Was steckt hinter dem jüngsten Rückgang des Goldpreises?
Gold (XAU/USD) fiel um 1,87 %, da die erneute Stärke der US-Staatsanleihenrenditen und die Erwartung weiterer Zinserhöhungen der Federal Reserve die Stimmung belasteten, obwohl die Käufe der Zentralbanken und geopolitische Spannungen weiterhin im Fokus standen. Der Rückgang wird durch eine bärische technische Struktur gestützt, wobei der Preis unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten bleibt und die Verkäufer die Kontrolle behalten.
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Höhepunkte
- Die Goldpreise bleiben volatil und stehen unter Druck durch steigende US-Staatsanleihenrenditen und die Erwartung weiterer Zinserhöhungen der Fed.
- Zentralbanken in China, Indien und der Türkei haben 2022 ihre Goldreserven um rekordverdächtige 1.136 Tonnen erhöht und damit die langfristige Nachfrage gestützt.
- Gold notiert unter wichtigen gleitenden Durchschnitten; die Technik signalisiert bärische Dynamik und eine Fünf-Tage-Spanne von $3.951 bis $4.154.
Volatilität steigt, da Zentralbanknachfrage politische Gegenwinde ausgleicht
Die jüngste Aktivität am Goldmarkt war von erhöhter Volatilität geprägt: Die Preise stiegen kurzzeitig über 4.100 $, bevor sie angesichts höherer US-Staatsanleihenrenditen und wachsender Erwartungen weiterer Zinserhöhungen der Federal Reserve wieder nachgaben. Geopolitische Spannungen, insbesondere zwischen den USA und Iran, sowie höhere Ölpreise haben Inflationssorgen geschürt und die Anleiherenditen gestärkt, was Gold als nicht verzinsliches Asset herausfordert. Zentralbanken in Schwellenländern wie China, Indien und der Türkei haben 2022 ihre Goldreserven um rekordverdächtige 1.136 Tonnen erhöht. Die langfristige Nachfrage von staatlichen Institutionen und anhaltende globale geldpolitische Veränderungen wurden hervorgehoben, doch das Preisgeschehen bleibt unter breitem Verkaufsdruck.
Bärische Dynamik hält an – gemischte Signale und Widerstände begrenzen Erholung
XAU/USD notiert unter seinem 20-Tage- ($4.075), 50-Tage- ($4.199) und 200-Tage- ($4.622) gleitenden Durchschnitt, was darauf hindeutet, dass Verkäufer in allen Zeiträumen die Kontrolle behalten. Der Ichimoku Kijun bei $4.075 bildet einen unmittelbaren Widerstand, während die nächste Unterstützung beim Tagestief von $4.046 liegt. Der längerfristige Ausblick bleibt bärisch, basierend auf der Ausrichtung des 50-Tage- gegenüber dem 200-Tage-Durchschnitt. Die Momentum-Signale sind gemischt: MACD und ADX deuten auf eine Verkaufsneigung hin, während die Oszillatoren gespalten sind – der RSI steht bei 51,36 (Kauf) und auch der CCI signalisiert Kauf, aber Stochastic RSI und Bull/Bear Power zeigen überkaufte Bedingungen und eine Dominanz der Käufer im Tagesverlauf. Die Preisbewegung bleibt am unteren Ende der heutigen Spanne, mit einer Intraday-Volatilität von 2,06 %. Die Stimmung der Sitzung spiegelt anhaltenden Druck nach der Eröffnung wider, und widersprüchliche Indikatorsignale deuten auf weiteres unruhiges Handelstreiben hin.
Früher stellten Analysten fest, dass Abwärtsrisiken den Status von Gold als sicheren Hafen übertroffen haben, bedingt durch anhaltende technische Barrieren und verstärkte geopolitische Spannungen. Die aktuelle Analyse bestätigt diesen bärischen Ausblick, wobei neuer Druck durch steigende Anleiherenditen und die Erwartung fortgesetzter Fed-Straffung die $4.046 als entscheidende Unterstützung hervorhebt, deren Unterschreiten tiefere Verluste auslösen könnte.
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