen Konsolidierung sollten Händler auf einen möglichen Ausbruch aus der aktuellen Spanne achten, da die Wahrscheinlichkeit nun leicht für eine weitere Aufwärtsbewegung spricht.

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