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Bitcoin fiel unter 61.000 $, nachdem neue US-Inflationsdaten veröffentlicht wurden. Der Anstieg des VPI erhöhte die Unsicherheit über die nächsten Entscheidungen der Federal Reserve und die Anlegerstimmung. Nun prüft der Markt, ob BTC seine Erholung fortsetzen kann oder erneut unter Druck gerät.
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Die neuen US-Inflationsdaten wurden zum Hauptereignis für den Kryptomarkt. Im Mai stieg der Verbraucherpreisindex (VPI) im Jahresvergleich auf 4,2 %, gegenüber 3,8 % im April. Dies war der höchste Stand seit 2023, wie Reuters berichtete.
Der VPI (Verbraucherpreisindex) zeigt, wie sich die Preise für Konsumgüter und Dienstleistungen wie Benzin, Lebensmittel, Wohnen, Transport, medizinische Leistungen und andere alltägliche Ausgaben verändern. Für den Markt ist er einer der wichtigsten Inflationsindikatoren, da die Fed diese Daten berücksichtigt, wenn sie entscheidet, ob sie die Zinsen senkt, unverändert lässt oder eine straffere Geldpolitik länger beibehält.
Im Mai stiegen die Preise nicht nur im Jahresvergleich, sondern auch im Monatsvergleich: Der VPI stieg um 0,5 % nach einem Anstieg von 0,6 % im April. Energie war die Hauptquelle des Drucks. Der Energieindex stieg im Monatsvergleich um 3,9 % und im Jahresvergleich um 23,5 %, während die Benzinpreise allein im Mai um 7 % stiegen. Energie machte mehr als 60 % des monatlichen VPI-Anstiegs aus, sodass der Markt den neuen Inflationssprung schnell mit höheren Öl- und Kraftstoffpreisen sowie den Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten in Verbindung brachte.
Eine hohe Inflation ist für den Bitcoin-Preis aufgrund der Reaktion der Fed von Bedeutung. Wenn die Preise schneller steigen als erwartet, wird es für die Aufsichtsbehörde schwieriger, Zinssenkungen einzuleiten. In diesem Fall bleibt Geld teuer, und Anleger werden vorsichtiger gegenüber Risikoanlagen, einschließlich Technologieaktien, Kryptowährungen und anderen Instrumenten, die stärker von Liquidität abhängen.
Dies zeigte sich deutlich in der Reaktion der traditionellen Märkte. Nach der Veröffentlichung der VPI-Daten fiel der Dow Jones Index um 0,45 %, der S&P 500 verlor 0,2 % und der Nasdaq sank um 0,3 %. Der Rückgang war moderat, da die Gesamtzahl den Prognosen entsprach, während die Kerninflation ohne Lebensmittel und Energie im Monatsvergleich nur um 0,2 % stieg.
Für BTC schafft dies ein schwieriges Umfeld. Wenn Anleger eine lockerere Fed-Politik erwarten, wird die Nachfrage nach Bitcoin normalerweise gestützt: Es gibt mehr Liquidität im Markt und der Risikoappetit ist höher. Wenn die Inflation wieder zu steigen beginnt, wird dieses Szenario schwächer.
10x Research bringt den jüngsten Rückgang von Bitcoin mit einem sich verschlechternden makroökonomischen Hintergrund in Verbindung. Nach ihren Schätzungen verlor BTC über 30 Tage rund 21.000 $, während Anleger nach der Beschleunigung der Inflation begannen, ihr Bitcoin-Engagement über ETFs systematisch zu reduzieren.
Der Kernpunkt der Analysten ist, dass Bitcoin derzeit nicht als klassischer Inflationsschutz betrachtet werden sollte. In ihrem Modell hängt BTC stärker von den Liquiditätsbedingungen ab: Wenn der Markt eine lockerere Politik und billigeres Geld erwartet, wächst das Interesse an dem Asset; wenn sich die Erwartungen in Richtung höherer Zinsen verschieben, schwächt sich die Nachfrage ab.
Aus diesem Grund sieht 10x Research einen VPI unter 4 % als wichtiges Signal für Bitcoin. Der Mai-Wert von 4,2 % lag über dieser Schwelle, obwohl er den Prognosen der Ökonomen entsprach. Für BTC war dies kein Schock, gab dem Markt aber auch keinen Grund, schnell wieder Vertrauen in eine Erholung zu fassen.
Bitcoin wird derzeit bei rund 63.000 $ gehandelt, nachdem er unter 61.000 $ gefallen war. Das bedeutet, dass sich das Asset vom ersten Schock erholt hat, aber es reicht noch nicht aus, um von einem starken Rebound zu sprechen. Für den Markt ist die entscheidende Frage, ob BTC sich nahe 63.000 $ halten kann und eine Rückkehr auf das Niveau vermeidet, auf dem der jüngste Aufschwung begann.
Wenn Bitcoin über 63.000 $ bleibt, besteht die Chance auf eine schrittweise Erholung nach der Reaktion auf den VPI. Dieses Szenario würde stärker ausfallen, wenn Anleger erkennen, dass der Inflationsanstieg hauptsächlich mit Energie zusammenhängt und nicht auf einen breiten Preisanstieg über alle Kategorien hinweg zurückzuführen ist. In diesem Fall könnte der Druck der Fed weniger stark ausfallen, als der Markt befürchtet.
Das Risiko eines weiteren Rückgangs bleibt jedoch bestehen. Ein VPI von 4,2 % ist für die Fed immer noch zu hoch, um schnell zu Zinssenkungen überzugehen. Wenn Anleger sich wieder von Risikoanlagen abwenden, könnte BTC den Bereich unter 61.000 $ erneut testen. Daher bleibt der kurzfristige Ausblick für Bitcoin vorsichtig: Das Halten der 63.000 $-Marke würde eine Erholung unterstützen, während ein Verlust dieses Niveaus das Risiko eines weiteren Rückgangs erhöhen würde.