Citigroup bringt Anteile privater Unternehmen auf die Blockchain
Citigroup bereitet sich darauf vor, vermögenden und institutionellen Kunden den Handel mit tokenisierten Anteilen an privaten Unternehmen zu ermöglichen und damit einen weiteren Bereich der Privatmärkte auf die Blockchain-Infrastruktur zu bringen. Der Plan spiegelt die wachsende Nachfrage nach Zugang zu Unternehmen wie Anthropic, OpenAI und Ripple wider, bevor diese an die öffentlichen Märkte gehen.
Höhepunkte
- Citigroup bereitet den Handel mit tokenisierten Privatanteilen für vermögende und institutionelle Kunden vor.
- Das Produkt könnte Engagements in Unternehmen wie Anthropic, OpenAI und Ripple bieten.
- Die Struktur würde tokenisierte Depositary Receipts nutzen, die von Citi ausgegeben und verwahrt werden.
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Die Bank schafft eine Struktur, die es Kunden ermöglichen würde, Engagements in Privatunternehmen auf einer Blockchain zu handeln, so CoinGape. Citi ist bereits in Gesprächen mit einigen großen Privatunternehmen und hofft, dass andere Wall-Street-Banken das Modell schließlich übernehmen werden.
Ein neuer Weg in die Privatmärkte
Das Vorhaben richtet sich zunächst an ausländische Investoren, wobei geplant ist, den Zugang später auf US-Investoren auszuweiten. Artem Korenyuk, Citis Global Lead für Digital Assets Enterprise Alignment and Services Enablement, sagte, das Produkt würde es Kunden ermöglichen, Engagements in Privatunternehmen neben traditionellen öffentlichen Aktien wie Apple zu halten.
Die Nachfrage der Investoren nach Late-Stage-Privatunternehmen ist sprunghaft angestiegen, da immer mehr Technologiekonzerne Börsengänge hinauszögern, während sie Kapital zu sehr hohen Bewertungen aufnehmen. OpenAI, Anthropic und SpaceX sind zu zentralen Namen dieser Nachfrage geworden, während Ripple eines der bekanntesten privaten Krypto-Unternehmen bleibt.
Die Struktur von Citi würde über tokenisierte Depositary Receipts funktionieren, also Wertpapiere, die von Banken ausgegeben werden, um zugrunde liegende Aktien zu repräsentieren. Citi würde die Zertifikate ausgeben und als Verwahrer fungieren, während die Blockchain-Infrastruktur von der in der Schweiz ansässigen SIX betrieben wird. Die Bank könnte später Verbindungen zu anderen Blockchain-Netzwerken prüfen.
Banken treiben Tokenisierung voran
Der Schritt passt zu einem breiteren Wandel im traditionellen Finanzwesen. Citi und SDX gaben zuvor eine Zusammenarbeit zur Tokenisierung, Abwicklung und Verwahrung von Privatmarkt-Assets auf der digitalen Zentralverwahrer-Plattform von SDX bekannt, mit Fokus auf Late-Stage-Pre-IPO-Aktien für institutionelle und berechtigte Anleger.
Andere Teile der Wall Street bewegen sich in die gleiche Richtung. Die New York Stock Exchange ist eine Partnerschaft mit Securitize eingegangen, um eine 24/7-Handelsplattform für tokenisierte Wertpapiere zu entwickeln, während große US-Banken, darunter JPMorgan, Citi, Bank of America und Wells Fargo, ein tokenisiertes Einlagennetzwerk planen, das in der ersten Hälfte des Jahres 2027 starten könnte.
Private Equity trifft auf Marktinfrastruktur
Die Bedeutung des Plans von Citi liegt darin, dass er eine bankgesteuerte Alternative zu informelleren Strukturen für den Zugang zu Privatanteilen bietet, einschließlich Zweckgesellschaften (SPVs) und synthetischen Produkten. Das könnte in einem Markt wichtig sein, in dem Anleger oft Zugang zu privaten Unternehmen suchen, aber nicht immer die genauen Rechte oder Beschränkungen kennen, die mit ihrem Kauf verbunden sind.
Für Citi ist das Projekt auch ein Test dafür, ob die Tokenisierung über Pilotprogramme hinausgehen und Teil der institutionellen Marktinfrastruktur werden kann. Wenn große Privatunternehmen einer Teilnahme zustimmen, könnten tokenisierte Zertifikate Pre-IPO-Engagements leichter übertragbar, bewertbar und verwahrbar machen.
Zuvor berichteten wir, dass Citi Blockchain mit Solana untersucht, um den globalen Handel zu modernisieren.
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