Citi stärkt Präsenz am Londoner Barrenmarkt

Citi stärkt Präsenz am Londoner Barrenmarkt
Citi tritt Londoner Edelmetall-Clearing-Netzwerk bei

Citigroup ist dem kleinen Kreis von Banken beigetreten, die Tresor- und Clearing-Dienstleistungen für den Londoner Edelmetallmarkt anbieten, und vertieft damit ihre Rolle im weltweit größten Handelszentrum für Barren. Dieser Schritt gibt Citi die Möglichkeit, Abwicklungsdienste für Gold, Silber, Platin und Palladium in London anzubieten, wo Gold im Wert von mehr als 1 Billion US-Dollar gelagert wird.

Höhepunkte

  • Citi ist der LPMCL als Clearing-Mitglied für Edelmetalle beigetreten.
  • Die Rolle umfasst die Abwicklung von Gold, Silber, Platin und Palladium.
  • Londoner Tresore hielten Ende Mai 2026 Gold im Wert von 1,4 Billionen US-Dollar.

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Citi tritt Londoner Clearing-Netzwerk bei

Citi wurde als Clearing-Mitglied der London Precious Metals Clearing Limited (LPMCL) aufgenommen, der Infrastrukturgruppe im Zentrum des Loco-London-Marktes. Diese Rolle ermöglicht es der Bank, bei der Abwicklung von außerbörslichen Edelmetallgeschäften zu helfen und Kunden Clearing-Dienste für wichtige Metalle anzubieten, berichtete Bloomberg.

Damit reiht sich Citigroup neben JPMorgan Chase, HSBC, UBS und ICBC Standard Bank in eine kleine Gruppe von Institutionen ein, die die tägliche Abwicklung in London unterstützen. Auch die Bank of England lagert Gold, hauptsächlich für Zentralbanken.

Der Londoner Barrenmarkt ist auf Clearing-Banken angewiesen, da viele Geschäfte durch die Übertragung von Eigentumsansprüchen auf in Tresoren gelagertes Metall abgewickelt werden, anstatt jedes Mal Barren physisch zu bewegen. Laut LPMCL ist der Loco-London-Markt der globale Standard für den Handel und die Abwicklung von Gold, Silber, Platin und Palladium, wobei die Edelmetalle physisch in London gehalten und abgerechnet werden.

Tresorzugang ist entscheidend

Die Clearing-Rolle verschafft den Banken auch Zugang zur physischen Barreninfrastruktur. Mitglieder betreiben oder nutzen Tresore, die einen effizienten Besitzerwechsel des Metalls ermöglichen und Arbitrage-Geschäfte unterstützen können, wenn Preisdifferenzen zwischen den Märkten in London, New York und Asien entstehen.

Citi kooperiert mit dem Sicherheitslogistikunternehmen Malca-Amit, um einen Tresor in der Nähe des Londoner Flughafens Heathrow zu nutzen. 

Der Einstieg von Citi ist bemerkenswert, da sich die Londoner Clearing-Gruppe im Laufe der Zeit immer stärker konzentriert hat. Die Deutsche Bank, die Bank of Nova Scotia und Barclays haben sich in den letzten Jahrzehnten aus diesem Geschäft zurückgezogen. Die ICBC Standard Bank war das letzte Institut, das als Clearing-Bank zugelassen wurde, nachdem sie 2016 den Tresor von Barclays mit einer Kapazität von 2.000 Tonnen übernommen hatte.

Eine tiefere Rolle in der Barreninfrastruktur

Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Londons Barreninfrastruktur weiterhin zentral für den globalen Edelmetallhandel ist. Daten der LBMA zeigen, dass in Londoner Tresoren Ende Mai 20.269.392 Tonnen Gold im Wert von 1,4 Billionen US-Dollar sowie 27.611 Tonnen Silber im Wert von 67,3 Milliarden US-Dollar lagerten.

Für Citi erweitert die Clearing-Mitgliedschaft ein langjähriges Edelmetallgeschäft bis in den operativen Kern des Marktes. Für London bedeutet die Ankunft einer weiteren Großbank zusätzliche Kapazität und Wettbewerb in einem System, das große physische und papiergebundene Ströme für globale Investoren, Raffinerien, Zentralbanken und industrielle Nutzer bewältigt. Es zeigt auch, dass die physische Marktinfrastruktur in einer Zeit, in der Goldbestände, Preise und das Anlegerinteresse auf hohem Niveau bleiben, wertvoll bleibt.

Wir haben bereits früher darauf hingewiesen, dass Citigroup Aktien privater Unternehmen auf die Blockchain überträgt.

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