Citigroup senkt Prognosen für Bitcoin und Ethereum angesichts regulatorischer Unsicherheiten in den USA

Citigroup senkt Prognosen für Bitcoin und Ethereum angesichts regulatorischer Unsicherheiten in den USA
Citigroup senkt Krypto-Prognosen inmitten von Unsicherheit

Die Citigroup hat ihren Ausblick für die wichtigsten Kryptowährungen revidiert und verweist auf die Verlangsamung des legislativen Fortschritts in den Vereinigten Staaten als einen Faktor, der die Marktdynamik belastet. Die Verzögerung spiegelt die langwierigen Debatten über die Regulierung wider, von der die Anleger erwartet hatten, dass sie schneller voranschreiten würde.

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Vor diesem Hintergrund werden die Erwartungen für institutionelle Zuflüsse über ETFs immer weniger vorhersehbar. Nach Angaben von Reuters beginnen die Marktteilnehmer, ein vorsichtigeres Szenario einzupreisen.

Prognosesenkungen und Marktszenarien

Die Bank senkte ihre 12-Monats-Prognose für Bitcoin von 143.000 Dollar auf 112.000 Dollar und für Ethereum von 4.304 Dollar auf 3.175 Dollar. Die Revision spiegelt konservativere Erwartungen für das Nachfragewachstum wider.

"Regulatorische Katalysatoren werden die Akzeptanz und den Fluss weiter vorantreiben, aber das Zeitfenster für die US-Gesetzgebung in diesem Jahr wird kleiner", sagte Citi-Stratege Alex Saunders.

Citi skizziert mehrere Szenarien. In einem rezessiven Fall könnte Bitcoin auf 58.000 $ und Ethereum auf 1.198 $ fallen. In einem optimistischeren Szenario, das durch eine stärkere Nachfrage angetrieben wird, könnte Bitcoin auf 165.000 $ und Ethereum auf 4.488 $ steigen.

Die Bank merkte auch an: "ETH wird besonders empfindlich auf die Metriken der Nutzeraktivität reagieren, die in letzter Zeit schwach waren, aber Stablecoin- und Tokenisierungstrends könnten das Interesse und die Nutzung erhöhen."

Legislative Risiken und politische Faktoren

Ein Hauptgrund für den revidierten Ausblick ist der ins Stocken geratene Fortschritt der US-Gesetzgebung zur Strukturierung des Kryptomarktes. Das CLARITY-Gesetz stößt auf Unstimmigkeiten, insbesondere in Bezug auf die Regulierung von Stablecoin.

Der Gesetzentwurf erfordert die Unterstützung von mindestens sieben demokratischen Senatoren, aber ein Konsens ist nach wie vor schwer zu erreichen. Einige Gesetzgeber drängen auf zusätzliche Beschränkungen, einschließlich einer Begrenzung der Beteiligung von Beamten an Krypto-Projekten.

Vor diesem Hintergrund erwartet die Citi eine Seitwärtsbewegung. "Bitcoin wird wahrscheinlich in Erwartung von Nachrichten über die Gesetzgebung schwanken, wobei (etwa) 70.000 $ ein wichtiges Niveau darstellen, das den Preis vor den US-Wahlen repräsentiert", so die Analysten.

Warum das wichtig ist

Die Regulierung ist nach wie vor ein entscheidender Faktor für die institutionelle Akzeptanz. Die Einführung von Bitcoin-Spot-ETFs wirkte zuvor als wichtiger Katalysator, und weitere regulatorische Klarheit könnte diesen Effekt noch verstärken.

Im Moment veranlasst die Ungewissheit Großanleger dazu, vorsichtig zu bleiben. Banken und Vermögensverwalter warten weiterhin auf klarere Regeln, bevor sie ihr Engagement in digitalen Vermögenswerten ausweiten.

Gleichzeitig bleiben die langfristigen Treiber intakt. Die Tokenisierung, das Wachstum von Stablecoins und die breitere Integration der Blockchain in die Finanzsysteme stützen weiterhin die Nachfrage. Vieles hängt jetzt eher von politischen Entscheidungen als von technologischen Fortschritten ab.

In früheren Berichten wurde darauf hingewiesen, dass die Citigroup trotz der Volatilität von Bitcoin das Rating für Strategy (MSTR, früher MicroStrategy) auf "Buy" belässt. Die Bank bewertet das auf Bitcoin ausgerichtete Modell des Unternehmens weiterhin positiv, auch wenn ähnliche Unternehmen während des jüngsten Marktabschwungs nicht realisierte Verluste meldeten. Dies bestätigt, dass das langfristige institutionelle Interesse an Bitcoin trotz der aktuellen Risiken intakt bleibt.

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